Panzer General im Test

PlayStation1
Als Konsument von älteren Videospielen ist man es ja gewohnt, dass man von seinen Freunden manchmal schief angeschaut wird, wen man sich mit vermeintlich überholter Technik abmüht, nur weil das Gameplay so fasziniert. Dies ist natürlich ein Fehlschluss unserer ignoranten Bekanntschaft! Denn bei den geliebten Klassikern stimmt neben dem Gameplay natürlich auch die technische Darbietung bis ins Detail! Und genau deshalb, muss ich leider in diesem Test von einem hochgelobten Genre-König trauriges berichten: Er hat keinen Spaß gemacht.

Schlechte Auflösung und sinnlos eingestreut - die Zwischensequenzen

Bei Panzer General (PSX) klafft nach meiner Dafürhalten nämlich leider eine große Lücke zwischen dem Gameplay (rundenbasiertes Strategiespiel) und der Darbietung (frühe PSX-Ära) von diesem. Gameplaytechnisch wird bei Panzer General einiges geboten und nicht umsonst wird es von vielen Rundenstrategie-Fans in einem Atemzug mit Master of Orion, Jagged Alliance und Battle Isle genannt. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Wehrmacht-Generals und steuert je nach Kampagne/Szenario Militäreinheiten über ein virtuelles Europa der Jahre 1939 bis 1945 (später auch Nordafrika und naher Osten). Die Landstriche sind hierbei in das bekannte hexagonale Spielfeld eingeteilt. Ziel ist es häufig innerhalb einer bestimmten Anzahl von Zügen ein oder zwei Städte des Gegners einzunehmen.


Militäraction à la Rundenstrategie

Ein Einsatz verläuft so, dass der Spieler seine Einheiten setzt und mit diesen nun versucht den Gegner anzugreifen. Die Aktionen der Einheiten werden durch Eigenschaften wie Wetter, Treibstoff und Umgebung (Ebene, Wald, Straße, etc.) eingeschränkt.

Bei vorhandenem Kapital können auch innerhalb der Einsätze in Städten neue Einheiten gebaut werden. Dadurch, das verbliebene Einheiten in neue Einsätze übernommen werden und man mit gutem Abschneiden besondere Einsätze freischalten kann, kann der Spieler eine positive Bindung zu seinem Einheitenverband aufbauen und so gewinnt die Kampagne deutlich an Charme.


Auf der Playstation ist der Überblick leider sehr eingeschränkt.

Für die PC-Version würde hier der Test im Grunde enden und Strategiefans wäre der Titel ans Herz gelegt worden. Für die PSX-Portierung gilt dies leider nicht. Wie bereits angesprochen, sind die visuelle, akustische sowie technische Umsetzung leider heute ein großer Spaßkiller (In meinen Augen auch damals schon). Panzer General ist geradezu typisch für die erste Generation von Strategiespielen auf der Playstation. Die Auflösung und Farbgebung stehen in keinem Vergleich zur PC-Version. Die Kartenausschnitte sind winzig und die Einheiten große hässliche Brocken. Verbunden werden die Einsätze mit unkommentierten und unpassenden kleinen Videos aus dem zweiten Weltkrieg. Und bei alle dem dauert jeder Interaktion gefühlte Jahrzehnte. Menüs öffnen, Runden beenden, alles zieht sich wie Kaugummi und ist zudem mit dem Pad leider unglaublich umständlich.

Vielen Dank an Carsten H. / Pandemonium für die freundliche Bereitstellung des Musters

Team meint:

Team

Panzer General ist jedem Rundenstrategie-Fan ans Herz zu legen. ABER bitte nicht auf der Playstation! Allenfalls als Mahnmal für die vielen schlechten Umsetzungen zwischen 1995 und 1996...Für seine Zeit bietet das Spiel jedoch eine sehr motivierende Kampagne und ein relativ simples und doch sehr komplexes Gameplay. Für sich genommen war Panzer General für das Genre deshalb mit prägend und gehört als Windows-Version eindeutig in die Regale von Strategiefans.

Positiv

  • Motivierende Kampagne
  • Zeitloses Gameplay
  • genre-prägender Titel

Negativ

  • Umständliche Steuerung
  • Lange Ladezeiten
  • schon damals schlechte Optik
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Panzer General Daten
Genre Strategie
Spieleranzahl 1 - 2
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit seit 1995
Vermarkter -
Wertung 6
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