Shaun White Skateboarding im Test

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Nachdem sich Shaun White bereits vor einiger Zeit mit seinem Snowboard auf den aktuellen Konsolen ausgetobt hat, steht er samt Skateboard nun mit seiner zweiten Sportart in den Startlöchern. Warum man nach dem Start unweigerlich an die Filme 'Equilibrium' sowie 'Matrix' denken muss und zugleich einen Hauch vom Spiel 'Saboteur' wahrnimmt, erfahrt ihr wie immer in unserem Review.

In der Stadt New Harmony läuft alles strikt nach Plan. Grau in Grau lebt jeder Bürger seinen tristen Alltag ohne über den Tellerrand zu schauen. Nur Shaun White verunstaltete als Mitglied der Vereinigung Rising regelmäßig mit seinem Skateboard die Umgebung. Das passt dem Ministerium natürlich gar nicht. Umso schöner die Nachricht seiner Festnahme. Der Spieler wird als Mitarbeiter des Ministeriums zu seinem Verhör begleitet, nur um kurz darauf selbst in den Besitz des Skateboards und zu einem Mitglied von Rising zu werden...

In Shaun White Skateboarding dreht sich alles um die Veränderung. Und um Flow. Durch den Flow wird alles anders. Wie genau das vonstatten geht, wird einem von Zeit zu Zeit durch Jonah erklärt. Er ist eine Art Mentor, der Morpheus aus New Harmony. Er ist alt und war einfach da. Klingt merkwürdig? Ist es auch, aber gerade diese etwas kuriose Story für ein Skateboardspiel macht die Sache doch irgendwie interessant.

SWSKATE_S_011_NG_Nosegrind.jpgFlow erhält man durch Skaten und reichlich Tricks. Diese gehen recht leicht vom Pad auf den TV über und werden dem Spieler nach und nach näher gebracht. Da es sich hierbei um keine Simulation handelt, werden auch Anfänger absolut keine Probleme mit der Steuerung und dem Erlernen der Tricks haben. Profis bzw. Freunde von realistischer Skate-Kost sollten lieber bei Skate 3 bleiben. Um die Flow Anzeige schneller steigen zu lassen, empfiehlt es sich einen regelmäßigen Blick auf die Stadtkarte zu werfen. Hier sind überall unterschiedliche Missionen über fünf Bezirke verteilt, von denen zu Beginn jedoch lediglich der erste zur Verfügung steht. Wer Glück hat, findet hier und da auch mal eine kleine Kiste, die den Spieler mit maximaler Flow Anzeige belohnt. Es lohnt sich also auch mal an verwegeneren Ecken zu skaten. Hier und da ist es sogar hilfreich einfach mal vom Board zu steigen und die Gegen zu Fuß zu erkunden..

Wie Eingangs bereits erwähnt, kann man mit Flow die Umgebung im Spiel verändern. Dabei reicht schon ein simpler Ollie, um farbige Zeichnungen auf die Wände zu bringen, Autos und Menschen bunt zu färben oder komplette Parkanlagen einzugrünen. Man erwischt sich regelmäßig selbst dabei, wie man einfach nur die Gegend abfährt, um sie freundlicher zu gestalten. Die Art und Weise der Präsentation erinnert hierbei direkt an Saboteur (lesen, wer es nicht kennt!). Weiterhin besteht die Möglichkeit an bestimmten Orten in der Stadt neue Rampen zum Skaten entstehen zu lassen, eine Halfpipe gen Himmel eigenständig hochzuziehen oder auf eine Rail zu springen und mit dieser durch die Luft zu gleiten.
 

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Man merkt schon: Mit einem klassischen Skate Spiel hat das alles nicht viel gemein, der Titel nimmt sich selbst jedoch auch absolut nicht ernst, was man spätestens bei den teilweise wirklich lustigen Aussagen der Passanten in der Stadt merken dürfte. Es kommt nicht oft vor, dass ich alleine vor einem Titel sitze und lache. Hier war es ab und an der Fall. Und dabei fangen die Kommentare nicht mal an zu nerven, Respekt also dafür!

Euer alter Ego, welcher vor Spielbeginn in einem netten Editor übrigens komplett selbst erstellt werden darf, trifft im Verlauf des Spiels auf verschiedene Charaktere, teils ebenfalls Mitglieder der Rising Vereinigung. Alle treiben irgendwie die Story voran, welche - bezieht man sie auf den Flow - immer Anspruchsvoller wird. Durch simples Skaten erreicht man in späteren Abschnitten niemals genug Flow, um die Aufgaben zu lösen, muss also zwangsweise die verschiedenen Missionen erfüllen. Zu tun hat man somit also ausreichend lange bei Shaun White Skateboarding.
 

