Zelda: A Link to the Past im Test

GameBoy Advance
Mit Fug und Recht darf man wohl behaupten das der dritte Teil der Zelda Reihe einen spielerischen Höhepunkt auf dem Super Nintendo darstellte. Und da es derzeit furchtbar "In" ist alte SNES-Klassiker auf den GBA zu konvertieren, schiebt Nintendo eben einfach mal einen der damaligen Kassenschlager auf vorliegendes Modul.
Gemeint ist damit Zelda III: A Link to the Past das damals, nach bereits zwei recht erfolgreichen NES Teilen, endgültig die Herzen der Fans erobern konnte. Löblicherweise präsentiert uns Big N aber nicht nur eine weitere einfache Konvertierung, sondern bietet mit dem Add-On "Four Swords" endlich auch mehreren Zelda-Fans die Möglichkeit "verlinkt" (Achtung - Wortspiel ,,,-) Abenteuer zu bestehen. Doch widmen wir uns erstmal dem Hauptgame, daß einfach zeitlos zu sein scheint.

Die gekonnte Mischung aus Action und Rollenspiel entführt den Spieler in die Fantasy Welt Hyrule, wo der böse Zauberer Ganon plant das einst mächtige Siegel der Welt zu brechen und die bösen Kräfte aus der Schattenwelt, einer Paralelldimension, in das wunderschöne Hyrule zu holen. Doch wie so oft rechnen Bösewichter nicht damit das in letzter Sekunde noch ein junger Held auftaucht der die dunklen Pläne durchkreuzt. Und genauso ist es auch hier in Hyrule.
Als der junge Link eines regnerischen Nachts nach einem bösen Traum aufwacht, sieht er seinen mit Schwert und Schild gerüsteten Onkel gerade noch losziehen. Natürlich hört Link nicht auf die Anweisung im Haus zu bleiben und begibt sich stattdessen nach draußen in den Regen, wo er alsbald einen weiteren Hilferuf der Prinzessin Zelda empfängt. Diese wird im Schloßkerker gefangengehalten und wartet auf einen Helden der sie befreit....


'Der Beginn einer großartigen Geschichte...'


Mag die Story in den heutigen Ohren arg klischeebeladen und typisch für das RPG-Genre klingen, damals war sie phänomenal. Auch da einige Wendungen und plötzliche Ereignisse die Spannung beim spielen immer erhalten. Schon nach kurzer Zeit ist einem der kleine Link und die Welt Hyrule so ans Herz gewachsen, daß man den GBA am liebsten garnicht mehr aus der Hand legen möchte.

Dazu trägt auch die Grafik im schönen und typischen 16-Bit Stil bei. Wenngleich manche Animationen in den heutigen Augen sehr einfach aussehen, begeistert die schöne bunte Optik auch heute noch. Unvergessen ist wohl auch der Soundtrack, der in Japan eigens auf CD in den Geschäften reissenden Absatz fand. Die Melodien (hier bediente man sich auch bei den Vorgängern) sind einfach mitreißend, unterhaltend, atmosphärisch.....ihr merkt schon, ich komme ins schwärmen ,,,-)


'Die actionreichen Kämpfe lassen sich auch auf GBA prima steuern...


Während seines Abenteuers, das sich sowohl auf der Weltkarte als auch in speziellen Dungeons abspielt, entwickelt sich der Held Link immer mehr. Die Anzahl der als Lebensanzeige dienenden Herzen steigt kontinuierlich und auch eure Ausrüstung bekommt erheblichen Zuwachs. So könnt ihr später neben Hammer, Bumerang und Bogen auch Bomben als Waffen einsetzen.
Und der Einsatz dieser funktioniert auch mehr als einfach. Man hat es geschafft die Steuerung keineswegs zu kompliziert, aber auch nicht zu simpel zu gestalten. Einfach genau richtig, was auch die lange Liste der Nachahmer auf diesem Gebiet zeigt.

Gespeichert wird übrigens mit der Start Taste in wahlweise einem der drei Speicherslots und im Gegensatz zur alten SNES Version dürft ihr danach sogar von eurem Speicherpunkt, wahlweise aber auch Link's Hause oder der Kathedrale starten. Hier hat man sich die viele Kritik der Fans seinerzeit wohl zu Herzen genommen.


'Geschafft! Prinzessin Zelda ist gerettet - doch ist dies bereits das Ende?'


Wie bereits oben angesprochen hat man es aber nicht einfach nur bei einer simplen Konvertierung gelassen, sondern auch in kreativer Hinsicht die Köpfe rauchen lassen. Das Ergebnis nennt sich "Four Swords" und ist das erste Multiplayer Zelda. Bis zu vier Freunde können sich über Link Kabel verbinden und gemeinsam nach dem sagenumwobenen Master Schwert suchen.

Spielt sich im Prinzip ähnlich wie das Hauptprogramm Link to the Past, mit dem Unterschied das ihr an vielen Stellen zusammenarbeiten müsst, um diverse Rätseleinlagen lösen zu können. Danach geht aber jeder wieder seinen eigenen Weg, mit dem festen Vorsatz die meisten Rubine von allen zu finden.
Interessant ist nun vorallem das die beiden Games auch noch einander beeinflussen. Lernt Link in "A Link to the Past" beispielsweise einen neuen Angriff, so beherrscht er ihn automatisch auch in "Four Swords" - genial oder?


'Nur mit vereinten Kräften zu schaffen - Four Swords'


Einziger Wehmutstropfen - jeder Mitspieler benötigt sein eigenes Zelda Modul um teilnehmen zu können. Bei vier Mitspielern wären das dann also vier Zelda-Module. Allerdings unter dem Gesichtspunkt betrachtet das dieses Spiel wirklich ein Meilenstein des Genre's war (ist!) und der fehlerlosen Übersetzung ins Deutsche (komplett lokalisiert!) sollte "A Link to the Past" wirklich ganz oben auf euren Kauflisten zu finden sein. Es ist einfach ein Meilenstein des Genre's und wer das Spiel nicht zumindest mal für längere Zeit angespielt hat sollte das schleunigst nachholen. Kaufempfehlung!

Sebastian meint:

Sebastian

Absoluter Pflichttitel, bei dem man durchaus behaupten kann das er das Genre revolutionierte. Holt es euch! 

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Zelda: A Link to the Past Daten
Genre -
Spieleranzahl 1 - 4
Regionalcode codefree
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 28.03.03
Vermarkter Nintendo
Wertung 9.3
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neXGam YouTube Channel
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