The Spectrum Retreat im Test

PC WindowsPlayStation 4Xbox One

Wie wäre es, wenn ihr euch einfach so eine Auszeit nehmen könntet? Von allem was euch momentan bedrückt und euch in einen verlassenen Ort zurückziehen könnt, am besten ein Hotel, in dem ihr von niemandem gestört werdet. So darf ich euch das Penrose Hotel vorstellen, ein idealer Rückzugsort für alle gestressten da draußen. Willkommen zu The Spectrum Retreat!

The-Spectrum-Retreat-04Man schlüpft in die Rolle von Alex, der im Penrose Hotel eingecheckt hat. Das Spiel beginnt, als uns der Wecker aus dem Schlaf reißt. Ein neuer Morgen bricht an und schon klopft es an der Tür. Es ist der Hotelmanager, der uns persönlich begrüßt und  zum Frühstück ins hauseigene Restaurant einlädt. Jedoch ist er kein normaler Mensch, sondern zu meinem Erstaunen ein gesichtsloser Android. Schnell das Mobiltelefon geschnappt, eilen wir in das Foyer, um dort ins Speiselokal zu gelangen, als wir eine seltsame Nachricht am Handy empfangen. Es ist eine Person, die uns kontaktieren und helfen möchte. Holly ist eine Technikerin, die hilft, weil sie der Meinung ist, dass wir hier eingesperrt sind. Zeit für uns etwas investigativ zu werden.

The Spectrum Retreat ist im Grunde ein First Person Adventure, in dem wir die Umstände aufklären wollen und müssen, weshalb wir im Penrose eingecheckt haben. Dazu folgt man Hinweisen, die uns quasi direkt auf dem Silbertablett serviert werden, da Holly meistens sagt, was wir tun wollen. Sie erklärt, dass wir mit dem Hotelaufzug auf das Dach müssten, um aus dem Hotel zu entkommen, doch dafür habe sie keine passende Sicherheitsfreigabe. Allerdings haben die anderen Techniker des Hotels eine Art Fluchträume hinterlassen, die anhand eines Zahlencodes betreten werden können. So liegt es an uns den Hinweisen zu folgen und den Code herauszufinden, um so in ein Geflecht an Gängen zu gelangen, die zur nächsten Sicherheitsstufe führt.

The-Spectrum-Retreat-02Diese Abschnitte bilden auch den Grundstock für den Puzzleteil des Spiels, der im Grunde den Hauptteil des Gameplays ausmacht. Ziel ist es hier, in verschiedenen Farbenrätseln zum Ausgang zu gelangen. Dazu benutzt Alex sein Handy, das in der Grundfarbe weiß leuchtet, was bedeutet, dass er so gleichfarbige Barrieren durchqueren kann. Im Laufe des Spiels kommen bis zu drei Farben dazu, die man auf Knopfdruck bei speziellen Lampen wechseln und somit in neue Bereiche vordringen kann. Natürlich sind die Rätsel clever verschachtelt, so dass man etwas Hirnschmalz und Zeit benötigt, um auf die Lösung der Denksportaufgaben zu kommen. Allerdings wird man aufgrund von den Einstiegslevels her stetig an die komplexeren Levels herangeführt, so dass man zu keiner Zeit überfordert ist. Auch wenn ein wenig um die Ecke denken sicherlich von Vorteil ist.

 

Insgesamt warten so knapp 40 Levels auf den Spieler. Diese sind gespickt mit Farbtauschrätseln und stetig hinzukommenden Elementen, wie etwa Teleporter, Brücken die nur anhand bestimmter Farben überquert werden können. Oder sogar Felder, die den Raum an sich drehen und so die Schwerkraft verändern. Dazwischen erfährt man nach und nach etwas über die Hintergrundgeschichte von Alex und warum er im Hotel zu Gast ist. Doch das solltet ihr am besten selbst herausfinden.

Michael meint:

Michael

Erzählerisch bleibt The Spectrum Retreat durchaus spannend und hebt sich so von den klassischen „Walking Simulatoren“ ab, so dass man ohne Frage gespannt ist, wie denn die Geschichte weitergeht. Auch die Erzählweise bietet einigen Raum zur Interpretation, auch wenn man bereits nach gut der Hälfte der Zeit ahnen kann, wohin die Reise geht. Technisch ist das Spiel solide und erfüllt seine Aufgabe gut, vor allem der Soundtrack wirkt sehr atmosphärisch und die Sprecher liefern eine gute Leistung ab. Zum Glück wurde hier die englische Sprachausgabe behalten, dafür gibt es deutsche Untertitel. The Spectrum Retreat ist damit jeden ans Herz zu legen, der erzählerische Spiele wie Firewatch mag und auch mit Puzzlespielen etwas anfangen kann.

Positiv

  • spannend erzählte Geschichte
  • fordernde Rätsel
  • gute Heranführung an die Denkaufgaben

Negativ

  • nächster Schritt der Erkundung immer zu eindeutig
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Forum
  • von Azazel:

    Nognir hat sich das Teil mal genauer angesehen: nexgam schrieb: Wie wäre es, wenn ihr euch einfach so eine Auszeit nehmen könntet? Von allem was euch momentan bedrückt und euch in einen verlassenen Ort zurückziehen könnt, am besten...

Insgesamt 0 Beiträge, diskutiere mit
Mehr zum Thema