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Grafisch ist der Titel gewiss kein Überflieger, die Animationen der durchgeführten Tricks sehen jedoch gut aus und zudem wird man ja auch mit einer wirklich farbenfrohen Umgebung belohnt, sofern man seinen Flow spielen lässt. Selbige hätte zwar ruhig etwas detailreicher ausfallen können, dem Spielspaß tut dies jedoch kaum einen Abbruch. Es macht schon gut Laune quasi durch die Luft zu gleiten und sich den Weg selbst zu formen. Der Soundtrack fetzt und hebt die Stimmung!

Wer ungern allein spielt, kann im Splitscreen mit einem Freund im Flow Duell gegeneinander antreten oder aber direkt online gehen und mit bis zu acht Spielern gleichzeitig ein paar wenige Modi ausprobieren. Der Multiplayer Part hätte eigentlich wegbleiben können und wirkt aufgesetzt, wie bei so vielen aktuellen Spielen. Nein, Shaun White Skateboarding ist ein Singleplayer Titel, wenngleich der Splitscreen Modus in Ordnung geht.
 

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Im Übrigen ist das Skate Abenteuer 3D fähig, mangels Hardware aber leider nicht testbar gewesen. Sollte sich entsprechendes Equipment irgendwann einmal hierher verirren, wird es ein Update zu dem Modus geben :-)
story modus mischung aus matrix und equilibrium
alles grau, du machst bunt, veränderst terrain und beeinflusst die leute.
grafitti, pipes, ramps
spiel nimmt sich selbst nicht ernst, sehr lustige kommentare
5 bezirke, verschiedene aufgaben,
flow

Alexis meint:

Alexis

Ganz ehrlich: Zu Beginn habe ich sicherlich mit allem gerechnet, nicht aber mit so einer abstrakten Story in einem Skateboard Spiel. Schnell merkt man jedoch, dass der Titel sich selbst nicht ernst nehmen will, was bei verformbarem Gelände und Endlosrails gen Himmel auch reichlich Schwachsinn wäre. Der Flow steht hier ganz klar im Mittelpunkt, dank ihm gestaltet man sich die Welt bunter und skate freundlicher.

In mehreren Missionen in insgesamt fünf Bezirken darf man sich also zu Fuß und zu Board aufmachen, die Gegend so zu gestalten, wie man sie sich als Skater wünscht. In unterschiedlichen Missionen und Aufgaben hilft man so befreundeten Mitgliedern der Rising Vereinigung, um die Stadt New Harmony und ihre Bewohner wieder freundlicher zu gestalten bzw. zu stimmen. Begleitet wird man dabei von einem fetzigen Soundtrack und mittelprächtiger Grafik. Die Animationen sehen jedoch 1A aus und durch die veränderbare Umgebung kann man da gern mal drüber hinwegsehen. Es macht einfach Spaß aus einem normalen Grind direkt auf ein veränderbares Rail zu springen und fraktisch durch die Luft zu gleiten.

Der Multiplayer Part bietet keine große Abwechslung und wirkt aufgesetzt, im Splitscreen lässt es sich gegen einen Freund dann aber doch mal für ein paar Runden aushalten. Shaun White Skateboarding ist ein Singleplayer Spiel.

Freunde von Realismus können die Finger von dem Titel lassen, allen anderen, die Lust auf ein paar Stunden unkompliziertes Rumdüsen haben, empfehle ich das Spiel unbedingt. Man muss nicht einmal eine Affinität fürs Skaten haben, um hier seinen Spaß zu haben.

Positiv

  • Mit Flow die Gegend verändern (bunt und skate freundlich)
  • Fetziger Soundtrack
  • Unkomplizierter Arcade Spaß

Negativ

  • Grafisch nicht ganz so gut (Detailarmut)
  • Multiplayer praktisch sinnlos
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Forum
  • von Nognir:

    Ab jetzt gibt es auch das Review zur Wii Fassung von Shaun White Skateboarding bei uns. Link: Shaun White Skateboarding Wii Review...

  • von Nognir:

    jemand von euch ne Ahnung ob es den genialen Soundtrack irgendwo gibt? Evtl bei iTunes oder gar auf CD? Wäre für jeden Tipp dankbar!...

  • von Inaktiv:

    Unser Review ist online....

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Shaun White Skateboarding Daten
Genre Funsport
Spieleranzahl -
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 28. Oktober 2010
Vermarkter Ubisoft
Wertung 7.8
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