RIDE 3 im Test

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Über Jahre hinweg versorgt uns Milestone jährlich mit neuen Versoftungen des Zweiradsports. Sei es die klassische MotoGP, die Motocross Meisterschaft mit Monster Energy Supercross und MXGP oder eben mit RIDE die traditionelle Motorradsimulation. Von Letztere geht es mittlerweile in die dritte Runde und der Entwickler verspricht viele Verbesserungen, die nicht nur im Detail ein besseres Spielerlebnis bieten wollen. Daher ließ ich es mir nicht nehmen, mich virtuell auf den Drahtesel zu schwingen und meine Runden zu drehen.

RIDE-3-01Bereits die letzten beiden Spiele waren schon ordentliche Kost für Racingfans. Keine Games, die man blind einem Freund empfehlen würde, aber Rennspielfreunde erhielten genug Umfang, um für einige Zeit unterhalten zu werden. Was einst das große Manko der Spieleschmiede war, war, dass man zu lange auf die hauseigene Spielengine setzte, die seit PS360 Zeiten einfach gnadenlos überholt war. Da man seit einiger Zeit, auf die Unreal Engine zurückgreift, war in der Tat ein vernünftiger Schritt, der die nachfolgenden Spiele auf jeden Fall optisch aufwertete. Auch beim vorliegenden RIDE 3 griff man auf Selbige zurück. Während die MotoGP und MXGP Serie sich dem professionellen Rennsport widmet, ist die RIDE-Reihe primär an Motorradenthusiasten gerichtet, die gerne verschiedene Motorräder sammeln und mit denen ausfahren wollen. Im Grunde eine Art Gran Turismo für Zweiräder, bei dem ihr insgesamt 230 Bikes aus sieben unterschiedlichen Kategorien ausprobieren könnt.


So tummeln sich neben bekannten Rennstrecken wie Mugello oder Monza eine Vielzahl von Rundkursen, die man sonst in keinem anderen Rennspiel findet. Strecken wie etwa auf der Insel Teneriffa, am Gardasee oder in der Innenstadt von Macau. Vor allem bei letzterer kann die Engine optisch zeigen, was sie kann, da man am Streckenrand eine große Zahl von bunten Lichtern der Leuchtreklamen bestaunen kann, die so ein authentisches Spielgefühl erzeugen. Um die Authentizität zu unterstützen, arbeitete Milestone mit einer aufwändigen Luftbildvermessung, dem Drone-Scanning-System, um die Rennstrecken so originalgetreu wie möglich virtuell nachbilden zu können. Während die Strecken naturgemäß ohne viele Details sind, überraschen vor allem die Freilandstrecken mit einigen Details abseits der Rennstrecke.

RIDE-3-06Wenn wir gerade bei Details sind. Den Motorrädern widmete man ebenso viel Aufmerksamkeit, wie ebenfalls den Strecken. In der Garage kann man dem eigenen Bike nicht nur neue Teile verpassen, die die Leistung des Drahtesels steigern, es ist ebenso möglich, mit dem neuen Lackierungs-Editor seinem Gefährt eine individuelle Optik zu verleihen. So lassen sich insgesamt über 500 mechanische und ästhetische Anpassungsmöglichkeiten treffen, die keine Wünsche offenlassen. Neben der Optik ist natürlich auch die Fahrphysik ein wichtiger Punkt und diese hat man spürbar verändert. In den Optionen lassen sich nach Belieben Fahrhilfen wie zum Beispiel gekoppelte Bremsen und eine Anti-WheelieEinstellung anpassen, genauso können die KI Fahrer stufenlos von der Schwierigkeit eingestellt werden. Diese wird in Prozent angegeben, was man in ähnlicher Form ebenfalls bereits in F1 2017 von Codemasters fand. Im Grunde spielt sich RIDE 3 wie auch die Vorgänger eher arcadelastig, sofern man einige Fahrhilfen zulässt. Deaktiviert man diese aber völlig, so fühlt sich das Spiel schon sehr simulationslastig an und erfordert einiges an Feingefühl das Motorrad im Griff zu behalten. So sind vor allem Kurven eine Herausforderung, denn habt ihr euch verbremst, dann landet ihr womöglich schneller als ihr denkt im Kiesbett.

Von den Spielmodi her bildet die Karriere das Herzstück des Spiels. Hier sind die verschiedenen Rennkategorien in Magazinen aufgeteilt, die allesamt unterschiedliche Themen behandeln wie etwa Sportbikes der 60er oder legendäre Naked Bikes und somit ein anderes Bike voraussetzen. Mit wachsender Zahl des eigenen Fuhrparks lassen sich so mehr und mehr Kategorien freischalten, und wenn ihr ein solches komplett auf dem ersten Platz abschließt, bekommt ihr ein weiteres Motorrad geschenkt. Wer entweder den Season Pass oder separat verschiedene DLC Packs erwirbt, der hat die Möglichkeit weitere Magazine zu fahren und so in den Besitz von insgesamt 70 weiteren Bikes zu kommen. Neben klassischen Rundrennen finden sich Zeit- und Dragrennen in den Zeitschriften, um eine gewisse Abwechslung zu gewährleisten. Zudem dürft ihr euch in wöchentlichen Events mit einem festgelegten Motorrad gegen Spieler aus der ganzen Welt messen. Neben einem Mehrspielermodus über Internet darf man auch solo in schnellen Rennen nach Belieben die verschiedenen Strecken fahren und ausprobieren.

Michael meint:

Michael

Meiner Meinung nach ist Milestone mit RIDE 3 nah dran, das perfekte Motorradrennspiel zu generieren. Neben einer Vielzahl an Motorrädern mit zahllosen Anpassungsmöglichkeiten ist es ebenso die Streckenauswahl, die mir viel Vergnügen bereitetete. Vor allem die Freilandstrecken mit ihren vielen Details gefallen mir gut und ist eine gute Alternative zu den offiziellen Rennstrecken, die man ja doch aus vielen anderen Rennspielen bereits kennt. Sowohl optisch und auch vom Fahrgefühl konnte man gegenüber dem Vorgänger deutlich einen drauflegen und so bietet RIDE 3 dem Spieler ein sehr authentisches Spielerlebnis, das euch lange unterhalten dürfte.

Positiv

  • umfangreiche Fahrzeugwahl
  • Freilandstrecken sind unterhaltsam zu fahren
  • zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten

Negativ

  • kein Split Screen Modus mehr
Userwertung
8.3 2 Stimmen
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Forum
  • von Nognir:

    Siehste da sind mir die Nicknames lieber, auch wenn du meist in den Spielen mein Erzfeind bist ...

  • von Phill XVII:

    Max Mustermann wäre mir trotzdem lieber. ...

  • von Nognir:

    Man spart sich halt so Lizenzkosten Ansonsten wären es halt Namen von unbekannten Namen....

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