G7000

Das G7000, in Europa häufig Videopac genannt, war eine von der niederländischen Firma Phillips im Jahr 1978 veröffentlichte Spielkonsole. Die Besonderheit bestand in einer integrierten Folientastatur, welche Möglichkeiten für komplexere Spiele bot. So gab es eine kleine Auswahl an Videospielen, die zusammen mit einem Spielbrett und Spielsteinen ausgeliefert wurden und einen Hybrid zwischen Brett- und Videospiel darstellten. Diese sind mittlerweile nur schwer zu bekommen und besitzen hohen Sammlerwert. In Amerika wurde die Konsole vom Tochterunternehmen Magnavox unter dem Namen Odyssey2 vermarktet. Die meisten Spiele waren an bekannte Hits von Atari angelehnt, konnten aber technisch nicht mithalten. Von Drittherstellern kamen nur wenige Veröffentlichungen, vorrangig von Parker. Dies war auch der Grund für das Schattendasein des G7000 gegenüber der Konkurrenz. Neben einer seltenen Revision mit eingebautem Bildschirm (G7200) erschien ein verbesserte Version der Philips Konsole (G7400) bei der manche Spiele erweiterte grafische Features hatten. Zu den bekanntesten Spielen für das G7000 zählen Killer Bees und KC Munchkin.

Game Gear

Als Konkurrenz zum GameBoy von Nintendo veröffentlichte SEGA 1990 den Game Gear: ein tragbares Master System mit verbauter Z80-CPU. Trotz Farbdisplay inkl. Hintergrundbeleuchtung und besserer Soundausgabe blieb der Erfolg aus. Der hohe Batterieverbrauch, der teure Preis und Software-Mangel gelten als Hauptgründe. Ein Konverter (Master Gear) erlaubte die Nutzung von Master System-Spielen. SEGA stellte die Produktion des Game Gear 1997 ein. Verkaufte Einheiten: ca. 11 Millionen weltweit.

Game Park Inc.

Game Park war ein südkoreanischer Hardware Hersteller, der im Jahr 1996 gegründet wurde. 2001 veröffentlichte das Unternehmen den Handheld GamePark32 (kurz: GP32) und 2002 wurde ein EU-Launch angekündigt, der aber später gecancelt wurde. Dennoch errang das Gerät durch seine Open Source Politik eine gewisse Popularität. 2005 verließen einige Mitarbeit die Firma im Streit um die Zukunft und gründeten GamePark Holdings, um den GP2x Handheld zu veröffentlichen. Game Park selbst kündigte einen GP32 Nachfolger namens XGP an, veröffentlichte diesen aber niemals und muss 2007 Insolvenz anmelden.

Game.com

Der game.com war eine 1997 erschienene Handheldkonsole der Firma Tiger Electronics, die sich bereits mit zahlreichen lizenzierten LCD-Spielen einen Namen gemacht hatte. Allerdings war dem game.com kein Erfolg beschieden. Obwohl Tiger eine Vielzahl guter Ideen integrierte, die ihrer Zeit voraus waren. Der Handheld bot einen LCD-Touchscreen, der mit einem passenden Stift bedient werden konnte. Außerdem verfügte er über zwei Cartridge Slots und einen Anschluss für ein 14,4-kBit-Modem. Bei den Spielen setzte man vorrangig auf große Namen wie Duke Nukem 3D, Sonic oder Resident Evil 2. Jedoch hatten diese mit den Vorlagen nicht allzu viel gemeinsam, weshalb der game.com ein Schattendasein fristete.

