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Battlefield 2 im Test

PC Windows
Im Jahr 2002 erschien mit "Battlefield 1942" ein Titel aus dem Hause Digital Illusions, der schon bald zu einem der beliebtesten Multiplayer-Shooter überhaupt avancieren sollte. Auch das darauffolgende Add-On "Secret Weapons of WW2" und der Dschungel-Abstecher "Battlefield Vietnam" sorgten für volle Online-Server und spaßige LAN-Parties. Kaum verwunderlich also, dass Publisher Electronic Arts die Serie weiterführt und mit Battlefield 2 endlich den offiziellen Nachfolger zu 1942 veröffentlicht. Ob es sich dabei tatsächlich um eine gebührenden Fortsetzung handelt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test-Bericht!
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Unser Kämpfer NexgamBF2 im Portrait


Nach der Installation der insgesamt 2,3 Gigabyte umfassenden Datei legt ihr erst einmal einen Spiel-Account fürs Online-Gaming an. Wir wählen den passenden Namen "NexgamBF2" und loggen uns mit unserem Passwort ein. Im folgenden Hauptmenü stehen euch nun Multiplayer, Singleplayer, Community (Buddies), Optionen und das sogenannte BF Headquarter zur Verfügung, in dem ihr eure Statistiken und Errungenschaften einsehen könnt. Ausserdem erhaltet ihr hier Einblick auf euren derzeitigen Dienstgrad, der sich nach erreichten Punkten festlegt, und Auszeichnungen in Form von Medaillen für bestimmte Verdienste.

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Die Online-Server sind bestens gefüllt


Da das Hauptaugenmerk des Spiels ganz klar auf dem Online-Multiplayer liegt, möchten wir uns diesen Aspekt auch zuerst vornehmen. Um ein Multiplayer-Match zu bestreiten, klickt ihr im Hauptmenü logischerweise auf den Punkt "Multiplayer" und findet euch dann im Server-Raum wieder. Hier findet ihr eine Liste aller derzeit stattfindenden Spiele inklusive Spielerzahl, Ping-Rate und Map. Damit ihr nun allerdings nicht zwischen hunderten von Spielen wählen müsst besitzt das Spiel einige Suchfilter, die euch mit Optionen wie "Nicht voll", "Nur gleiche Version" oder "Viele Spieler" das Finden eines geeigneten Matches erleichtern. Alternativ dürft ihr natürlich auch einfach den Namen der Map eingeben, auf der ihr unbedingt spielen wollt. Habt ihr euch schließlich für ein Match entscheiden, seht ihr erst einmal für längere Zeit einen Ladebildschirm, der zumindest noch eine Missionseinführung enthält. Danach steht dem Online-Spaß jedoch nichts mehr im Wege...

Die offensichtlichste Änderung in Battlefield 2 ist das völlig neue Setting. Kämpften im Vorgänger noch Alliierte und Achsenmächte vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges gegeneinander, bekriegen sich in Teil 2 die Großmächte USA, China und eine fiktive Koalition des Mittleren Ostens in modernen Szenarien. Im altbewährten Conquest-Mode hat sich dagegen wenig geändert. Zunächst entscheidet ihr euch für eine Faktion und kämpft dann aus der Ego-Perspektive gemeinsam mit euren Team-Mitgliedern um Schlüsselpositionen auf der Karte, die ihr nach der Eroberung als Spawn-Point benutzen könnt. Das Team, das über die Hälfte der Positionen kontrolliert, verringert dabei die Zahl der gegnerischen "Tickets". Sind diese aufgebraucht, steht der Gewinner der Runde fest.

