Monster Hunter World: Iceborne im Test

PlayStation 4Xbox One

Es war einst im Januar 2018, als ich voller Freude und mit großen Augen mich in die neue Welt begab, um mich von Astera aus auf die Jagd nach Monstern zu machen. Diese neue Welt war reichhaltig und hatte vieles zu entdecken, doch im Laufe der Monate kannte man nahezu jeden Winkel und viele der gefährlichen Besucher. Diese sonderbaren Ungeheuer, die in die nahe Umgebung der Stadt kamen, waren nach einiger Zeit eher ein Nachtisch vom Frühstück, da man bereits vieles gesehen hat. Allerdings regt sich etwas in Astera. Was genau wollte ich in Monster Hunter World: Iceborne herausfinden.

Monster-Hunter-World-Iceborne-02Nach mehreren kostenlosen Updates und Events, die uns Capcom im Lauf der letzten Monate in Monster Hunter World bescherte, war es jetzt Zeit für etwas Größeres. Mit Iceborne, erhörte der Entwickler seine Fans und veröffentlichte die bisher größte Erweiterung für das Spiel überhaupt. Im Grunde genommen ist es auch mehr als nur eine Expansion, da man dem Game nicht nur einen neuen Schauplatz spendierte, sondern zahlreiche neue Monster und Ausrüstung. Die Geschichte dreht sich um eine seltsame Legiana Wanderung, die von den Forschern der Stadt festgestellt wurde. Als man mit einem Expeditionstrupp dessen auf den Grund gehen möchte, sieht man neben den Legianas zusätzlich ein weiteres, noch unbekanntes Monster, dass das neue Hauptmonster des Iceborne Spiels werden wird. Auf der Reise der Expedition wird das Wetter schlechter, aber man entdeckt in dem Schneesturm ein neues Eiland, die Raureif-Weite. Schon ist die Neugierde des Haupthelden und der Wildhüterin geweckt und sie begeben sich auf die Insel, um sie näher zu erkunden. Dort gibt es typischerweise für das Monster Hunter Gameplay erneut einiges zu entdecken.
 

Wie der Name schon sagt, ist die Raureif-Weite eine vom Schneefall bedeckte Insel, die geprägt ist von ihren Wäldern und Eishöhlen, die es zu erforschen gilt. Man merkt, dass Capcom noch etwas an der Grafikschraube drehte, denn die Spiegelungen der Eiskristalle sehen klasse aus. Auch der Schnee selbst ist nicht nur Dekoration in dem Gebiet. Wenn ihr hüfttief durch die Schneedecke watet, verliert ihr ordentlich an Bewegungsgeschwindigkeit, ähnlich wie wenn ihr euch durch den Schlamm der Wildturm Ödnis durchkämpft. Dies bekommt ihr alsbald zu spüren, sobald euch das erste Monster entdeckt, in dessen Lebensraum ihr eingedrungen seid und euch attackiert. Der Beotodus ist eine fischähnliche Kreatur, die blitzschnell durch die Schneemassen gleitet und euch mit einem gefährlichen Eisstrahl angreift. Kein Problem dachte ich, denn meine Rüstung ist gestählt aus vielen Kämpfen, doch bereits nach wenigen Angriffen seinerseits war Schluss und ich wurde bewusstlos zum Landepunkt zurücktransportiert. Was war denn da los? Grund dafür ist der neu eingeführte Meisterrang, der nach den beiden bekannten niedrigen und hohen Rängen quasi der neue G-Rang ist. Dort steht alles auf Anfang, denn die Monster sind stärker und vor allem aggressiver als je zuvor. Hatte man in den hochrangigen Quests des Grundspiels, während eines Kampfes mit den Monstern, gefühlt mal kurze Verschnaufpausen, in denen das Gegenüber euch mustert und womöglich eure Schwachstelle suchen, greifen die Monster im neuen Meisterrang unentwegt an. Nicht nur das, denn die Chance, dass noch ein zweites oder gar drittes Großmonster hinzukommt ist signifikant höher, als seinerzeit in Monster Hunter World.

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Doch der neue Rang bietet ebenso Chancen, und zwar die auf höherwertigere Materialien. Zwar gibt es keine neuen Waffentypen an sich, allerdings kann man seine bisherigen Waffen und Rüstungen weiter verbessern bis zu einem Raritätenrang von 11. Jedoch werden dafür noch einige Spielstunden vergehen, in der ihr nicht nur das neue Gebiet, sondern ebenfalls die früheren durchstreifen werdet, auf der Suche nach Großmonstern. Ebenso gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, wie beispielsweise den Barioth, dieser schneeweise Flugwyvern, der vor allem durch seine enorme Geschwindigkeit zur tödlichen Waffe wird und mit seinem Eisatem den Spieler in Bewegung hält. Auch kehren Fan Favoriten wie der Nargacuga, Zinogre und Brachydios zurück. Hinzu kommen Varianten der bisher aus dem Grundspiel bekannten Monstern wie etwa der Korallen-Pukei-Pukei oder der Viper Tobi-Kadachi. Das sind nur einige wenige Beispiele, denn im Prinzip solltet ihr selbst auf Expedition gehen und die neuen Kreaturen entdecken. Nur so viel sei gesagt, dass es einige Überraschungen und neue Feinde geben wird. Die Vielfalt ist groß und zusätzlich dürft ihr auch die bisherigen Monster im Meisterrang bekämpfen, so dass die schiere Anzahl an Missionen riesig ist. Das Kampfsystem an sich wurde im Grunde nicht verändert. Allerdings hat mit der Klammerklaue ein neues Gadget Einzug gehalten, mit der ihr euch an die Monster klammern und ihnen mit der ausgerüsteten Waffe Schaden anrichten könnt. Doch dies klappt nur, solange das Monster nicht sauer ist, sonst werdet ihr schmerzhaft abgeworfen. So bekommt der Kampf aber eine neue Facette, die das eigene Portfolio noch abwechslungsreicher macht.
 