GameBoy

Der Game Boy ist ein 8-Bit-Handheld, entwickelt, produziert und vertrieben von Nintendo. Das Gerät wurde durch vier AA-Batterien betrieben und konnte Spiele in Schwarz/Weiß darstellen. Das Gerät kam am 28. September 1990 in den europäischen Handel und erschloss Handhelds den Massenmarkt. Zu den bestverkauftesten Spielen zählen: Tetris (30.26 Millionen, lag den ersten Geräten bei), Pokemon Rot und Blau (23,64 Millionen), Super Mario Land (18,06 Millionen), Pokemon Silber und Gold (23 Millionen) und Super Mario Land 2 (11,09 Millionen)

GameBoy Advance

Der Game Boy Advance (kurz GBA) ist ein 32-Bit Handheld, entwickelt, produziert und vertrieben von Nintendo. Das Gerät kam am 22. Juni 2001 in den Handel und verkaufte sich weltweit über 81 Millionen Mal. Das Gerät war abwärtskompatibel zum Game Boy und dem Game Boy Color. Zu den bestverkauftesten Spielen zählen: Pokemon Rubin und Saphir (13 Millionen), Pokemon Feuerrot und Blattgrün (11,82 Millionen ), Pokemon Saphir (6,32 Millionen), Super Mario World: Super Mario Advance 2 (4,179 Millionen), Super Mario Advance (3,938 Millionen)

GameCube

Der GameCube (Arbeitstitel: Dolphin) ist die Nachfolgekonsole des N64. Als erste Spielekonsole von Nintendo spielt der GameCube optische Datenträger ab. Diese sogenannten Mini DVDs fassen bis zu 1,6 GB an Daten. Umfangreiche Spiele wie Resident Evil 4 wurden auf zwei Datenträgern ausgeliefert. Technisch der Playstation 2 überlegen, verlor der GameCube dennoch den Kampf. Ab 2004 knickten die Verkaufszahlen innerhalb weniger Monate ein. Ein Großteil der GameCube-Spiele veröffentliche Nintendo später in überarbeiteter Form für die Wii. Darunter Mario Power Tennis, Metroid Prime 1+2 und Pikmin 2. Beliebte Spiele: Fire Emblem: Path of Radiance, Mario Kart: Double Dash!, Star Fox Adventures, Star Wars: Rogue Squadron 2, Super Mario Sunshine, The Legend of Zelda: The Wind Waker. Empfehlenswertes Zubehör: Wavebird Controller, Memory Card, RGB-Kabel. Eu-Release: 03. Mai 2002. Verkaufte Einheiten: ca. 21,72 Millionen.

GP2x

Der GP2x ist ein Open-Source Handheld mit einem auf Linux basierendem Betriebssystem. Das Gerät wurde 2005 von der südkoreanischen Firma GamePark Holdings herausgebracht. Das Gerät war von Anfang an sowohl für Homebrew-Entwickler als auch kommerziele Entwickler bestimmt, auch wenn die Zahl der kommerziellen GP2x Spieleveröffentlichungen äußerst gering blieb. Meist wurde das Gerät als Multimedia Player oder für die Emulation klassischer Spielkonsolen wie SNES, Mega Drive & co. verwendet.

Gremlin

Gremlin Interactive, auch bekannt als Gremlin Graphics, war ein britischer Softwareentwickler und Publisher, der hauptsächlich im Heimcomputermarkt tätig war. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet und hatte seine ersten Hits zur Zeit der 8-Bit-Rechner, wie dem Spectrum, CPC und C64. Bekannt wurde das Spiel unter anderem für Spiele wie Zool oder Actua Soccer, dem ersten Fußballspiel in 3D. 1996 kaufte das Unternehmen DMA Design auf, übernahm sich jedoch und wurde 1999 von Infogrames aufgekauft und in Infogrames Sheffield House umgetauft. 2003 wurde das Studio endgültig geschlossen.

Hudson Soft

Hudson Soft war ein japanisches Unternehmen für elektronische Unterhaltung. Es wurde 1973 gegründet und beschäftigte sich ursprünglich mit Produkten für PCs. Erst später begann Hudson Soft sich auch auf Videospiele zu konzentrieren. Das Unternehmen entwickelte nicht nur Software, sondern brachte auch die PC Engine auf den Markt. Beim Börsengang von Hudson Soft im Jahr 2000 kaufte Konami einen Großteil der Anteile, ab 2005 besass Konami die Mehrheit. Dennoch operierte Hudson weiterhin eigenständig. Dies ändere sich im Jahre 2011, als Hudson Soft vollständig von Konami aufgekauft wurde und im Jahre 2012 integriert wurde. Dies war das Ende von Hudson. Bekannte Hudson Soft Spiele sind unter anderem die Bomberman Games und die Bonk Serie.

