Naruto Shippuden: Ultimate Ninja 4 im Test

PlayStation2
Neben Dragonball und Pokemon ist Naruto definitiv eine der weltweit beliebtesten Anime- und Mangeserien. Solch ein Erfolg zieht natürlich auch Filme und vor allem Videospiele mit sich, die von Fans auch dankend angenommen werden, egal, wie gut oder schlecht sie sind. Bandai Namco geht mit ihrer Ultimate Ninja Serie bereits in die vierte Runde. Da Videospielfortsetzungen, im Gegensatz zu Filmfortsetzungen, meist immer ein Tick besser werden, hat Bandai Namco hoffentlich aus alten Fehlern gelernt. Ob sie es geschafft haben erfahrt Ihr in unserem Review!
Vor vielen Jahren griff ein unbezwingbares, neun-schwänziges Fuchsungeheuer das Dorf Konohagakure, oder auch kurz Konoha, an, doch dank Minato Namikaze konnte schlimmeres verhindert werden. Er opferte sein Leben, um das Monster im Körper seines eigenen Sohnes, Naruto, zu versiegeln, um die große Gefahr zu verbannen. Da die Dorfbewohner aufgrund der Tatsache, dass ein Dämon in Naruto lebt, vor dem kleinen Jungen Angst haben und ihn meiden, möchte Naruto der stärkste und mächtigste Ninja, oder auch Kokage genannt, werden, um von den anderen akzeptiert zu werden. Die Shippuden-Serie erzählt die Geschichte einige Jahre nach Narutos Training und ist erstmals auf der PlayStation 2 spielbar.


Diese präsentiert sich im Master Mode wie ein Action-Adventure. Alle Naruto-Neuzugänge können sich zudem den Hero Mode zu Gemüte führen, der Narutos Geschichte bis zu den Shippuden Ereignissen erzählt. Alle Prügel-Fans werden mit dem Free Battle Modus ihre Kräfte messen, während Sammler sich im Shop mit Gegenstände für ihre Collection eindecken. Doch beschäftigen wir uns erst mal mit dem Master Mode. Dieser erzählt von Narutos Training bei Pervy Sage. Nach einer von vielen Zwischensequenzen hat der Spieler Kontrolle über Naruto. Dieser lässt sich komplett frei in der 3D-Umbegung bewegen und dank einer Karte am oberen Bildschirmrand durch die Welt navigieren. Gleich zu Beginn wird die Steuerung auf englisch erklärt. Richtig gelesen. Auf englisch. Namco Bandai hat nicht daran gedacht, das Spiel für die jungen Naruto-Fans zu lokaliseren. Ob das Schulenglisch dafür reicht ist fraglich, doch richtige Naruto-Fans sollten dank der TV-Serie trotzdem Bescheid wissen, um was es geht. Auch weil die Körpersprache in den Zwischensequenzen ziemlich eindeutig ist.

Wie auch im Vorgänger bietet Naruto Shippuden: Ultimate Ninja 4 ein Stufenaufstiegssystem, das sogenannte Action Level. Überall lassen sich kleine und große Schriftrollen finden, die dem Spieler Erfahrungspunkte geben. Richtig viele Punkte gibt es natürlich bei Kämpfen. Das Spiel schaltet hierzu in einen Battle Mode. Dieser präsentiert sich mehr als simpel, da genaugenommen nur ein einziger Knopf benötigt wird, um alle Widersacher auszuschalten. Dank Lock-On System wird der nächste Gegner anvisiert und muss nur noch mit drücken auf die Kreis-Taste solange verprügelt werden, bis er nicht mehr aufsteht. Noch nicht mal eine Richtungstaste wird benötigt, da Naruto den Gegner wegen des Lock-On Systems überall hinverfolgt. Zwischendurch kommt ein kleines Quick-Time-Event, in dem man schnell kurz eine andere Taste drücken muss, um mit Hilfe von Chakra, so etwas wie Magie oder auch Ki, eine Spezialattacke auszulösen. Von einem anspruchsvollen Kampfsysten kann man hier also nicht reden. Nach dem erfolgreichen Kampf gibt es, wie bereits angesprochen, Erfahrungspunkte. Sobald der Spieler genug hat, steigt Naruto ein Action Level auf und bekommt mehr Lebenspunkte, mehr Chakra oder auch eine neue Angriffstechnik.


Per Start-Taste wechselt man in Naruto’s Notebook. Hier findet man neben einer Übersichtskarte alle Infos zum aktuellen Action Level, sowie eine Liste aller Gegenstände, die man während des Abenteuers eingesammelt hat. Diese reichen von Heilmitteln und Tränken für Stärke und Verteidigung bis hin zu storyrelevanten Gegenständen. Mit gefundenem Geld lassen sich in Dörfern neue Items kaufen oder man spart es, um sich ausserhalb des Master Modes im Shop mit kollektiven Gegenständen zu versorgen.


