Resident Evil im Test

PlayStation1Saturn

Schon früh gab es immer wieder Versuche Gruselflair mittels des Medium Videospiele zu übertragen. Angefangen mit Text-Adventures der frühen 80er Jahre über erste 3D Version wie Alone in the Dark. Ein Spiel revolutionierte das Genre jedoch grundlegend und schuf das Fundament für eine der bis heute erfolgreichsten Videospielserien: Resident Evil.

Resident_Evil_8Die Story liefert eine verschwundene Spezialeinheit in den Wäldern um Raccoon City. Was macht man als Kommandant, wenn man eine Spezialeinheit verloren hat? Man schickt die Nächste zum Nachsehen. Als Mitglied des Bravo Teams findet man den abgestürzten Hubschrauber von Team Alpha, wird aber von Kampfhunden attackiert und flüchtet sich in ein ... leerstehendes Herrenhaus. Genau, so ein Zufall auch. Jedenfalls gibt es in diesem Haus wesentlich mehr als verstaubte Gemälde und antike Kommoden, aber ich werde meine Zunge in Zaum halten und nicht Spoilern.

Der Spieler nimmt wahlweise als Jill Valentine oder Chris Redfield an der Erkundung des Hauses und seiner Umgebung teil. Beide Charaktere erfordern jeweils ein unterschiedliches Vorgehen, da Chris z.B. weniger Items tragen kann und zu Beginn nur ein Messer bei sich trägt. Auch verläuft die Story anders, Gegenstände befinden sich an anderen Plätzen und man trifft unterschiedliche Charaktere. Dadurch lohnt sich auch ein zweiter Durchgang definitiv. Wobei Jill Valentine die leichtere Variante darstellt, wobei „leichtere“ nicht mit „leicht“ verwechselt werden sollte - der Schwierigkeitsgrad ist auf PSone und SEGA Saturn durchaus gehoben.

Spielerisch gibt sich Resident Evil als klassisches 3D Action-Adventure. Sowohl actionreiche Momente wie die Echtzeitkämpfe als kleinere Rätseleinlagen müssen erfolgreich gelöst werden. Dabei heizt nicht nur die perfekt abgestimmte Musikkulisse mit minimalistischen Tönen und plötzlichen Schockern die Stimmung an, sondern auch das Gefühl, ständig an die Wand gedrückt zu werden. Munition ist begrenzt, ebenso wie Farbbänder zum Abspeichern eines Spielstandes an gefundenen Schreibmaschinen. Die Kamera zeigt Gänge und Räume immer nur aus einem festen Blickwinkel, der bewusst so gewählt wurde, dass man nicht immer alle Details sieht.  Dadurch ist man konstant zu Konzentration und klugem Einsatz der Ressourcen gezwungen, was zusätzlich Spannung aufbaut. („Jetzt bloß keinen Fehler machen!“)

Resident_Evil_11Als Resident Evil im Jahr 1996 zunächst exklusiv für die Playstation erschien, war die grafische Darstellung des frei begehbaren Herrenhauses in der dritten Dimension faszinierend. Mit den Jahren stiegen die Ansprüche und heute ist die pixelige Darstellung übelst angestaubt und man erwischt sich beim Gedanken, wie man DAS jemals fotorealistisch einstufen konnte!? Entwickler Capcom schien ebenso zu empfinden und veröffentlichte im Jahr 2002 ein GameCube Remake mit überarbeiteter Grafik und Gameplay, mehr dazu im Resident Evil GameCube Review.

Noch ein Wort zu den Unterschieden zwischen Resident Evil PSone und SEGA Saturn: Die SEGA Fassung erschien ein Jahr später und ist inhaltsgleich. Die enthaltenen Videos wirken etwas pixeliger als auf der PSone. Dafür gibt es SEGA Saturn exklusiv Bonusräume voller Waffen und Gegner, die man nach dem Durchspielen freischaltet. Zwar sind die Charaktermodelle grober aufgelöst, dafür sehen aber die Hintergründe besser aus und die Ladezeiten sind kürzer. Jill und Chris verfügen zudem über zusätzliche Outfits. Und wer Resident Evil auf dem Saturn uncut spielen will, der greift zur japanischen Version namens "Biohazard". Viel Spaß!




Sebastian meint:

Sebastian

Für mich bleibt Teil 1 das ungeschlagene Highlight der Serie. Story, Atmosphäre, Gameplay - nie mehr zog mich „Survival Horror“ derart in seinen Bann. Vor Schreck fiel mir damals der Controller aus der Hand - etwas, das mir nie vorher und nie mehr nachher passierte. Übrigens gibt es für die PSone noch eine Directors Cut Version mit neuen Kameraperspektiven und Items.

Positiv

  • Fesselndes Gameplay
  • Sehr atmosphärisch
  • Zwei Charaktere

Negativ

  • Teils Frustmomente
  • Veraltete Pixeloptik
Userwertung
9.1 21 Stimmen
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9.1
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Forum
  • von stoka:

    Grandioses Spiel! Unvergesslich die ganzen Spielestunden die ich mit dem Spiel verbracht habe. Gehört zu dem Spielen die ich am häufigsten durchgespielt habe.

  • von Hazuki-san:

    Haunebu86 schrieb: Vom Ur Resi ist der DS Port vielleicht der beste. Finde ich auch, besonders geil: man kann die türen überspringen und ist gefühlt nach ner Stunde durch. ...

  • von Rosalina:

    Schöne Sammlung RevoX81 ...

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