
Mit The Adventures of Elliot: The Millennium Tales liegt jetzt das neuste Action Adventure von Square Enix vor. Wobei die Einflüsse des Games, wenn du es spielst, offensichtlich sind. Es erinnert sehr stark an die The Legend of Zelda-Titel, ohne sich jedoch allzu sklavisch daran orientieren.
Du steuerst in diesem Spiel den Abenteurer Elliot, der in dem Königreich Königreich Huther lebt, welches die letzte Bastion der Menschheit in der Welt Philabieldia ist, die ansonsten nur so von Monstern und anderen gefährlichen Kreaturen wimmelt. Eines Tages entdeckt Elliot ein Tor, dass durch Raum und Zeit führt. Als dann der sehr ehrgeizige Minister Kaifried, entgegen aller Befehle und Bedenken, durch das Tor schreitet, folgt er ihm nach. Und gerät so in ein Abenteuer, dass ihn durch verschiedene Zeiten führt.
The Adventures of Elliot bekennt sich sehr stark zu dem Action-Adventure-König. Elliot erhält im Laufe des Spiels unterschiedliche Waffen, muss die verschiedensten Dungeons erkunden, an deren Ende ein Boss auf ihn wartet. Er findet Lebenssplitter vor, die, wenn er vier Stück findet, ihm ein Lebensteil mehr geben. Und er kann Krüge und Gräser zerstören und so an Kristalle oder Lebensenergie kommen. Ebenso kann er Heiltränke und wichtige Items in Shops kaufen.

Das ist mein erster Kritikpunkt. Du kannst dich nicht direkt aus einem Dungeon raustransportieren. Stattdessen musst du dich erst zurück an den Eingang teleportieren, rausgehen und erst dann auf der Weltoberfläche dich zu jedem Speicherort bringen, den du zuvor im Laufe des Spiels aktiviert hast. Das als umständlich zu bezeichnen, ist noch milde ausgedrückt. Es ist ätzend und es ist schade, dass Square diese ansonsten eigentlich wunderbare Funktion so nervig eingebaut hat.
Aber dafür kann die Story überzeugen. Zugegeben, sie ist mitunter sehr vorhersehbar. Doch die handlungstragenden Figuren gleichen dies aus. So umgibt Elliot ein großes Mysterium, da er nicht weiß, woher er kommt. Er wurde unter einem Baum gefunden, der unweit von der Stadt ist. Aber niemand weiß, wie er dort hingekommen oder wer seine Mutter ist. Er wurde in einem Waisenhaus großgezogen, dass er, als Erwachsener, tatkräftig unterstützt. Kurz: Er ist der perfekte Held.
Der auch jede Menge Unterstützung erhält. Zu Beginn ist dies die Prinzessin Heuria, die ihn zunächst jederzeit heilen kann. Später erhältst du Unterstützung durch die Fee Faie ersetzt, die im Kampf direkt eingreifen und Eliot nach einem unfreiwilligen Tod wieder ins Leben zurückholen kann.

Die Dungeons sind abwechslungsreich designt. Es gibt hier, anders als in Zelda, keine Karte, die du jeweils auffinden musst. Stattdessen gibt es eine Automap, die alles aufzeichnet, was du entdeckt hast. Diese Level werden dabei im Laufe des Spiels immer verwinkelter und umfangreicher. Stellenweise lohnt es sich hier wirklich, jeden nur erdenklichen Winkel zu erforschen, da du so an besondere Belohnungen kommst. Sei es Währung, Maginite oder gar Lebenssplitter. Natürlich gibt es auch Schlüssel, die du brauchst, um große Truhen oder wichtige Türen zu öffnen.
Elliot selbst beherrscht keine Magie, sondern muss sich da auf seine Gefährten verlassen. Er kann aber, wenn er sich heilen will, Heiltränke kaufen, für die er jedoch vorab eine leere Glaspiole erwerben muss. Wobei es nicht nur Heiltränke unterschiedlicher Stärke gibt, sondern ebenso welche, die gewisse Boni geben. Und auch Objekte, die du ausrüsten kannst und bestimmte Sachen ermöglichen: Wie etwa, dass du Schaden nehmen kannst, ohne deinen Fundbonus zu verlieren. Oder wenn du in einen Abgrund oder Lava fällst und da keinen Schaden nimmst.
Was Elliot stattdessen kriegt, sind jede Menge Waffen. Es fängt mit einem einfachen Schwert und einem Bumerang an. Und wird irgendwann zu einer Kettensichel oder einem Hammer, die dann natürlich mehr Schaden machen. Dabei kannst du jeden Angriff vorher aufladen und so eine besonders verheerende Attacke ausüben.

Gleichzeitig kannst du deine Waffen verbessern. Es gibt die eben genannten Maginiten, die vor allem die Bosse fallen lassen. Die du bei einem Händler eintauschen kannst und so jede Menge Mystizis erhältst. Das sind Edelsteine, die je nach Waffe bestimmte Auswirkungen haben. Wie etwa, wenn du einen Pfeil abschießt, dieser Flammenschaden macht. Oder wenn du mit dem Schwert angreifst, mehr kritischen Schaden machst. Dabei kannst du jedoch nicht beliebig viele ausrüsten. Da sie einen gewissen Wert haben und die Maginit-Schatullen, in du sie je nach Waffenart tust, nur begrenzt Platz hat. Zum Glück kannst du diese gegen Währung aufwerten.
Du bewegst Elliot durch eine bunte und vielfältige Welt. Deren einziges Manko ist, dass das Design der Feinde sich sehr bald wiederholt. Hier hätte man sich mehr Vielfalt gewünscht. Aber ansonsten wirkt das Spiel optisch grandios. Man hat das Gefühl, dass der HD Pixellook hier noch nie so gut ausgesehen hat. Es wirklich faszinierend, wie sehr sich die Grafik von Einsatz zu Einsatz gefühlt steigert.
Bezüglich des Fundbonus: Den kriegst du, wenn du eine gewisse Anzahl an Feinden erledigt hast. Das sorgt dafür, dass die gesammelte Währung mehr Wert erhalten. Allerdings sorgt bereits ein einziger Treffer dafür, dass du jeglichen Fortschritt verlierst, was natürlich ärgerlich ist. Es gilt also gut aufzupassen und zur Not rechtzeitig entweder auszuweichen oder den Schild von Elliot einzusetzen. Auch wenn dieser mit jedem abgefangenen Treffer temporär an Wirksamkeit verliert und sich erst langsam wieder regeneriert.






Ich fand The Adventures of Elliot ein schönes Action-Adventure. Kein überragendes, da das abwechslungsarme Gegnerdesign, die teils sehr vorhersagbare Story, die nervigen Begleiter und dieses umständliche Teleportsystem doch viel von der Endnote abziehen. Aber der Rest kann überzeugen. Die Welt sieht wunderbar aus, das Game hat außerdem viele eigene Ideen und die Bosskämpfe machen jede Menge Spaß.