Streets of Rage im Test

Mega Drive

Um dem herannahendem Super Nintendo mit seinen exklusiven Capcom-Umsetzungen in diesem Genre Paroli bieten zu können, entschied man bei SEGA, einen entsprechenden eigenen Titel zu programmieren. Und man kann nur dankbar sein, dass Capcom zu damaliger Zeit seitlich scrollende Prügler á la Final Fight den SEGA-Spielern vorenthielt. Denn so wurde dem MegaDrive ein eigenes Spiel beschert, der den Genrekonkurrenten in nichts nachsteht......und sie in vielerlei Punkten sogar übertrifft!

Streets_of_Rage_11Die eher nebensächliche Story ist genretypisch nicht einfallsreich, aber was soll´s bei einem Prügelspiel!? Eine Stadt verfällt unter dem Joch eines Syndikatsbosses immer mehr. Selbst hohe Politiker und Teile der Polizei sind in seiner Hand und so kann niemand mehr sicheren Weges die Stadt durchqueren. 3 Polizisten, namentlich Adam Hunter, Blaze Fielding und Axel Stone, verlassen die meist bestochenen Kollegen, um auf eigene Faust die Ordnung wieder herzustellen...

Beim Austritt aus der Polizei mussten Eure Recken natürlich Ihre Waffen abgeben und so begebt Ihr Euch unbewaffnet in die Streets of Rage. Jeder der Charaktere hat einige Techniken (Schläge, Tritte, Würfe und Kombinationen) zur Verteidigung parat. Im Vergleich zu den beiden Nachfolgern ist die Palette an Moves allerdings doch gering, so habt Ihr keinerlei Spezialattacken oder sonstigen schönen Schnickschnack ...

Ab und an könnt Ihr Kisten oder Telefonzellen zerstören und darunter einige Waffen finden. So ist es amüsant, einen Gegner per Hieb mit einer Bierflasche zu Boden zu strecken, sowie ein Messer oder Stahlrohr zu benutzen. Werdet Ihr getroffen, verliert Ihr diesen Gegenstand.

Streets_of_Rage_6Jeder der vielfältig gestalteten Gegenspiele (auch wenn manche zu oft auftauchen) muss je nach Stärke des Bösewichts mehrere Male niedergeschlagen werden, bis er »verschwindet«. Im ersten Teil der Serie wurde leider versäumt, den Gegnern einen Energiebalken zu spendieren. Ihr könnt die Schufte ebenso über Geländer oder in Baustellengräben in den Abgrund befördern.

Sollte sich Euer Balken durch gegnerische Treffer minimieren, ist es Zeit, nach Fresh-Ups Ausschau zu halten, die sich ebenfalls unter umherstehenden Tonnen u.ä. verstecken. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht besonders hoch, vor allem zu zweit ist man schnell durch.

Am Ende jedes der 8 Level erwartet Euch standesgemäß ein Endgegner, der einige Schläge und Tritte mehr einstecken kann, als der Normalo-Verbrecher. Zur Not könnt Ihr einmal pro Level - oder nach Aufnahme eines entsprechenden Items - Eure verbleibenden Freunde von der Polizei herbeirufen, die per Bazooka eine Salve Napalm oder Raketen auf die im Screen befindlichen Schergen feuert und diese somit eliminiert ...

Im Gegensatz zu Final Fight auf dem SNES bekam man hier einen superben 2-Spieler-Modus spendiert. Damit fängt der Spaß erst richtig an. Komischerweise kann der zweite Spieler seinen Charakter nicht auswählen. Zudem muss man sich gut absprechen, welcher Spieler einen finalen Schlag ansetzt, da davon unter anderem abhängt, ob man ein Extra-Leben erhält bzw. den Level überlebt.

Streets_of_Rage_9Die Grafik war schon zum Release 1991 nicht beeindruckend, genügt aber den Ansprüchen des Spiels. Die drei Helden sind allesamt etwas klein geraten, vor allem im Vergleich zu anderen Genrekollegen. Die Level an sich sind abwechslungsreich gestaltet und begleiten angenehm die Action.

Die Musik wiederum gehört zur Spitzenklasse, da Altmeister Yuzo Koshiro (komponierte u.a. auch die Stücke zu Shinobi, Actraiser, Shenmue) Hand anlegte. Der Mix aus Techno- und Rockeinlagen passt hervorragend zum Geschehen. Die Soundeffekte hören sich allerdings etwas komisch an und hätten besser gestaltet werden können ...




Jörg meint:

Jörg

Unabdingbarer Pflichttitel für jeden Mega Drive Besitzer, jedoch mit einigen Schwächen, die in den Nachfolgern behoben wurden. Wer Streets of Rage nicht kennt, verpennte die Geschichte SEGAs!

Positiv

  • Spitzenmusik
  • Abwechslungsreiche Level
  • Toller 2-Player Koop Modus

Negativ

  • Merkwürdig Soundeffekte

Sebastian meint:

Sebastian
Ich stimme Jörg voll zu. Mag das Spielprinzip noch so simpel und die Grafik noch so altbacken sein - verdammt nochmal, aber es macht Spaß! Dieses Modul solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen, vor allem wenn ihr gerne zusammen mit einem Freund eine Runde Mega Drive einlegt.
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Forum
  • von JasonX:

    Die Reihe kommt noch in meine Sammlung, durchspielen werde ich Sie noch Aber das ich Sie besser als Final Fight finden werde, das wage ich momentan noch zu bezweifeln. Aber mal schauen, das mit der Musik bei FF stimmt wohl, toll habe ich Sie auch nicht in Erinnerung, aber das Gameplay und das...

  • von 108 Sterne:

    Also ich finde Streets of Rage bereits ab Teil 1 besser als Final Fight. Und beide Reihen finde ich besser als Golden Axe, denn das finde ich wiederum primitiv und monoton.^^ Was ich an Streets of Rage gegenüber Final Fight bevorzuge ist vor allem die Atmosphäre. Der grafische Stil (wobei SoR 1...

  • von Slainte:

    Kann man auch nicht vergleichen. ...

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