Zelda: The Minish Cap im Test

GameBoy Advance
Solche Evergreens wie Mario oder Zelda verkaufen sich einfach immer gut. Dies hat man auch bei Nintendo erkannt und veröffentlicht nun pünktlich zum lukrativen Weihnachtsgeschäfts einen neuen Zelda Teil auf dem GBA. Wir haben uns die neuen Abenteuer des jungen Link mal genau angesehen...
Wie schon so oft in der Geschichte der Zelda-Reihe startet auch das neueste Mitglied der Serie ohne Bezug zu den anderen Zelda Spielen. Die Story beginnt damit, daß Prinzessin Zelda den schlafenden Link zu Hause aufweckt und nervig darum bettelt, er möge sie doch bitte zum großen Minish-Fest begleiten. Da man einer jungen Dame ja bekanntlich besser keinen Wunsch abschlägt, macht sich der arme Junge schlaftrunken mit der Prinzessin auf den Weg.





Angekommen auf dem Festplatz ist schnell in Erfahrung gebracht, daß ein düsterer Kerl beim diesjährigen Schwertkampfduell gewonnen hat. Die Besonderheit dieses Duells - der Gewinner erhält das Recht das heilige Schwert der Minish berühren zu dürfen. Doch der böse Vaati (so heißt der Fiesling) nutzt die Gelegenheit schamlos aus um unzählige Monster aus der Truhe des Schwerts zu befreien und darüber hinaus auch noch Prinzessin Zelda zu versteinern. Schlechte Zeiten also für Hyrule, die dringend nach einem tapferen Helden verlangen - und wer wäre da besser geeignet als unser Link?

Bevor ihr also eigentlich richtig realisiert habt, was passiert ist hat man euch schon wieder das nächste Abenteuer aufgeschwatzt. Euer erster Weg führt euch in den Tyloria Wald, wo ihr die nur für Kinder sichtbaren kleinen Minish ausfindig machen sollt. Schließlich können nur diese das zerbrochene Schwert der Minish reparieren.
Dort erlernt Link übrigens dann auch die Möglichkeit sich auf Ameisengröße schrumpfen zu lassen, um auch durch kleine Mäuselöcher kriechen zu können. Hört sich vielleicht zuerst nicht wie ein Hammerfeature an, bereichert das Gameplay aber im späteren Spielverlauf ganz positiv.





Ansonsten setzte man bei der Entwicklung ganz auf die traditionellen Werte der Reihe. So ist Links Abenteuer auch wie gehabt aus der altbekannten Vogelperspektive zu beobachten, wobei Link selber nun auch eine Frischzellenkur im Wind Waker Stil hinter sich hat. Er wirkt nun etwas kindlicher und die Farben knalliger bzw. bunter. Wird sicherlich nicht jedem gefallen, rein objektiv lässt sich dem Modul aber eine hübsche Optik mit zahlreichen netten Animationen und vielen Details nicht absprechen.

Richtig punkten kann das Game aber wieder in Punkto Sound - zumindest den Fans der Serie dürften die zahlreichen Sounds aus Link to the Past, Ocarina of Time und Wind Waker oftmals ein verlegenes Lächeln auf die Lippen zaubern. Die Herkunft einer Melodie liess sich sogar ganz klar mit Mario Bros 3 identifizieren. Betreibt Nintendo also wieder nur billiges Recycling? Jein - aber eine bessere Wahl hätten sie meiner Meinung nach einfach nicht treffen können, denn unglaublich viel Charme und Spielfreude wird allein über die bekannten Soundeffekte vermittelt.

Doch leider ist auch nicht alles Eitel Sonnenschein. Das der Titel nicht von Big N selbst, sondern als Auftragsarbeit von Capcom (wie schon die beiden GBC Titel) entwickelt wurde merkt man nämlich in einem Punkt deutlich an - die sonst für Nintendo Spiele typische Strukturierung fehlt etwas. So wisst ihr oftmals beispielsweise nicht genau, wo ihr denn als nächstes hinzugehen habt und irrt ohne irgendwelche Hinweise teilweise etwas verloren in der Gegend umher.



Sebastian meint:

Sebastian

Ich muß zugeben, daß ich anfangs eher skeptisch war. Ein neues Zelda und dann im Wind Waker 2D Look? Doch meine negative Grundeinstelllung wurde Lügen gestraft und ich verbrachte die nächsten Stunden vergnügt mit meinem GBA SP. Zwar kann das ziellose Herumirren zwischen den Dungeons teilweise etwas frustierend sein, dafür entschädigt aber die zeldatypische Atmosphäre und die geniale Aufmachung etwas. Wer mal wieder Nachschub für seinen GBA (SP) sucht, darf hier gerne zugreifen!

Christian meint:

Christian

The Minish Cap setzt auf die bekannten Werte der Reihe und kann daher fast nahtlos begeistern. Das Dungeondesign wird euch zwar einige Nerven kosten - im Nachhinein betrachtet ist es aber ganz grosse Klasse. Grafisch haben wir hier das unumstritten schoenste 2D Zelda vor uns, was vor allem den satten Farben und den witzigen Animationen zu verdanken ist. Abgerundet wird das Ganze von einem motivierendem Soundtrack, in dem ihr auch das ein oder andere Stueck aus Wind Waker wieder findet. Alles in Allem eine absolute Kaufempfehlung an Hobby Abenteuerer - 'Zelda Newbies' sollten sich jedoch auf einen deutlich hoeheren Schwierigkeitsgrad einstellen.  

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Forum
  • von manji:

    mann mann mann... ich hatte vergessen, dass man die Steine wegbomben kann und bin so nie in das Areal im Nordosten reingekommen... Jetzt bin ich im Wolkentempel. Merci nochmal Luftikus. Der Fragmente Tip hat mich nach den Steinen suchen lassen (dass war zwar eigentlich falsch von mir, aber es...

  • von manji:

    Fragmente vereinen... Merci. Ich werd mal suchen. Immer doof, wenn man so lange Pausen macht....

  • von Luftikus:

    Sorry, ist ein bißchen lange her, aber ich glaube der Weg dorthin führt über den Bauernhof. Hinten wo die Kühe stehen kannst du mit dem Blatt runterfliegen. Da musst du dann an dem Wasserfall Fragmente vereinen um die Tür zu öffnen.

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Zelda: The Minish Cap Daten
Genre -
Spieleranzahl 1
Regionalcode -
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 12. November 2004
Vermarkter Nintendo
Wertung 8.4
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