Imagic

Imagic war ein Entwickler und Publisher, der im Jahr 1981 von ehemaligen Atari Programmierern gegründet wurde. Imagic veröffentlichte Spiele unter anderem für das Atari 2600, Mattel Intellivision und das Colecovision. Mit wegweisenden Games wie Demon Attack, Atlantis und Cosmic Ark avancierte Imagic bereits nach kurzer Zeit zu einem der erfolgreichsten Third Party Entwickler neben Activision. Vor allem auf dem Intellivision schuf man unvergessliche Spiele wie Microsurgeon und den Donkey Kong Klon Beauty and the Beast. Mit dem Videospielecrash 1983 war auch die Geschichte von Imagic vorüber und die Firma löste sich auf.

Infogrames

Infogrames, auch Infogrames Entertainment SA war ein fränzösischer Hersteller von Videospielen. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet. Im Laufe der Zeit kaufte Infogrames viele Firmen auf, wie beispielsweise GT Interactive oder später Atari. Trotz vieler Aufkäufe und gleichzeitiger Verkäufe diverser Studios oder Spielereihen an andere Firmen war Infogrames im neuen Jahrtausend nie richtig profitabel. 2009 benannte man sich in Atari um und der Name Infogrames verschwand. Zu den bekanntesten Spielen der Firma gehören Alone in the Dark, RollerCoaster Tycoon oder Civilzation III.

Intellivision

Die Intellivision Konsole von Mattel war der erste große Konkurrent der Videospielgeschichte. Nachdem das Atari 2600 quasi die Alleinherrschaft im Konsolenbereich innehatte, wollte Mattel mit ihrer Wunderkonsole vom großen Kuchen ein Stück abbekommen. Trotz der knapp 70 offiziellen Veröffentlichungen hatte man aber nur einen bescheidenen Erfolg, woran hauptsächlich der Controller schuld war. Dennoch hat das Intellivision selbst heute noch einige Fans und es erscheinen auch hin und wieder neue Spiele für diese Konsole, auch wenn diese sehr rar gesäht sind.

Interplay

Interplay ist ein amerikanischer Videospielentwickler und Publisher. Das Unternehmen wurde 1983 von Brian Fargo als Interplay Productions gegründet. Zu den bekanntesten Spielen des Unternehmen gehören die originalen Fallout-Spiele, Baldurs Gate oder Descent. Das Unternehmen wurde 2001 vom französichen Publisher Titus Interactive aufgekauft. Allerdings musste der Käufer 2005 die Pforten schließen, was jedoch nicht das Ende von Interplay bedeutete. Um an Geld zu kommen verkauften sie Bethesda Softworks das Fallout-Franchise, behielten sich jedoch die Rechte an einem Fallout MMO, dass später begonnen, aber wieder eingestellt wurde. Seitdem brachte Interplay hauptsächlich Neuauflagen bekannter Games heraus.

INTV Corp.

Nachdem Mattel mit dem Videospielcrash 1983 ihre Videospielabteilung offiziell auflöste, organisierten sich die ehemaligen Spieleentwickler und gründeten kurzum ihre eigene Firma unter dem Namen INTV Corp. Sie kauften die Rechte an der Intellivision Konsole und den Spielen und übernahmen fortan den Vertrieb. Mit dem Intellivision III entwickelte man sogar eine verbesserte Revision der Urkonsole und auch die Spiele zählen zu den hochwertigsten auf dem System. Darunter Weiterentwicklungen der beliebten Sportspielreihen sowie völlig neue Spiele wie Thin Ice oder Thunder Castle. Selbst die beiden AD&D Adventures bekamen mit Tower of Doom einen inoffiziellen Nachfolger.

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