In der Raureif-Weite gibt es außerdem auch eine neue Stadt, die als Ausgangsbasis für die Expeditionen gilt. Diese ist zwar anfangs etwas verwinkelt und unübersichtlich, aber dafür besser aufgebaut als Astera. Hier sind alle wichtigen Händler und Personen in unmittelbarer Nähe und gut zu erreichen. Zusätzlich gibt es mit dem Dampfwerk ein neues Gadget zur Itemgewinnung. Hier können gesammelte Rohstoffe genutzt werden, um in einem kleinen Minispiel Dampf zu erzeugen. Wenn dieser am Ende explodiert, erhält man haufenweise sinnvoller Items wie Tränke und Rüstkugeln, die man im Spielverlauf ja wiederholt benötigt. Außerdem gibt es in Seliana eine neue Versammlungshalle. Diese ist vor allem sehr praktisch, da man hier noch zusätzliche Funktionen integriert hat. Beispielsweise existiert ein Schleichweg, um direkt zum Schmied zu gelangen, des Weiteren hat man in der Halle eine Ressourcenzentrale um Beutezüge anzunehmen und seine Schnurrtruppler erneut auf Safari zu schicken. Bisher musste man dazu wiederholt in den eigenen Raum wechseln, was den Spielfluss beim gemeinsamen Spielen natürlich ungemein störte. Als störend empfand ich auch die gefühlt längeren Ladezeiten, die ich mittlerweile mit einer SSD-Festplatte zwar etwas reduzieren konnte, sie aber dennoch ziemlich lange sind. Wobei ich dazusagen muss, dass ich auf einer Xbox One X spiele. Ich möchte nicht wissen, wie lange diese vermutlich auf einer Standard Xbox One bzw. normalen PS4 sein mögen.
 

Monster-Hunter-World-Iceborne-18Ansonsten überzeugt auch die Erweiterung Iceborne, weil sie die Zahl der Großmonster im Spiel fast verdoppelt. Im Grunde könnte das Game als eigenständiger Nachfolger dastehen, wenn es mehr neue Gebiete gäbe. Spielt ihr die neue Story bis zum Ende, erwartet euch ebenfalls noch zusätzlicher Endgame Content, über den ich allerdings nicht allzu viel verraten möchte. An dieser Stelle sei nur erwähnt, dass ihr die Möglichkeit habt, in einem speziellen Gebiet allerlei Großmonster anzutreffen und das innerhalb einer Expedition in der ihr so viel Zeit wie möglich verbringen könnt. Auch hier gibt’s dann neuartige Materialien, die das Gameplay verändern und eine starke Motivation bieten weitere Stunden in Monster Hunter World: Iceborne zu investieren. Ihr seht also, das Spiel wird erneut ein enormer Zeitfresser werden und ehrlich gesagt freue ich mich schon darauf, wieder einige hunderte Stunden in Seliana zu verbringen!

 

Michael meint:

Michael

Es war eine Wonne wieder in die Welt von Monster Hunter World einzutauchen und mit der Erweiterung Iceborne ist Capcom eine großartige Expansion des Spielerlebnisses gelungen, die seines Gleichen sucht. Mit einer Vielzahl neuer Monster, die allesamt auch viel aggressiver vorgehen, werden die Kämpfe euch einiges abverlangen und selbst erfahrene Spieler wie mich erneut prüfen. Mit neuen Waffen und Rüstungen hat Capcom in nahezu allen Bereichen nachgelegt und mich mit dem Endgame Content überrascht, der nicht nur das Gameplay verändert, sondern Umfang für viele, viele Stunden bietet. Störend sind für mich nur die längeren Ladezeiten, die man mit einer SSD-Festplatte zwar etwas reduzieren kann, aber hoffentlich in der Zukunft anhand eines Patches vielleicht sogar beheben kann. Ansonsten kann ich sagen: Alles richtig gemacht, Capcom! Weiter so!

Positiv

  • äußerst umfangreiche Erweiterung des Hauptspiels
  • eine Vielzahl neuer Monster
  • Klammerklaue erweitert das Repertoire im Kampf

Negativ

  • teils lange Ladezeiten in das neue Gebiet
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Forum
  • von hx337:

    Moin Leute, Ich suche Mitspieler für Monster Hunter World da meine Freunde das Spiel weder haben, noch wirklich interessiert darin sind. Ich bin nicht wirklich weit im Spiel (bin bei der Quest Fiery Throne Atop the Forest). Hab mittelmäßige Ausrüstung- und Spiel- kenntnisse. Falls jemand lust...

  • von Nognir:

    ah ok. Da hab ich dir bissl was voraus bin bei MHW aktuell bei 200 Stunden, davon sind rund 40 bei Iceborne. Mein Kumpel hat die 400 bereits durchbrochen ...

  • von Gyaba:

    Hab's für PS4,allerdings noch nicht die Iceborne-Version. Gespielte Zeit: zero Minuten Ich bin absoluter Frischling im MHW-Universum,aber hab da schon so lange Bock drauf. Nur eben nicht alleine ...

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