The Legend of Zelda im Test

NES

Das menschliche Gehirn kann sein Wissen auf ungeheure Weise vernetzen. So brauchen wir nur ein Wort hören oder lesen und schon überschütten uns die Synapsen mit Informationen, Emotionen und Querverweisen zu ähnlichen Themen. Für Videospieler gibt es eine Reihe von Begriffen, bei denen die Nervenverbindungen schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Da wären z.B. Atari, Mario, Doom oder Tetris. In dieser Königsliga der Videospielbegriffe darf ein Wort mit Sicherheit nicht fehlen: Zelda. Dieser Test befasst sich mit dem Beginn der Legende von Zelda, dem NES-Urahn von 1987.

The_Legend_of_Zelda_11Schlimme Dinge geschehen im Königreich Hyrule. Ganon, der Prinz der Dunkelheit, hat ein Fragment des Triforce geraubt. Und damit dieser nicht weiteres Unheil anrichten kann, zerbricht die schöne Prinzessin Zelda ihr Triforce-Bruchstück in acht Teile und verteilt sie im ganzen Land. Jetzt scheint die Zeit des jungen Link gekommen, um die Prinzessin und Hyrule vor dem Bösen zu bewahren. Mit Schwert und Schild bewaffnet stellt er sich mutig seinem Schicksal.

Bereits im ersten The Legend of Zelda sind alle essentiellen Momente der Serie enthalten. Es gilt fummelige Rätsel zu lösen, fiese Bosse zu erledigen, Kompass und Karte in jedem Tempel zu finden und schließlich das Böse zu bezwingen. Dazu gibts eine wunderbare Musik, die jede Situation perfekt unterstreicht. Man ist überrascht, wie viele bekannte Gegnertypen schon im ersten Teil ihren Auftritt haben. Ihr beginnt euer Abenteuer auf der Oberwelt und werdet sofort ins Spiel geworfen. Pompöse Intros war zu jener Zeit noch fehl am Platz. ;)

Die Oberwelt in The Legend of Zelda besteht aus 128 zusammenhängenden Arealen, die ihr auf eurem Weg zu Ganon alle aufsucht. Dabei reist ihr von Tempel zu Tempel. Diese sind teils leichter, teils schwieriger zu finden. In den Dungeons kämpft ihr euch anschließend von Raum zu Raum und bekommt häufig ein neues Item fürs Inventar spendiert. Nach dem achten Tempel könnt ihr euch mit Hilfe der gesammelten Triforce-Teile endlich der ultimativen Herausforderung stellen und den letzten Dungeon betreten, um Prinzessin Zelda zu retten und die Welt zu erlösen.

The_Legend_of_Zelda_6Die Steuerung ist simpel gehalten. Ihr steuert Link mit dem Steuerkreuz und benutzt mit A- und B-Button eure Items, die ihr per Menü wählen könnt. Die Kollisionsabfrage funktioniert gut und die Kämpfe kommen einem selten unfair vor, obwohl das Spiel teils recht fordernd ist. Gespielt wird aus der bekannten Vogelperspektive, von wo aus ihr alles im Blick habt.

Technisch ist der Titel natürlich veraltet und so kann die Grafik im Vergleich zu A Link to the Past oder The Minish Cap heute nicht mehr begeistern. Zu leer und steril wirkt die Spielwelt. Eine Außergewöhnlichkeit bietet das Modul dennoch: Es war das erste NES-Spiel mit Batterie, so dass ihr euren Spielstand jederzeit speichern könnt. Hieran sieht man auch, wie episch das Spiel für damalige Verhältnisse war. Die musikalische Untermalung kann nach rund 20 Jahren ebenfalls noch überzeugen. Viele bekannte und geliebte Melodien stammen bereits aus diesem Zelda-Erstling und geben Links Abenteuer den richtigen Rahmen. Die Soundeffekte sind von gleicher Qualität und fast immer stimmig.

Und obwohl The Legend of Zelda unter dem Zahn der Zeit litt, so trifft diese Behauptung letztlich nur auf die optische Darstellung Hyrules zu. Trotzdem sprüht das NES Abenteuer eine so große Faszination aus, dass das Spiel auch heute noch im Zeitalter aufwendiger HD Grafiken gerne gespielt wird. Es ist der beste Beweis, dass Optik nicht alles ist. Einige Neuauflagen, so ebenso für den GBA in Form der NES Classic Serie oder als Bestandteil der Zelda Collector‘s Edition zollen dem Game Tribut. Und wenn ihr eher auf Download Content steht, könnt ihr euch das Meisterwerk ebenfalls bequem per Virtua Console auf eure Wii herunter laden und den Beginn einer großen Legende wiederholt neu erleben.




Team meint:

Team

The Legend of Zelda ist nicht nur ein Stück Videospielgeschichte, es ist zudem ein gutes Spiel! Viele Klassiker verlieren über die Jahre ihren Reiz und es ist schwer nachzuvollziehen, was die Leute damals so faszinierte. Hier ist es anders: Alle wichtigen Serienelemente sind bereits vorhanden, funktionieren und machen Spaß wie beim aktuellen Teil.

Andrej meint:

Andrej

The Legend of Zelda wird auch noch in tausend Jahren gespielt werden und es wird nichts von seiner Faszination verloren haben. Dafür sorgen die große Spielwelt, die fordernden Dungeons und das typische Zelda Flair, das hier bereits ab der ersten Sekunde verstreut wird. Dieser Titel hat Geschichte geschrieben und jeder, der ihn noch nicht gespielt hat, sollte es schleunigst nach holen!

Positiv

  • Rätsel nach wie vor spannend
  • Umfang für NES-Verhältnisse enorm
  • Design-Legende

Negativ

  • technisch veraltet
Userwertung
8.4 33 Stimmen
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Forum
  • von Retro:

    Was (für mich) durchaus auch eine Rolle spielte ist die Tatsache, dass man beim Klon nicht mit einem Zipfelmützen-Gnom in der Gegend herumlaufen musste. Ich kann unter anderem deswegen bis heute nichts mit dem Zelda-Universum anfangen... (Wobei es generell nicht unbedingt mein Genre ist, da...

  • von Azazel:

    Jop, gefällt mir auch besser. Kam aber später und hatte daher mehr zeit die Fehler auszubügeln.

  • von Retro:

    Ich konnte schon damals nichts mit den Zelda-Games anfangen... Lustigerweise habe ich den "Klon", Golden Axe Warrior, begeistert durchgezockt. ...

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The Legend of Zelda Daten
Genre Action-Adventure
Spieleranzahl 1
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 1987-11-15
Vermarkter Nintendo
Wertung 8.4
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