Queens Quest 2 im Test

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Wer Adventures mit Puzzle Elementen mag, der kommt an den Spielen des polnischen Entwicklers Artifex Mundi kaum vorbei. Seit mehreren Jahren veröffentlichen sie vorrangig auf dem PC ihre Games, doch seit einiger Zeit finden diese auch den Weg auf die Konsole. Queen’s Quest 2 ist der neueste Streich und entführt den Spieler in eine zauberhafte Märchenwelt. Wir sahen uns in dieser genauer um.

Queens-Quest-2-01Wir übernehmen die Rolle einer namenlosen Alchemistin, die über einen Boten einen Brief erhält, dass sie zu einer Audienz beim König geladen ist. Dort angekommen erfährt sie, dass ein Mord geschehen ist, und man einen fähigen Ermittler suche, der diesen aufklären soll. Kaum aufgetragen macht man sich bereits auf dem Weg, Beweise zu sammeln, um den Täter überführen zu können. Die Geschichte des Spiels ist angelehnt an diverse Märchen, sodass man wiederholt auf bekannte Figuren trifft, mit denen man sprechen und interagieren kann. Aufgrund der Profession als Alchemistin ist es zudem möglich, in bestimmten Situationen einen Trank zu brauen. Oft sind die Zutaten vorgegeben, die jedoch erstmal gesammelt und in der richtigen Reihenfolge gemischt werden wollen. Am Ende erhält man ein Gebräu, das an vorgeschriebenen Stellen des Spiels hilfreich ist. Es ist dabei aber immer naheliegend, wann dieser Trank benutzt werden soll.

Ansonsten durchstreift man die malerische Kulisse dieser Märchenwelt bildschirmweise und jede Szene bestimmt durch ihre idyllische Optik. Es gibt ebenfalls animierte Objekte, die per Stop-Motion Technologie in Bewegung gebracht wurden. Außerdem locken kleinere Tiere wie Vögel oder Schmetterlinge und Feen das statische Bild auf, in dem sie über die Szenerie fliegen. Das Gameplay ist auch hier ein klassisches Point & Click Adventure, bei dem man einen Cursor über den Bildschirm bewegt und benutzbare Objekte den Cursor zu einer Lupe verwandeln lässt. Hierbei können Gegenstände entweder näher oder untersucht oder aufgenommen werden. Eine nähere Untersuchung mündet oft in einem Wimmelbild, bei dem in einem Minigame mehrere versteckte Gegenstände einer Liste auf dem unteren Bildschirmrand gefunden werden müssen. Es existiert dabei kein Zeitlimit, sodass ihr jederzeit in Ruhe knobeln könnt. Hier unterscheiden sich allerdings die beiden Schwierigkeitsgrade, denn als Experte bekommt man weniger Tipps und die anklickbaren Hinweise erscheinen ebenso erst später. Neben den Wimmelbildern werden auch wiederholt verschiedene Knobelaufgaben eingestreut, die einen immer wieder fordern. Diese sind aber niemals unfair und lockern den Spielablauf gelungen auf.

Queens-Quest-2-03Hervorzuheben ist erneut die Technik, die Artifex Mundi mittlerweile tadellos beherrscht. Nicht nur die unterhaltsame Mischung aus Knobelspielen, Wimmelbildern und kleineren Puzzles. Auch die technische Umsetzung mit der farbenfrohen, malerischen Optik weiß zu überzeugen, genauso wie die Musik, um die märchenhafte Atmosphäre noch zu unterstreichen. Nicht nur die Erkundung der Gegend ist wichtig, die Dialoge mit den verschiedenen Charakteren geben ebenfalls Aufschluss auf die Vorgänge, die schlussendlich in Richtung des Täters führen. Diese Gespräche sind dabei vollständig vertont, wenn auch nur in englischer Sprache. Trotzdem sind die geschriebenen Texte selbst auf Deutsch gehalten, sodass Jung und Alt beim Spiel mitknobeln können.

 

Michael meint:

Michael

Der Publisher Artifex Mundi macht zwar keine Experimente bei Queen’s Quest 2, aber das ist auch gut so. Wer die Adventuretitel kennt, der kann sich auf ein gewohnt unterhaltsames und angenehmes Puzzle-Adventure mit farbenfroher Optik, beruhigender Hintergrundmusik und spannenden Knobelaufgaben freuen. Vor allem in dieser Märchenwelt punktet vor allem die schön gezeichneten Hintergründe, die das Spielerlebnis so speziell machen.

Positiv

  • malerische Optik
  • fordernde Knobelaufgaben
  • interessante Geschichte

Negativ

  • nur wenig Neues
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