Nairi: Tower of Shirin im Test

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Bei Kickstarterprojekten ist man in der Vergangenheit des Öfteren auf die Nase gefallen. Jüngstes Beispiel ist Underworld Ascendant, dass bereits kurz vor Release genug Fans erzürnte und auch das Endprodukt kam bei den Fans eher mäßig an.  Doch es gibt auch zahlreiche positive Beispiele wie etwa das vorliegende Nairi: Tower of Shirin vom Home Bear Studio.

Nairi-Tower-of-Shirin-13Nairi lebt mit ihrer Familie friedlich in einem noblen Stadtviertel der Großstadt Shirin. Doch wie das Leben so spielt, kann nicht alles immer zum Besten laufen. Zuerst muss sie eines Tages nach der Schule erfahren, dass ihre Eltern von den Stadtwachen in Gewahrsam genommen wurden und später wird sie auch noch von einer vermeintlich fiesen Katzenbande entführt. Im weiteren Verlauf freundet sie sich jedoch mit ihnen an und findet dennoch keine Ruhe. Nairi will sich nicht mit dieser Situation abfinden und möchte ihre Eltern befreien und den wahren Grund für deren Festnahme herausfinden. So schleicht sie sich mit Hilfe der Bande, über das Armenviertel um dort nach einem Helfer zu suchen, in die Stadt. Hilfe findet sie mit der Ratte Rex, die Nairi nicht nur Wissenswertes über die Gegend preisgibt, sondern auch eine gute Hilfe ist.

Im Laufe ihrer Reise lernt sie verschiedene Charaktere kennen, die allesamt durch ihre putzige Optik und ihr sympathisches Auftreten, welches man durch die zahlreich vorhandenen Dialoge kennenlernt, punkten. Seid ihr kein besonders begeisterter Leser, werdet ihr das Spiel womöglich etwas anstrengend finden. Fernab der Dialoge ist Nairi: Tower of Shirin eine Mischung aus Visual Novel und klassischem Point & Click Adventure mit einer Vielzahl von Rätseln. So untersucht ihr eure Umgebung nach Gegenständen, die ihr in eurem Inventar platziert und später an anderer Stelle einsetzt und somit Rätsel löst.

Nairi-Tower-of-Shirin-05Die Switch ist natürlich nahezu prädestiniert für dieses Genre und so lässt sich das Spiel bequem mit einem Joycon steuern, indem ihr diesen als Zeiger auf eurem TV nutzt. Selbstverständlich könnt ihr auch klassisch die Buttons oder ein Joypad verwenden, doch Ersteres ist einfach die intuitivste Variante. Im Handheldmodus ist es sowohl möglich den Touchscreen zu verwenden, als auch die klassischen Tasten. Per Touchscreen könnt ihr Objekte direkt anwählen, allerdings ist nicht genau ersichtlich mit welchen Objekten ihr interagieren könnt. Hier ist die Joycon Steuerung praktischer, da ihr so durch den Cursor sehen könnt, welcher Gegenstand auf dem Bildschirm anwählbar ist. Benötigt ihr dennoch einmal Hilfe, kann euch die Ratte Rex weiterhelfen. Er führt ein Buch mit sich, dass eure Aufzeichnungen sammelt und so als Nachschlagewerk dient. Die Schwierigkeit der Rätsel schwanken von offensichtlich bis knackig, sind aber nie so schwer, dass sie unlösbar oder gar unlogisch sind.

Hilfestellung kann auch manchmal der Dialog mit den Bewohnern und umherstreunenden Gestalten sein. Grafisch sind diese in einer liebevollen Comicoptik dargestellt und erinnern an ein Kinderbuch. Hier hat man sich redlich Mühe gegeben, den Charakteren durch ihre Mimik mehr Ausdruck zu verleihen. Wie auch die Szenerie versprüht ebenso die Musik ein orientalisches Flair, die die Atmosphäre des Spiels passend unterstreichen. Trotz der vielen Dialoge und Texte wurde das Spiel in einige Sprachen, inklusive Deutsch, übersetzt, so dass sich jeder schnell in die Spielwelt einfinden kann. So macht es Spaß sich mit allen zu unterhalten und gemeinsam vor dem Bildschirm zu knobeln.


Michael meint:

Michael

Nairi: Tower of Shirin ist ein wundervolles Grafik-Adventure, dass mich sehr gut unterhalten hat. Die Geschichte bleibt stets interessant und mit dem intuitiven Gameplay anhand Touchscreen oder Joycon kann sich jeder in die orientalische Spielwelt einfinden. Neben den charmanten Charakteren punktet die liebevolle Optik und die atmosphärische Hintergrundmusik. Die Rätsel schwanken zwar etwas in ihrem Schwierigkeitsgrad, doch durch Unterhaltungen mit anderen Personen und etwas grübeln ist kein Rätsel zu schwer. Ein Spiel für Jung und Alt und auch passend für die jetzige kalte Jahreszeit.

Positiv

  • sympathische Geschichte
  • charmante Charaktere

Negativ

  • Schwierigkeit der Rätsel schwankt
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