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Wir nehmen einen Flaggenpunkt ein


Allerdings sammelt ihr auf dem Schlachtfeld dabei keinerlei Waffen auf, sondern bestimmt eure Ausrüstung vor dem Respawnen. So stehen euch in allen drei Gruppierungen 7 Soldaten-Klassen zur Verfügung, die allesamt unterschiedliche Fähigkeiten und Items aufweisen. Eine "Spezialeinheit" ist schnell und wendig, "Sturmangreifer" sind die typischen Kämpfer, "Pioniere" können Fahrzeuge reparieren, die schwer bewaffneten "Versorgungssoldaten" verteilen Munition an ihre Verbündeten und "Sanitäter" heilen und reanimieren ihre Kameraden. "Scharfschützen" und "Panzerabwehreinheiten" dürften sich von selbst erklären. Die Balance zwischen den unterschiedlichen Einheiten ist dabei sehr gut gelungen, denn keine Klasse wirkt übermächtig oder im anderen Falle unnütz.

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Das Kommunikations-System funktioniert prächtig


Im Kampf ist dann Teamwork angesagt, was natürlich nicht ohne Kommunikation zwischen den Spielern vonstatten geht. EA hat sich daher ein System für Meldungen und Befehle einfallen lassen, das zwar simpel zu bedienen, aber nichtsdestrotrotz taktisch vielfältig ist. So haltet ihr im Spiel die Q-Taste gedrückt und erblickt daraufhin ein Nachrichten-Menü auf dem Bildschirm. Nun bewegt ihr eure Maus in die Richtung der Meldung ( z.B. Forderung nach Verstärkung, Sanitäter, Munition etc.) und sendet sie mit einem Klick auf die linke Maustaste ab. Dadurch werden Verbündete in der Nähe auf euch aufmerksam und unterstützen euch. Zudem könnt ihr euch verschiedenen Squads anschliessen und Befehle von einem Squad Leader empfangen. Diese werden dann praktischerweise als Symbol auf der Mini-Map am oberen Bildschirmrand gekennzeichnet. Seid ihr selbst als Leader unterwegs, könnt ihr mit Druck auf T ein Menü für taktische Befehle aufrufen und Markierungen auf die Position setzen, die ihr momentan im Visier habt. Erfreulicherweise wird der Spielfluss durch dieses kompakte System kaum gestört.

Insgesamt haben die Entwickler von Digital Illusions bei der Steuerung nichts falsch gemacht. Ihr steuert euren Charakter mit W,A,S,D, bewegt das obligatorische Fadenkreuz mit der Maus und feuert ebenso mit jener ab. Desweiteren könnt ihr euch bücken (Strg), kriechen (Y) und für kurze Zeit sprinten (Shift). Die Aktionen wurden dabei so auf der Tastatur positioniert, dass ihr sie mühelos in gleichzeitiger Bewegung erreichen könnt.

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Fahrzeuge stehen sowohl zu Lande...


Da es natürlich etwas eintönig wäre, seinen Charakter ständig nur per pedes durch die 12 Maps zu bewegen, dürft ihr ebenfalls auf eine Vielzahl von Fahrzeugen zurückgreifen. So werden an den Spawn-Punkten eures Teams von Zeit zu Zeit leichte Jeeps, MTWs und Panzer abgestellt, auf Landebahnen und Flugzeugträgern kommt ihr sogar in den Genuss von Helikoptern und Kampfjets. Abgerundet wird das Ganze durch fahrbare Kanonenboote. Wie schon bei den einzelnen Klassen kommen auch die Vehikel der einzelnen Gruppierungen in spezifischer Form daher. Während die US-Marines mit Black Hawks und F-18 Kampfjets abheben, setzen die Truppen der MEC auf Havok-Helis und Mig-29 Flugzeuge. Auch die Soldaten der VR China können eigene Fahrzeugtypen wie den T98 Panzer oder Z8 Transporthelikopter einsetzen.

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... als auch in der Luft zur Verfügung


Die Kämfpe werden weiterhin durch das Commander-Feature vielseitiger gestaltet. Der Commander eines Teams wird vor Spielbeginn von den Mitgliedern gewählt und ist so gut wie immer ein erfahrener Spieler mit hohem Dienstrang. Er ist Schirmherr über die Strategie seiner Truppe und kann den einzelnen Squads über ein Commander-Menü Aufgaben zuweisen. Ausserdem kann er Artillerieschläge auf bestimmte Positionen festlegen und feindliche Bewegungen mit einer "UAV-Drohne" auf die Map projezieren. Clevere Teams sollten daher immer versuchen, möglichst früh die Artilleriegeschütze und UAV-Satellitenempfänger des Gegners mit Sprengsätzen auszuschalten.

