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Super Ghouls 'n Ghosts im Test

SNES
Wenn es von etwas nicht zuwenig auf dem SNES gab, dann waren das Jump'n'Run Perlen. Und genau so ein Spiel ist Super Ghouls 'n Ghosts. Manch Veteranen unter euch wird der tapfere Ritter Artur kein Unbekannter sein, eroberte er denn bereits mit Ghost'n'Goblins in den 80ern die Arcadehallen und Homecomputer (allen voran den C-64) und zog viele Spieler in seinen Bann. Seinerzeit waren Grafik, Sound und Atmosphäre auf so einmaligem Niveau, daß die Konkurrenz erstmal nur von Neid erblasst nach Luft schnappen musste.

Nachdem sich das SNES langsam auf dem Markt etablierte entschied man sich bei Capcom die gerade erschienene Automatenversion des neuen Abenteuers Ghouls'n Ghosts auch auf Nintendo's SNES zu konvertieren. Allerdings hatten die Spiele der Reihe immer einen ganz großen Haken, der viele, gerade unerfahrenere Spiele abschreckte - der fast schon astronomisch hohe Schwierigkeitsgrad.

Die Hintergrundgeschichte ist wahrlich nicht mehr Hitverdächtig, aber das 'Rette-die-Prinzessin' Szenario war damals noch halbwegs aktuell. Wer Lust hat kann sich diese Geschichte also in Form eines schönen Intro's ansehen oder aber gleich Rüstung anschnallen und sich in das 7 Level umfassende Abenteuer stürzen.
 

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'Zu Beginn treiben wir uns am Friedhof rum...'


Und nein, das ist nicht wenig - denn ihr werdet wohl auch erst nach mehreren Anläufen das erste Level meistern können. Leider ist euer strahlender Held nämlich eigentlich nicht gerade Superman, was bedeutet das er nach einem Treffer erst seine Rüstung, und bei einem weiteren sein Leben verliert. Zu allem Unglück kommen aber unbegrenzt Untote von Links nach Rechts ins Bild gehuscht oder graben sich sogar samt Sarg aus der Erde nach oben.

Glücklicherweise steht ihr den Bösenwichten nicht unbewaffnet gegenüber und verfügt zu Beginn über eine einfache, aber nichtsdestotrotz effektive Lanze in unbegrenzter Stückzahl. Diese lässt sich ganz gut über den Bildschirm schleudern um Zombies recht frühzeitig von der Sinnlosigkeit ihres Unterfanges zu überzeugen. Im weiteren Verlauf des Spiels findet ihr dann in Kisten oder bei erledigten Gegner schonmal andere Waffen, wie beispielsweise Bögen, Dolche etc. etc.
Schon damals hatte jeder bei dem Game seine Lieblingswaffe und gab den Unholden am liebsten mit seinem Favoriten den finalen Schuß.

Paßwörter oder gar Speicherstände sucht man leider vergeblich, so daß ihr bei jedem Neustart wieder von vorne beginnen müsst. Gerade bei einem Spiel mit so hochgeschraubtem Schwierigkeitsgrad wäre das doch wünschenswert gewesen.
 

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'Die oftmals sehr großen Endgegner verlangen viel Können...'


Auch zur Präsentation in Sachen Grafik & Sound möchte ich ein Wort verlieren. Grafik und Sound machen nämlich selbst heutzutage noch einen hervorragenden Eindruck. Gerade die Kombination, aus düstren Melodien gepaart mit der dunklen Grafik schafft eine wirklich gute Atmosphäre.

Trotz des fast schon unmenschlichen Schwierigkeitsgrades gehört das Modul zu den besten was das SNES in Sachen Jump'n'Run zu bieten hat. Den Gamern unter euch die mal auf der Suche nach einer echten Herausforderung sind, ist das Modul wärmstens ans Herz zu legen. Diese dürfen bei der Spielspaßwertung auch noch 3 Punkte dazu addieren. 'Normalspieler' werden allerdings aufgrund des anspruchsvollen Gameplay zu schlucken beginnen. Nur allzu schnell kommt schonmal Frust auf, zumal Rücksetzpunkte in den einzelnen Leveln auch komplett fehlen.

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