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WarCraft II: The Dark Saga im Test

Saturn
Ende 1997 erschien neues Futter für die ansonsten (mal von Command & Conquer abgesehen) ziemlich ausgehungerten Echtzeitstrategie-Fans auf dem Sega Saturn. Der Titel ist jedoch kein unbekannter, denn WarCraft II hat seinerzeit auf dem PC wie eine Bombe eingeschlagen und (Zehn)Tausende von Spielern in seinen Bann gezogen...
Dabei ist das Spielprinzip recht altbacken, bedeutet das der alte Kampf Gut gegen Böse mal wieder ansteht - oder anders ausgedrückt Menschen gegen Orks. Erfreulicherweise darf der Spieler selbst seine Seite wählen, wobei jede natürlich seine Vorteile und Nachteile hat und eine andere Taktik erfordern.

Zwischen den vielen Missionen, die zumeist auf bau auf und 'Kill-alles-was-nicht-deine-Uniform-trägt'-Aufträge hinauslaufen, bekommt der Spieler für Saturn Verhältnisse recht gute Videosequenzen zu sehen, in der die Geschichte um die Schlacht weiter gesponnen wird.

Um die meist geäußerte Befürchtung der Spieler zu entkräften - ja, es ist wunderbar mit dem Saturn-Pad spielbar. Spieler die sich schon sehr an den Nager ihres PC's gewöhnt haben wird es jedoch teilweise vielleicht ein wenig zu langsam vonstatten gehen, da man mit dem Pad einfach nicht ganz so schnell reagieren kann. Das kann in brenzligen Situationen schonmal ein, zwei Männer kosten. Sonst wurden die Befehle aber gut auf den Controller gelegt, Verwirrung entsteht nicht und binnen kürzester Zeit hat man alles erlernt.

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'Die Menschen überfallen gerade eine Ork-Siedlung...'


Das braucht man auch, will man auf den Schlachtfeldern mit ihren unzähligen Einheiten bestehen (vor allem in späteren Levels). Im Gegensatz zu Teil 1 der WarCraft Saga, bei dem es 'nur' Infantrie und Kavallerie und Luftwaffe gab, sind seit Teil 2 auch Marine-Streitkräfte mit von der Partie.
Dazu zählen bei den orkischen Horden beispielsweise U-Boote, die Menschen verfügen über große Schlachtschiffe. Wer das alles bezahlen soll? Da heißt es fleißig sein, denn seit dem ersten Teil kam nun das Öl als erforderlicher Rohstoff für den Einheitenbau dazu.

Und von seinen Wald/Gold/Öl-Vorkommen hat man prinzipiell eigentlich immer zuwenig, daher heißt es besonders zu Beginn sparsam sein, wenn man nicht gleich
als Orkfutter bzw. unter einer menschlichen Klinge enden will.

Grafisch hält sich WarCraft II für den Saturn weitestgehend an die PC-Version, auf große Veränderungen wurde verzichtet. Warum auch, sie war damals sehr gut und kann sich auch heute noch für einen Echtzeitstrategie-Titel sehen lassen.

Die Musik im Hauptmenü hat mir persönlich sehr gut gefallen, im Spiel selbst ist nur noch leise Hintergrundmusik zu hören, aber dafür hat man dann in Zuge des hektischen Treibens ohnehin gar keine Zeit. Soundtechnisch hat man sich ebenfalls einiges einfallen lassen, so reden die Einheiten mit dem Spieler (auf Deutsch!) wenn man sie anklickt oder bei Kämpfen kann man das aufeinanderprallen von Schwertern hören.

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'Die Orks setzen zum Gegenschlag an...'


Wer ein Spiel für längere Abende sucht wird mit WarCraft II glücklich werden, denn bis die beiden Kampagnen (je 38 Missionen) durchgespielt sind werden im Normalfall einige Wochen vergehen, gerade einige der letzen Level haben es wirklich in sich. Doch auch dann muss man nicht verhungern, denn es stehen noch ausreichend Einzelmissionen zur Verfügung. Einzig und allein die teilweise etwas längeren Ladezeiten stellen euch manchmal vor eine Geduldsprobe, aber wie heißt es immer so schön? Gut Ding will Weile haben...
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