Nach diesen ausführlichen Multiplayer-Eindrücken wollen wir uns natürlich auch noch dem integrierten Singleplayer widmen, der eher als eine Art Training für den Mehrspieler-Modus fungiert. Hier könnt ihr direkt eine der 12 Karten anwählen und gegen computergesteuerte Bots antreten, deren künstliche Intelligenz sogar recht gelungen ist. Trotzdem will der Funke hier nicht wirklich überspringen, da sich die Matches gegen KI-Gegner einfach nicht so fetzig und facettenreich spielen.

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Die Gestaltung der Level lässt kaum Wünsche offen


Die Grafik von Battlefield 2 zeigt sich für ein Online-Spiel mehr als gelungen. Die 12 Maps (u.a. chinesisches Kraftwerk, Küstenstadt an Golf, tropisches Feuchtgebiete) wurden sehr komplex und abwechslungsreich gestaltet, die Figuren- und Waffenmodelle machen einen detaillierten Eindruck und auch die zahlreichen Feuer-, Wasser- und Explosions-Effekte können sich sehen lassen. Zudem erscheinen die Umgebungen durch Schattenwürfe und eine hohe Weitsicht äusserst stimmig, auch wenn manch eine Textur weniger detailreich ausgefallen sein mag. Voraussetzung für die volle Grafik-Pracht ist jedoch ein PC der höheren Klasse, denn der Hardware-Hunger des Spiels ist nicht unbeträchtlich. Technisch zeigt sich der Titel ordentlich, denn mit einer stabilen DSL-Verbindung lief das Geschehen abgesehen von vereinzelten Server-bedingten Unstimmigkeiten jederzeit flüssig und lagfrei ab.

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Volltreffer!


Der Sound befindet sich ohne Zweifel auf höchstem Niveau. Die Menüs werden durch eingängige Musik-Themes begleitet, die entsprechend im westlichen, orientalischen und fernöstlichen Stil gehalten wurden. Während des Spiels sind die Soundeffekte ausschlaggebend für das hervorragende Mittendrin-Gefühl. Wenn die Patronen aus euren Gewehrläufen zischen, das Geräusch von knarrenden Panzerketten Unheil anbahnt und verwundete Kameraden um Hilfe schreien ist das Schlachtfeld-Feeling perfekt und gerade mit einer angemessenen Anlage ein echtes Erlebnis.

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Aus erhöhter Position nehmen wir die Angreifer aufs Korn


Minimale Systemvoraussetzungen
Windows XP
1,7 GHz Prozessor
512MB RAM Arbeitsspeicher
2,3 GB freier Festplattenspeicher
8x DVD-Laufwerk
128MB Grafikkarte mit 1.4 Pixel Shader Support
Direct X9.0c
Internet/LAN: 128 Kb/ps Verbindung,,, TCP/IP kompatibel

Marcel meint:

Marcel Das Warten auf Battlefield 2 hat sich definitiv gelohnt, denn hier bekommt ihr ganz einfach Online-Spaß vom Feinsten geboten. Der Spielablauf ist dank des Mittelweges aus Action und Taktik flüssig und äusserst abwechslungsreich, die Schlachtfeld-Atmosphäre herausragend und auch die technische Seite gelungen. Wer über den schlichten Einzelspieler-Modus hinwegsehen kann, wird hier für lange Zeit hervorragend unterhalten werden. 

Positiv

  • genialer Multiplayer
  • intensive Atmosphäre
  • Kartendesign und Spielbalance

Negativ

  • schnöder Einzelspieler-Modus
  • lange Ladezeiten
Userwertung
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