The Elder Scrolls V: Skyrim im Test

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Teil 5 der beliebten Elder Scrolls-Reihe strebt nach 5 Jahren an, den immens erfolgreichen Vorgänger Elder Scrolls IV Oblivion abzulösen und Spielern in aller Welt ein noch intensiveres Spielererlebnis zu bieten. Und da es in erster Linie bei den Elder Scrolls Spielen um das Spielerlebnis geht, werfen wir einen Blick ins Tagebuch von Bertoxxula, Kaiserliche und Hexe...

Tag 1:

 
skyrim1.jpgKaum in Himmelsrand angekommen und schon auf dem Weg zum Schafott. Mit mir ein paar andere finstere Gestalten auf einem Karren. Wer hätte ahnen können, dass der Tag, welcher mein Letzter sein sollte, so eine Wendung nimmt. Kaum angekommen und kurz vorm Henkersbeil griff ein Drache die kleine Festung Helgen an und legte alles in Schutt und Asche. Bei der Flucht half mir ein ehemaliger Gefangener, Mitglied der Sturmmäntel. In den schummrigen Katakomben der Festung finden sich erste Tränke, Waffen und ein paar Schuhe. Die sind bitter nötig, denn in Skyrim ist es doch deutlich kühler als noch im südlich gelegenen Cyrodiil. Nachdem wir der Festung entkommen konnten, verabschiedet sich mein Begleiter. Ich bin erstmal auf mich allein gestellt.
 
Tag 2:
 
Nachdem ich erstmal ein wenig durch die Gegend gezogen bin, führten mich meine müden Füße in das Dörfchen Flusswald. Hier lernte ich ein paar Bewohner kennen, genoss eine erste Einweisung ins Schmieden. Eigentlich bin ich ja eher der Magie zugewandt. Aber warum nicht, ein wenig Schmiedekunst kann nicht schaden. Man zeigte mir, wie man Leder gerbt, Erze zu Barren einschmilzt und schlussendlich wie man Rüstungen und Waffen schmiedet. Kurz bevor ich mich am Abend im Gasthof einem Horn Met zuwenden konnte, half ich noch einem Elf seinen intriganten Nebenbuhler um seine Angebetete los zu werden. Ein netter Kerl. Er bot mir an mich zu begleiten. Scheinbar bin ich noch attraktiver als seine Angebetete...
 
Tag 3:
 
skyrim3.jpgAuf nach Weißlauf! Ich sollte mit dem dortigen Jarl reden, um vom Drachenangriff auf Helgen zu berichten. Hab mich also auch auf den Weg gemacht, schließlich kann etwas Gold in den Taschen nie schaden. In Weißlauf angekommen, hieß es erst einmal Vorräte einkaufen und mit den Einwohnern in Kontakt kommen. Nebenbei half ich einem kleinen Jungen, der ständig von einem Mädchen geärgert wurde. Tja, dabei will die Kleine nur seine Aufmerksamkeit, aber das wird er vielleicht merken, wenn er eines Tages zum Mann wird.
 



Tag 4:

Ich wurde zum Ödsturzhügelgrab geschickt um Lucan dem Händler eine gestohlene Goldene Klaue zu beschaffen. Leider musste der Dieb Arvel ins Gras beißen, er versuchte mich über den Tisch zu ziehen.
 
Tag 5:
 
Ich mache Bekanntschaft mit dem Hofzauberer des Jarl. Dieser zeigte mir wie man magische Gegenstände entzaubert um diese Zauber mittels gefülltem Seelenstein auf andere Ausrüstungsgegenstände zu übertragen. Klasse Sache, meine Novizenrobe kann etwas Aufbesserung gebrauchen. Zudem lernte ich ein paar Tränke zu brauen. Heiltränke gehen nun, leider suche ich noch ein Rezept für Magicka-Tränke. Am Abend machte ich Bekanntschaft mit den Gefährten. Freunde zu haben schadet nie. Obwohl ich weniger der Kämpfer bin, bestand ich die Aufnahmeprüfung und brachte das Fragment von Wuuthrad zurück.
 
Tag 9:
 
Die letzten Tage bei den Gefährten waren so aufregend und interessant, dass ich gar nicht dazu kam, mein Tagebuch zu füllen. Die Leute sind nett, nur habe ich für meinen Geschmack doch ein wenig zu viel an Hintergründen erfahren, die mir nun förmlich den erholsamen Schlaf rauben. Nun, vielleicht hilft es mir eines Tages...
 
Tag 10:
 
Schon wieder im Ödsturzhügelgrab, diesmal in »königlicher« Mission. Aber mit meiner Hilfe kann der Hofzauberer Farengar nun vielleicht entschlüsseln, warum die Drachen nach Himmelsrand zurückgekehrt sind.
 
