R-Type III im Test

GameBoy Advance

Auf dem Super Nintendo ist R-Type III – The Third Lighting ein Paradebeispiel für geile Grafik, massig Action und verdammt gutes Leveldesign. Auf dem Gameboy Advance wäre Irems Shooterikone das auch geworden, wenn die Programmierer von Raylight Studios es nicht völlig versaut hätten.

r-type_III_6R-Type ist das Synonym für die Side-Scrolling Shooter dieses Planeten. Die Serie feierte ihre größten Erfolgen auf den Homecomputern und in den Heimkonsolen. Als der erste Gameboy-Ableger im Jahr 1991 das Licht der Welt erblickte, staunten Handheld Besitzer nicht schlecht (ebenso die Fachpresse), denn es war ein kleines technisches Wunderwerk geglückt.

Die Color-Version von R-Type I & II aus dem Jahr 1999 (noch von Irem selbst programmiert) konnte selbt gegenüber der Ur-Gameboy-Variante noch etwas draufsetzen. Mit der Umsetzung von R-Type III – The Third Lighting im Jahr 2004 hatte Irem nicht mehr viel zu tun. Sie überließen die Arbeit einem anderen Programmierstudio, das mit Hilfe der BlueRoses Grafik-Engine neue Akzente setzen wollte. Das ging leider völlig in die Hose...

Die Geschichte in R-Type III schenken wir uns dieses Mal und kommen gleich zum Kern des Titels: Mit eurem R-9 Kampfgleiter steht ihr den Kräften des Bydo Imperiums gegenüber, wobei ihr zum ersten Mal in der Serie die stationäre Force aussuchen dürft. So stehen euch wie aus den Vorgängern bekannt die Standard-Force ’’Roundforce’’ (Horizontal Laser, Reflect Laser, Ground Laser) zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist die ’’Shadowforce’’ (Reverse Laser, All Range Laser, Guide Laser) und die plastische ’’Cyclone Force’’ (Throught Laser, Splash Laser, Capsule Laser). Jeder dieser drei Satelliten hat seine Vor- und Nachteile und so ist die Wahl von enormer Wichtigkeit, da Feuerkraft und Laserarten sich voneinander doch sehr unterscheiden.

r-type_III_7Inhaltlich besitzt die Gameboy Advance-Version alle sechs Level, die schon auf dem Super Nintendo zu gefallen wussten. Ein weiteres Feature im Gameplay ist der Zuwachs einer neuen Beam-Variante. Der Hyperbeam, den ihr durch Knopfdruck aktiviert, ist von der Schussart und Feuerkraft komplett anders als der Standardbeam, den alte Recken kennen werden. Genretypisch ballert ihr euch von links nach rechts und feuert alles zu Altmetall, was nur ansatzweise nach Bydo aussieht.

Dabei fliegen euch die Powerups für die Waffensystem oder für die Geschwindigkeit des R-9 Gleiters entgegen. So gesellen sich durch Erweiterungen später noch zwei kleine Satelliten (Bits) an der Unter- bzw. Oberseite des Schiffes hinzu und dienen als eine Art Schutzschild. Die Force kann man wie aus den Vorgängern bekannt an der Vorder- bzw. Rückseite des Raumschiffes befestigen - was auch bitter nötig ist, da die Feinde die Angewohntheit haben, aus allen Richtungen zu kommen. Natürlich könnt ihr die Force ebenso loskoppeln, die anschließend als eigenständiges Objekt die Gegner zerstört.

Die R-Type-Welt auf dem Gameboy Advance wäre so weit in Ordnung gewesen, wenn es die Spieldesigner geschafft hätten, eine technisch anständige Umsetzung auf Nintendos Handheld zu bringen. Einer der großen Programmierfehler, der euch während der ersten Spielminuten auffallen wird, ist die Kollisionsabfrage. Feuert ihr mit eurem schwer bewaffneten R-9 Jäger auf feindliche Kontrahenten, dürft ihr mit Erstaunen zusehen, wie Laserstrahlen und Raketen durch die Gegner fliegen, ohne diese zu treffen. Das Zerstören der Feinde verkommt stellenweise zur reinen Glückssache! Vergleicht man die Standbilder der Gameboy Advance-Version mit seinem Super Nintendo-Original, fallen auf dem ersten Blick keine große Veränderungen auf.

r-type_III_2Doch sobald sich das Bild auf eurem Handheld bewegt werden Fans des Originals schreiend weglaufen. Egal welches Level ihr besucht - das Spiel ruckelt wie ein alter Trabbi auf der Autobahn, und die Spielgeschwindigkeit ist eine wirkliche Zumutung. Dadurch ist die Steuerung des Raumgleiters extrem träge. Hinzu kommt das die Sprites „wie Sau“ flackern! Zu guter Letzt wurde der Originalsoundtrack einer Generalüberholung unterzogen, die total nach hinten losging.

Die kräftigen Musikstücke (die auf dem Super Nintendo für Laune sorgten) wirken auf dem Gameboy Advance wie billige Fahrstuhlmusik der schlechten Art. Einziger Lichtblick bei der Geschichte ist ein Passwortsystem, das euch jederzeit in alle sechs Level springen lässt.




Dominic meint:

Dominic

Die Gameboy Advance-Version von R-Type III ist eine Vergewaltigung eines verdammt guten Spiels. Jeder der das Original spielte, wird weinend vor dem Handheld sitzen und sich fragen, wie so etwas überhaupt passieren konnte. Besser Finger weg!

Positiv

  • Inhaltlich alles vom Original übernommen
  • Passwortsystem

Negativ

  • Probleme bei der Kollisionsabfrage
  • Konstante Slowdowns
  • Ruckelt und flackert wie Sau
Userwertung
6.45 6 Stimmen
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Forum
  • von Civilisation:

    Dominic ist ein Fan des Shoot'em Up-Genres. Und als solcher war es für ihn ein Vergnügen, R-Type III für den GBA zu testen. R-Type III Auf dem Super Nintendo ist R-Type III – The Third Lighting ein Paradebeispiel für geile Grafik, massig Action und verdammt gutes...

  • von KeVernichter:

    wwwwwaaaaaassssssss! Das ist ja echt Megaschit!!! Ich liebe die DX GBC Version einfach, wie konnte das passieren? Nunja, somit ist wenigstens die SNES Version nicht mehr die schlechteste. :kopf:...

  • von Inaktiv:

    hm, das überrascht mich jetzt aber, das so ein großer titel so verkorkst wurde. schade eigentlich. aber hast recht, das gbc r-type ist der hammer. ich werd ma schauen ob ich das gba teil ma wo probezocken kann, dann wird entschieden, wobei du mir jetzt schon angst machst mit den sprites ...

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R-Type III Daten
Genre Shoot’em’up
Spieleranzahl 1
Regionalcode Regionfree
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2004-03-01
Vermarkter Zoo Digital
Wertung 3.3
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