Centipede im Test

Colecovision

Man kann argumentieren, wie man will. Fakt ist aber, dass Spiele von Third Party Entwicklern wichtig für den Erfolg einer Spielkonsole sind. Das war schon immer so. Und nachdem im Jahre 1982 mit Activision die erste erfolgreiche Entwicklerfirma entstand, schoss die Konkurrenz nur so aus dem Boden. Und auch die Konsolenhersteller selbst entwickelten bald Spiele für andere Konsolen. Ebenso Atari, die auf dem Colecovision ihre bekanntesten Spielhallenautomaten umsetzten. Unter anderem diesen erfolgreichen Titel: Centipede.

Centipede_neXGam_2Man mag sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, aber dieser hier hat seine eigenen Gesetze. Denn im Pilzwald eines sonderbaren Zauberlandes herrschen die übermächtigen Tausendfüßler und verteidigen ihren Lebensraum bis auf das letzte Glied. Ursprünglich wollte der Zauberer auch nicht die friedliche Idylle stören, doch er verlief sich auf seiner Reise und ist dummerweise in diesem gefährlichen Gebiet gelandet. Jetzt heißt es nur noch zu überleben, und die Gegner zurückzuschlagen.

Soweit zur Hintergrundgeschichte des Games, denn das Gameplay ist genauso, wie man es von einem Arcade Shooter erwartet. Die Umgebung des Spiels wird dabei in der Draufsicht dargestellt und der Zauberer befindet sich am unteren Bildschirmrand um sich mit Lichtblitzen, die per Feuerknopf verschossen werden, vor den Kreaturen des Waldes zu schützen. Hauptziel sind hier die vorher erwähnten Tausendfüßler, die langsam aber sicher Zeile für Zeile von oben in die Richtung des Spielers krabbeln.

Centipede_neXGam_7Trifft man dabei das riesige Insekt in der Mitte, so teilt es sich in zwei Teile auf und man muss jetzt gegen mehrere Gegner kämpfen. Sollte man allerdings einen Kopf treffen, kann man das umgehen und bekommt zusätzliche Punkte spendiert. Der Wald selbst wird aber noch von anderen Tieren bevölkert. Wie zum Beispiel den Floh, der auf seiner Reise von oben nach unten mehrere Pilze pflanzt, die man jedoch mit gezielten Schüssen zerstören kann. Oder dem Skorpion, der die Pilze im Wald vergiftet und deren Wert mindert. Einer der gefährlichsten Gegner ist allerdings die Spinne, die von Zeit zu Zeit am unteren Bildschirm zu sehen ist und versuchen wird, den Zauberer zu fangen.

Ziel ist es, in jedem Level den riesigen Tausendfüßler zu stutzen und alle seine Einzelteile zu vernichten um zum nächsten, schwierigeren Gebiet zu gelangen. Gespielt wird natürlich klassisch um einen Highscore, wobei man für alle zehntausend Punkte ein zusätzliches Leben bekommt. Durch die vier anwählbaren Schwierigkeitsgrade sollte hier für jeden der richtige Modus dabei sein und alle dabei zufriedenstellen.

Technisch ist Centipede eine exakte Umsetzung des Automaten, da durch den gleichen Prozessor eine direkte Portierung möglich war. Die Grafik ist scharf und die Objekte gut erkennbar und die Soundeffekte stehen dem Original in nichts nach. Auch die Steuerung per Joystick wurde gut umgesetzt. Für echtes Spielautomatenfeeling wird der Trackballcontroller unterstützt, der das Spielgefühl noch ein wenig steigert.




Michael meint:

Michael

So und nicht anders müssen Arcadeportierungen sein: Wer Centipede schon auf anderen Konsolen verfallen ist, der wird diese Version lieben. Technisch identisch mit dem Spielautomaten wird selbst der Trackballcontroller unterstützt und daher übertrumpft das Spiel die Variante für die hauseigene Atari 5200-Konsole. Wer also actionreiche Arcade Shooter mag, der kommt an Centipede nicht vorbei!

Positiv

  • Identisch mit Arcade-Automaten
  • Unterstützt Trackball
  • Actionreich

Negativ

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  • von Civilisation:

    Immer diese Hundertfüßer! Michael hat sie auf dem Colecovision bekämpft. Centipede Man kann argumentieren, wie man will. Fakt ist aber, dass Spiele von Third Party Entwicklern wichtig für den Erfolg einer Spielkonsole sind. Das war schon immer so. Und nachdem im Jahre 1982 mit...

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