Moving Out im Test

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Beim Umziehen helfen ist für viele, die wohl unspaßigste Art seinen Samstagnachmittag zu verbringen. Da werden mir sicherlich einige zustimmen. Doch Team17 hat mit Moving Out eine Möglichkeit geschaffen, mit der dieses Unterfangen gar nicht mehr zu schlimm zu sein scheint, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

Moving-Out-05Während Overcooked ein Überraschungshit und garantierte Spaßgranate für vier Spieler in den eigenen vier Wänden war, ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein quasi Nachfolger vom selben Schlag erscheinen würde. Mit Moving Out schlüpft ihr in die Rolle eines Arbeiters von F.A.R.T. (Furniture Arrangement Removal Team) die Umzüge für Firmen und Privathaushalte realisieren. Die Aufgabe an sich ist einfach: Bringt die geforderten Möbel zum Umzugswagen und das so schnell wie möglich. Vor Beginn eines der 30 Levels wird euch die Zielzeit angezeigt, die ihr für Gold, Silber oder Bronze benötigt. Die Zahl der Möbelstücke, die umziehen müssen, ist vorgegeben. Allerdings müsst ihr euch um den Zustand des Grundstücks oder dem Rest des Hauses keine Gedanken machen. So ist es oft effizienter mit seinem kleinen Paket durch das breite Wohnzimmerfenster zu springen, wenn das der kürzeste Weg ist, oder aber zu zweit eine Couch über das Panoramafenster nach unten zu werfen.
 

Zwar lässt sich Moving Out auch alleine spielen, jedoch entfaltet der Titel erst mit bis zu vier Spielern sein volles Potential. Wir haben ihn zu zweit gespielt und einen Heidenspaß damit gehabt. Bevor die Zeit beginnt, kann man sich einen Überblick über den Level verschaffen und sich ein wenig absprechen, wer sich welches Möbelstück zur Brust nehmen mag. Viele davon lassen sich alleine tragen, doch manche benötigen zwei Personen, um sie zu bewegen. Hier kommen dann auch die Alltagsprobleme, wie etwa eine große Couch, um einen engen Gang durch das Haus zu bugsieren. Die Physik ist hierbei sehr gut gelungen, wobei das Spiel, vor allem von der Optik her, sehr cartoonhaft aufgebaut ist. Dazu passend hat man einen treibenden 80er Jahre Soundtrack gewählt, der sehr gut zur Stimmung des Games passt. Die Steuerung an sich ist dabei denkbar simpel und logisch gestaltet. Die Schultertasten werden zum Anpacken gedrückt, außerdem kann man springen oder auch wenn nötig einen Klaps verteilen. Das Wichtigste ist allerdings das Werfen. Nicht nur, dass man sich gegenseitig die handlichen Möbelstücke zuwerfen kann, um sich den Laufweg zu ersparen, robustere Kisten kann man sogar direkt aus dem Fenster in den Truck katapultieren. Schwierig wird es nur bei zerbrechlichen Paketen, denn werden diese beschädigt, erscheinen sie dort wieder, wo sie ursprünglich lagen.
 

Moving-Out-03Während die ersten Levels noch harmlos sind, wird es später immer verzwickter, mit verwinkelten Gebäuden und weiteren Spielelementen wie zum Beispiel Laufbänder, die in einer Fabrik vorhanden sind, die man ausräumen muss. Es verschlägt euch aber auch auf einen Bauernhof, auf dem ihr dann lebende Fracht in den Truck versetzen müsst, was nicht so einfach ist, wie es sich vielleicht anhört. Ein großes Lob muss man den Entwicklern in Sachen Zugänglichkeit zusprechen, denn hier gibt es einige Optionen, die das Spiel für alle interessant macht. Moving Out lässt sich im Unterstützungsmodus spielen. Das bedeutet, dass man zahlreiche Erleichterungen einbauen kann. Diese reichen von einem erweiterten Zeitfenster, um Medaillen zu gewinnen, oder, dass man die Möbelstücke nur in den Truck befördern und sich nicht um die Platzverhältnisse im Truck kümmern muss. Es gibt keine Bestrafung dafür, solche Hilfen zu nutzen, aber es ist eine gute Möglichkeit das jüngere Publikum für das Spiel zu begeistern und es schaffbarer zu machen. Der Schwierigkeitsgrad an sich ist gut ausbalanciert, so dass man selbst ohne Unterstützung beim zweiten Durchgang mit etwas Planung leicht an eine Goldmedaille kommt. Zusätzlich werden nach dem ersten Erfolg auch drei Bonusziele freigeschaltet, die zudem motivieren sollen ein Level mehrmals zu spielen.

Michael meint:

Michael

Moving Out hat uns als Overcooked Fans wirklich sehr viel Spaß gemacht, an das „Original“ kommt es aber nicht ganz heran. Es ist eine Fetzengaudi alles auszuräumen und dazu noch ein Riesenchaos zu veranstalten, ohne dafür bestraft zu werden. Doch es fehlt irgendwie das richtige Zusammenspiel mit den anderen Mitspielern, dass Overcooked zu einem intensiven Spielerlebnis gemacht hat. In der Küche ist die Interaktion und Kommunikation aller besonders wichtig, bei Moving Out kann man größtenteils auch alleine alles ausräumen. Nur bei größeren Möbelstücken muss man sich absprechen und ist gemeinsames Planen gefragt. Trotzdem ist Moving Out in der Gruppe ein tierischer Spaß, den man sich als Fan nicht entgehen lassen sollte!
 

Positiv

  • Mehrspielerspaß für Fans von Overcooked
  • toller Umfang und zahlreiche Bonusziele
  • Unterstützungsoptionen für bessere Zugänglichkeit

Negativ

  • gemeinsame Absprachen nur selten gefragt
Userwertung
8.9 2 Stimmen
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Forum
  • von Civilisation:

    Bei Michael war Umzugstag. Moving Out Beim Umziehen helfen ist für viele, die wohl unspaßigste Art seinen Samstagnachmittag zu verbringen. Da werden mir sicherlich einige zustimmen. Doch Team17 hat mit Moving Out eine Möglichkeit geschaffen, mit der dieses Unterfangen gar...

  • von TommyKaira:

    Habe jetzt die ersten Runden gespielt und finde es bisher richtig klasse. Und einen Erfolg mit 1 GS gab es auch mal wieder. ...

  • von TommyKaira:

    xboxdynasty.de/news/xbox-game-…im-abonnement-verfuegbar/ Ab heute auch im Gamepass. Tolle Überraschung von Microsoft. ...

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