Ebenfalls zu finden sind sogenannte Pieces of Memory. Mit diesen Erinnerungskugeln lassen sich im Hero Mode verschiedene Zwischensequenzen und Kämpfe aus Narutos Vergangenheit freischalten. Die Kämpfe haben hier, wie auch im Free Battle Modus, mehr was von einem richtigen Beat’em Up, auch wenn man merkt, dass die simple Kampfmechanik eher etwas für das jüngere und Prügel-unerfahrene Publikum ist. In einem 1 on 1 Duell stehen sich die Kontrahenten gegenüber und versuchen mit normalen Angriffen, Spezialangriffen mit simpler Tastenkombination und Ultimate Jutsus, besonders starke Spezialangriffe, die noch leichter auszuführen sind als Spezialangriffe, den Gegner auszuschalten. Das hat im entferntesten Sinne etwas von Street Fighter 4 mit seinen Super- und Ultra-Combos. Auch eine kleine Prise Super Smash Bros. ist vorhanden. Gelegentlich fallen verschiedene Items wie Ninja-Sterne und Bomben aus Bäumen oder vom Himmel, die sich einsammeln und auf den Gegner werfen lassen. Während im Hero Mode die Kampfbedingungen selbstverständlich vorgegeben sind, um die Story zu verfolgen, hat man im Free Battle Modus die Wahl, ob man gegen einen zweiten Spieler oder gegen die KI kämpft. Naruto-Fans freuen sich über die Masse an Charakteren - mehr als in jedem anderen Naruto-Spiel, nämlich 52 Charaktere - die über verschiedene Zeitepochen anwählbar sind. So kann beispielsweise der junge Naruto gegen den alten Naruto kämpfen. Dazu gibt es noch die Wahl, in welcher Umgebung gekämpft wird, wie lange der Kampf maximal laufen soll, wie schwer der Computergegner ist und wie viele Items vom Himmel fallen.

Was kann man technisch noch von der veralteten PlayStation 2 erwarten? Zumindest mehr als das, was uns mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja 4 geboten wird. Während die Dörfer noch bunt und halbwegs detailliert sind, sehen Gebirge und Höhlen sehr trist, langweilig und matschig aus. Dazu kommt noch, dass Kisten und Gegenstände, auch Personen erst auftauchen, wenn man in ihrer Nähe steht. Nimmt das Matsch-Gebirge soviel Rechenkraft weg, dass in der Ferne keine Kisten mehr dargestellt werden können? Die Charaktermodelle sind schön modelliert, doch besitzen sie arg limitierte Gesichtszüge. Das ist aber zu verschmerzen, da das dem Entwickler wohl klar war und in Zwischensequenzen die Kamera weit genug vom Gesicht weg oder auch verdeckt ist. Wer die letzten Naruto-Abenteuer auf der Xbox 360 oder PlayStation 3 gespielt hat, wird sich dreimal überlegen, noch mal in diese altbackend aussehende Welt einzutauchen. Aber es gibt auch positives zur Technik zu sagen. Die Zwischensequenzen sind sehr schön insziniert und lassen jeden Naruto-Fan das Herz höher schlagen. Die original englische Synchronisation passt sehr gut zu den Charakteren, auch die Soundeffekte sind direkt aus der TV-Serie und fügen sich so dem Gesamtbild prima ein.

Tobias meint:

Tobias

Es ist schon erstaunlich, dass immer noch Spiele für die alte PlayStation 2 entwickelt werden. Doch diese gehen leider im Technik-Wahn der heutigen Zeit unter. Vermutlich werden auch nur Fans des Ninjitsu-Künstlers ihre alte PlayStation 2 entstauben, um erstmals die Shippuden-Geschichten, leider nur auf englisch, nachspielen zu können. Das ist leider sehr schnell erledigt und die einzige Motivation weiterzuspielen sind die vielen freischaltbaren Charaktere für den Free Battle Modus, der mit seiner simplen Kampfmechanik auch nicht lang begeistern kann. Auch technisch hätte Namco Bandai auf jedenfall mehr machen können. Trotzdem wird der neue Ultimate Ninja Ableger für Naruto-Fanatiker der heilige Gral darstellen. Alle anderen schauen sich nach besseren Alternativen, wie die Ratchet & Clank Serie, um.

Positiv

  • Perfekt für Naruto-Fans
  • Viele freischaltbare Charaktere

Negativ

  • Veraltete Technik
  • Langweilige Kämpfe
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Naruto Shippuden: Ultimate Ninja 4 Daten
Genre -
Spieleranzahl 1 - 2
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 30. April 2009
Vermarkter Atari
Wertung 6.8
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neXGam YouTube Channel
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