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Final Fantasy Tactics im Test

PlayStation1
Dieses Game (Wenn ihr es irgendwo auftreiben könnt ,,,o) ist eines der interessantesten und originellsten Exemplare der Final Fantasy Saga. Seine erste Veröffentlichung in den Staaten war nicht unbedingt von Erfolg gekrönt- Die Abverkäufe waren schleppend und die Stückzahlen (ganz wie bei Xenogears) äußerst gering. Erst ab 1999 bekam die Tactics Episode seine verdiente Nachfrage und ging für durchschnittlich 150$ über Ladentheken und Tauschbörsen. Auch Square wollte sich nochmals etwas von diesem Kuchen abschneiden und so entschied man sich für einen Rerelease im Rahmen der 'Greatest Hits'-Reihe (Das amerikanische Äquivalent zu europäischen 'Platinum'-Neuauflagen) am 31.07.2000. So kamen auch sozial Minderbemittelte und bettelarme Schüler wie ich in den Genuß des Games ^__^
Insgesamt ist Final Fantasy Tactics ein Wolf im Schafspelz, denn mit erwähnter Rollenspielreihe hat dieses Spiel eigentlich nicht viel gemein. Zwar finden wir auch hier den obligatorischen Chocobo, einen sichtlich aus FF V inspirierten Schwarzmagier, sowie die eine oder andere bekannte Monsterklasse (z.B. Behemoth), allerdings differenziert sich das Gameplay zu deutlich vom typischen RPG-Spielgefühl. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn für FFT zeigen sich die gleichen Leutz verantwortlich, die schon das imposante Japano-Rundenstrategie-Spektakel Tactics Ogre entwickelt haben.

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Neben dem unverwechselbaren Gameplay bietet FFT etwas, mit dem kein westliches Echtzeit-Strategie-Geklicke wirklich aufwarten kann - Eine Story.
Vor langer langer Zeit war der komplette Kontinent Evaläse in sieben Großreiche gesplittet, die alle erbittert versuchten ihre Grenzen auf Kosten des Nachbarn auszudehnen. Der Krieg dauerte bereits seit Jahrhunderten an und dezimierte durch seine Sinnlosigkeit Kampfeswillen und Bevölkerung. Dem wollte der neue junge Kaiser des Mulano Staates ein für allemal ein Ende setzen indem er mit seinem schlagkräftigen Heer die gesamte Welt erobern und unterjochen wollte. Sein Trumpf war ein seit Aeonen verbotener und vergessener Zauberspruch, der den Teufel selbst beschwören konnte. Die böse Macht geriet jedoch ausser Kontrolle und der entfesselte Höllenfürst strebte nach der vollständigen Vernichtung Evaläses. Die zwölf tapfersten Krieger der Reiche verbündeten sich um das Böse aus ihrer Welt zu verbannen und tragen seitdem den Titel der 'Zwölf Zodiacs' ...



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"Durchschlagskräftige Abilites sind im späteren Verlauf des Games ein Muss"


Leider ist FFT mein bisher einzigstes Rundenstrategical, daher fehlen mir leider Vergleichsmöglichkeiten. Ihr beginnt euer Abenteuer auf einer weitläufigen Map, die in viele kleine nicht sichtbare Quadrate unterteilt ist (Ganz wie ein Schachbrett). Ramza (Seineszeichens der Held des Abenteuers) und vier weitere Soldaten befinden sich an einem Ende, eure Feinde auf der anderen Seite. Wenn ihr an der Reihe seid, habt ihr die Möglichkeit aus einer Vielzahl an Optionen eure nächste Bewegung zu planen. Zudem habt ihr jeweils einen 'Move' und eine 'Attack' - Entscheidet weise, denn wenn ihr auf einen Befehl verzichtet ist euer nächster Zug wesentlich schneller.

Beim Attack Befehl wird zwischen solidem Grundangriff und Job-Ability unterschieden. Wie beim fünften Teil der FF-Reihe könnt ihr euren Recken eine vielzahl an unterschiedlichen Berufen zuordnen, z.B. Knight, White Mage, Summoner, Ninja ... Jeder Job lässt sich durch das Sammeln von JP ausbauen, die ihr nach erfolgreichem Kampf erhaltet. Das intelligente Kombinieren verschiedener Berufsklassen macht einen hohen Reiz des Games aus, endlich habt ihr in einem Strategiegame die Möglichkeit wirklich eure eigene Taktik zu entwickeln. Auf der Gridmap findet man zudem verschiedene Höhenstufen, die euch einen zusätzlichen Vor/Nachteil verschaffen können.



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"Wer unachtsam kämpft, kann schonmal umzingelt werden"


Bei unzähligen Rollenspielen enttäuscht die Grafik im Vergleich zum Gameplay etwas, auch FFT bildet hier keine Ausnahme. Eure Figuren sind Manga typsch extrem deformierte Sprites, die sich auf einem frei schwenkbaren 3D-Spielfeld bewegen. Leider ist Letzteres nicht in umliegende Welten eingebettet, am Rand der an sich recht hübsch modelierten Dörfer und Dungeons befindet sich einfach ein gähnender blauer Abgrund. Lobenswert: Das Geschehen läuft mit konstant 60 Bildern pro Sekunde und am Anfang, sowie gegen Ende des monumentalen Abenteuers werdet ihr mit recht hübschen Rendersequenzen belohnt.

Die Musikuntermalung hat leider unter dem gleichen Aspekt zu leiden wie sein Pendant aus Xenogears - zuwenige Songs werden zu oft wiederholt. Dabei erreicht leider keines der Stücke die Klasse eines durchschnittlichen Final Fantasy Soundtracks. Auch wenn echte Klanghöhepunkte diesmal fehlen, so unterstreicht das nette Gedudel dezent die zahlreichen Kämpfe.



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"Die Party will gut geplant sein"


Der einzige wirklich bedeutende Kritikpunkt der mir aufgefallen ist, betrifft den unausgegorenen Schwierigkeitsgrad: Während euch 90% Aller Zufallskämpfe langweilen ohne auch nur den Hauch von Anspruch zu bieten, so quälen euch plötzlich auftauchende Bossgegner, an denen ich teilweise echt verzweifelt bin, Ordert unbedingt den nett gemachten Brady Strategy-Guide ,,,-)
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