Tag 11:
 
skyrim4.jpgIch habe mich entschlossen die aktuellen Ereignisse in Weißlauf erst einmal ruhen zu lassen und eine Ausbildung in der Magiergilde in Winterfeste zu genießen. Die Zauberei liegt mir einfach im Blut. Mittlerweile habe ich einige Erfahrung gesammelt, welche ich mit Hilfe der Sterne nun auch einsetzen kann, um meine Fähigkeiten zu steigern. Zerstörungszauber liegen mir, auch für das Verzaubern und Wiederherstellungsmagie habe ich ein Faible, so dass ich dort meine Erfahrung investiere. Feuerzauber kosten nun nur noch die Hälfte der Magie, das sollte gegen Trolle helfen!
 
Tag 12:
 
Der etwas schusselige Magier Tolfdir führte mich ein und nachher geht es mit anderen Novizen nach Saarthal, um erste Lektionen zu lernen! Ich bin gespannt was mich erwartet!
 
Tag 13:
 
Unglaublichen Fund in Saarthal gemacht, der unter Umständen die ganze Akademie ins Unglück stürzen könnte! 
Übrigens, habe ich schon erwähnt, dass das Wirken von zwei verschiedenen Zaubern - je einen in jeder Hand - äußerst praktisch ist? Wieso habe ich das nicht schon in Cyrodiil so gemacht?
 
Tag 18:

Nach harten Tagen in den Zwergenfesten muss ich nun in die untergegangene Festung »Labyrinthion« um den Stab des Magnus zu finden. Verdammter Ancano!
 
Tag 20:

Kaaaaaalt. Hab ich schonmal erwähnt, dass mir die Nord-Luft und der ganze Schnee die Haut ruiniert? Ich seh schon aus wie eine Gewitterhexe mit rissiger Haut, dabei bin ich keine 30! Naja, Stab des Magnus gefunden, Akademie gerettet, mit der Zaubererkarriere geht es voran. Die tollen Items helfen beim Zaubern doch immens.
 
Tag 21:

skyrim6.jpgIch liebe Kochen! Jaja, typisch Frau, aber der Mensch muss essen! Und bevor ich rohe Ziegenbeine esse, koch ich das doch lieber mit ein wenig Gemüse zusammen. Leider gibt es keine Alchemie-Erfahrung, dabei ist Kochen doch eigentlich sowas. Zumindest verzauber ich den ein oder anderen Mann mit meinen Kochkünsten...
 
Tag 23:
 
Nach einem Saufgelage in der Methalle finde ich mich in der seltsamen Felsenstadt Markarth wieder! Angeblich habe ich im Tempel randaliert, den ich sofort reumütig aufgeräumt habe. Auf der Straße spricht mich ein Ermittler an, im Haus würde es spuken. Dass ich dort meine erste Bekanntschaft mit einem Daedra Fürsten machen würde, hätte ich nicht gedacht. Eigentlich will ich mit denen ja nichts zu tun haben.
 
Tag 30:
 
Nach einer Woche voller wirrer Quests und Aufständischen in Markarth bin ich wieder in Weißlauf. Ich kann ein Haus kaufen, was ich auch tue. Schließlich hat der letzte Monat voller Abenteuer gut Geld in die Kasse gespült. Ein wenig Einrichtung gibt es auch dazu. Ich erfuhr nebenbei sogar, dass ich jemandem volltrunken die Ehe versprochen hatte. Ich habe mich entschlossen erst einmal ein paar Tage hier zu bleiben um dann vor der Stadt mich mit der Armee des Jarl zu treffen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Sache mit den Drachen noch nicht ausgestanden ist.



Heiko meint:

Heiko

The Elder Scrolls V Skyrim ist etwas ganz Besonderes. Deshalb hielt ich es auch nicht für angemessen, das Spiel im üblichen 08/15 Test abzureißen. Der Titel hält alles, was ich mir in den letzten Jahren erhofft hatte. Umfang, Gameplay, Optik, Stimmung. Das alles ist ein schmückendes Beiwerk zum Hauptaspekt,  warum Bethesda es wieder einmal schafft, Gamer aus der ganzen Welt dazu zu bringen, dem realen Leben für Wochen "lebenwohl" zu sagen. Man findet sich in einer kompletten Welt wieder, in welche man abtaucht. Ich fühle mich nun für die nächsten Monate nicht nur als PR-Manager der in Solingen lebt, nein ich bin auch Hexe in Himmelsrand, saufe, organisiere mein Leben und erlebe Abenteuer. Das ist ein unvergleichliches Gefühl, welches nur wenige Spiele über längere Strecken vermitteln können. Das ist der Grund warum eigentlich jeder Skyrim im Regal haben sollte. Zumindest wenn er es verkraften kann, in zwei Personen zu existieren. 

Positiv

  • gigantischer Umfang
  • saugt den Spieler völlig in die Welt ein
  • technisch sauberer als der Vorgänger

Negativ

  • kann zu Verlust von Sozialkontakten im realen Leben führen
Userwertung
9.6 19 Stimmen
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Forum
  • von Phill XVII:

    Die ONE Version habe ich nun auch. Jetzt fehlt mir noch die Switch Version und ich habe endlich alle zusammen. ...

  • von Phill XVII:

    Wie ich immer und immer wieder im Hauptmenü feststecke und dem Dragonborn Song zu lauschen. ...

  • von Phill XVII:

    Ich werde mir demnächst mal Enderal anschauen. Klingt sehr cool.

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