Mass Effect Legendary Edition im Test

PlayStation 4Xbox One

Nachdem Mass Effect Andromeda die Erwartungen der Fangemeinde nicht erfüllte, hat sich Bioware erneut der Shepard-Trilogie gewidmet, um mit dieser ein neues Publikum zu erschließen.

Mass_Effect_Legendary_Edition_1Um die Erwartung an dieser Spielsammlung ein bisschen zu mindern, sollte man erst mal erwähnen das es sich bei Mass Effect: Legendary Edition nur um ein Remaster aller drei Ableger handelt, die in der PS3/Xbox360-Era erschienen. Das bedeutet im Klartext, dass man alle drei Spiele nicht von neu auf programmierte, sondern leicht überarbeitete und an moderne Standards anpasste. In diesem Artikel gehe ich nur auf die technischen Details ein. Solltet ihr mehr Info über die Geschichte und Spielmechanik benötigen, lege ich euch die entsprechenden Artikel dazu ans Herz.

Der Aufwand, den Bioware für die Legendary Edition vollzogen hat, ist immens, wenn man bedenkt, zu welchem Zeitpunkt diese Kompilation auf den Markt gekommen ist. Die Playstation 5 und ihr Xbox-Konkurrent sind seit gut einem halben Jahr auf den Markt. Und da die letzte Konsolengeneration ihre Upgrades in Form der Xbox One X und Co. besitzen, musste Bioware die aufpolierte Shepard-Trilogie für sechs Konsolen optimieren. Grundsätzlich stehen allen Konsolen-Versionen ein Qualitäts- bzw. Performance-Modus zur Verfügung, wo ihr grafische Pracht gegen höhere Framerate wechseln könnt. Je nach Wahl eurer Konsole um die Legendary Edition zu spielen, kommen auch Limitierungen in Form der Auflösung und Frames daher. Während bei der Standard Playstation 4 Full HD mit bis zu 30 FPS an der Tagesordnung sind, könnt ihr als Eigentümer einer Xbox Series X 4K bis zu 60 FPS bzw. 1440p bei 120 FPS erwarten. Solltet ihr im Besitz einer NexGen-Konsole sein, bekommt ihr sowieso die beste Spielerfahrung geliefert und habt dank der SSDs kürzerer Ladezeiten.

Mass_Effect_Legendary_Edition_3Inhaltlich sind (abgesehen von dem Mehrspielermodus von Mass Effect 3 und der Pinnacle Station) in dem Remaster alle drei Serienteile mit ihren entsprechenden DLCs sofort am Start. Dazu gehören auch alle Outfits und Waffen. Grafisch wurden Charaktermodelle, Schatten, Beleuchtungen und Umgebungstexturen technisch überarbeitet und dank der höheren Auflösungen merkt man den optischen Sprung im Vergleich zu den Originalversionen enorm. Doch man sollte sich keine Illusionen machen, dass es an die Qualitäten aktueller AAA-Rollenspiele herankommt. Das sieht man an Orten wie der Citadel oder andere Locations die durch den heutigen Standard detailarmer wirken. Die Protagonisten bewegen sich auch eher statisch und nicht so geschmeidig, wie man das heute gewöhnt ist.

Die größten Änderungen hat das erste Mass Effect erfahren. Hier hat Bioware, abgesehen von einem vereinheitlichten und modernisierten HUDs das Gunplay verbessert und die Mako-Steuerung überarbeitet. So lässt sich das Panzerfahrzeug jetzt einfacher mit dem Analogstick beherrschen. Zudem wurde die künstliche Intelligenz verfeinert, die im Gegensatz zu den beiden Nachfolgern immer noch nicht ganz sauber funktioniert. Das merkt man bei Feuergefechten, wenn euer Team wie ein wilder Haufen auf eine Wand ballert oder eine Gegnerhorde im Lemmingmodus versucht, euch umzunieten. Zudem gab es hin und wieder ein paar grafische Bugs in Form von Glitches bzw. Beleuchtungsfehlern, die man bestimmt mit einem Patch fixen kann.

Mass Effect 2 und 3 haben abgesehen von den oben genannten grafischen Updates weniger Änderungen erfahren, da diese beiden Serienteile besser als ihr Vorgänger alterten. Nichtsdestotrotz schleichen sich hin und wieder ein paar kleine optische Bugs ein die aber der Atmosphäre keinen Abbruch tun. Zuguterletzt gibt es einen Fotomodus für alle Serienteile. Diesen aktiviert ihr, wenn ihr den Missionscomputer startet. Dank flexibler Kamera, Optionen und Filter lassen sich somit schöne Erinnerungsfotos schießen.
 

Dominic meint:

Dominic

Zwar ist die Mass Effect: Legendary Edition nicht ganz perfekt, für Besitzer und Neulinge ist sie aber dennoch ein attraktives Paket, in dem immer noch die Storyline rund um Shepard und die Reaper die meiste Faszination versprüht. Solltet ihr euch auf diese Serie einlassen, werdet ihr mit hoher Spielzeit belohnt und mit vielen Momenten, die damals Videospielgeschichte geschrieben hat.

Positiv

  • Immer noch gutes Storytelling
  • Grafisch wurden alle drei Teile verschönert
  • Fotomodus

Negativ

  • Grafische Bugs
  • Animationen nicht ganz auf der Höhe der Zeit
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Forum
  • von Civilisation:

    Dominic hat sich mit dem Technikaspekt der Trilogie beschäftigt. Mass Effect Legendary Edition Nachdem Mass Effect Andromeda die Erwartungen der Fangemeinde nicht erfüllte, hat sich Bioware erneut der Shepard-Trilogie gewidmet, um mit dieser ein neues Publikum zu...

  • von Captnkuesel:

    Ich habe jetzt endlich auch mal mit dem Mass Effect Universum angefangen. Habe jetzt schon zwei Stunden Spielzeit und bin grad erst in Citadel angekommen. Aber ich habe auch bisher alle Dialog Optionen gezogen. Möchte richtig in die Welt abtauchen und das klappt bisher ganz gut. Gameplay mäßig...

  • von Cormac:

    ich hab auch zum Vergleich beide Versionen angespielt, das ist teilweise ein dicker Unterschied wie du schon geschrieben hast. Im Remaster bin ich noch nicht weit, hab damals den ersten auch nie durchgespielt sondern direkt mit dem zweiten angefangen ...

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