Star Wars: Zero Company im Test

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Mit Star Wars – Zero Company gibt es für dieses Franchise wieder neues Singleplayer-Futter aus dem Hause EA.

Star Wars Zero Company neXGam 103Es ist irgendwie kaum zu glauben, dass man noch vor Jahren das Gefühl hatte, dass EA mit der Star Wars-Lizenz nichts anzufangen wusste, außer Multiplayer-Shooter voll mit Microtransactions herauszubringen. Seit damals hat sich einiges getan, so das man auch als Singleplayer in den Genuss von neuem Spielefutter aus einer Galaxie, weit, weit entfernt kam. Das geschah mit Jedi – Fallen Order und Jedi – Survivor. 

Und die Reihe setzt sich fort. Wenn auch dieses Mal mit einem eher ungewöhnlichen Game. Star Wars – Zero Company heißt dieses Spiel und wurde von Bit Reactor entwickelt. Das ist ein Spielestudio, das 2022 gegründet wurde und sich überwiegend aus Mitarbeitern zusammensetzt, die bei Firaxis Games gearbeitet haben. 

Das merkt man dem Game an, denn es lässt sich perfekt als ein Star Wars meets Xcom beschreiben. Das heißt, es ist ein rundenbasierendes Taktikspiel mit einem Top Down Look, wo du eine Gruppe aus bis zu fünf Figuren von Deckung zu Deckung schickst und dabei versuchen musst, die Missionsziele zu erfüllen. Dabei können Charaktere permanent sterben oder mit Verletzungen ausfallen.

Doch der Reihe nach. Das Game spielt im Jahr 19 vor der Schlacht von Yavin. Es herrschen die Klonkriege und es dauert nicht mehr lange, bis Palpatine die Macht endgültig an sich reißt und aus der Republik das Imperium macht. Bis dahin dauert es allerdings noch.

Star Wars Zero Company neXGam 17Du spielst den ehemaligen Kommandanten der Armee der galaktischen Republik Tesh Hawks. Dieser hat die Armee in Ungnade verlassen und seine eigene Söldner-Kompanie gegründet, mit der er diverse Aufträge erledigt. Doch zu Beginn des Games laufen die Geschäfte schlecht, weshalb er Schulden bei den Hutten hat. Dann ändert sich sein Schicksal, als er anfängt, für den Geheimdienst der Republik zu arbeiten. Für diesen spürt er einer sektenartigen Organisation nach, die sich die unendliche Spirale nennt.

Es ist eine spannende Story, die du hier im Laufe des Games nachspielst. Eine mit diversen Plottwists und Überraschungen. Aber ebenso eine, wo dir nach und nach die diversen Figuren ans Herz wachsen, die du steuerst. Denn überwiegend sind dies keine No-Name-Charaktere, sondern haben eine Historie.

So spielst du nicht nur Tesh Hawks, sondern ebenso Figuren wie die Geheimdienstoffizierin Jae Mordant oder die Tognath Jedi-Padawn Tel-Rea - oder, oder, oder... Jeder der Charaktere hat seine eigene Historie, seine eigene Spielweise und seine eigene Persönlichkeit. Weshalb es natürlich umso schmerzlicher ist, wenn sie auf Grund deiner Fehler unwiderruflich sterben.

Aber hier merkt man eben den Xcom-Einfluss. Du stehst in den Kämpfen unter permanenten Druck und jede Entscheidung hat Konsequenzen. Und wenn du Pech hast, triffst du genügend falsche, so das am Ende ein geliebter Charakter schlimmstenfalls ins Gras beißt.

Star Wars Zero Company neXGam 70Dabei haben die Figuren verschiedene Fähigkeiten, die du gut einsetzen musst. Sie haben standardmäßig drei Aktionspunkte, wobei Movement schon zwei kostet, je nachdem, wie weit du den Charakter bewegst. Ebenso kannst du Overwatch einstellen, so dass ein von dir festgelegtes Gebiet mit einer bestimmten Trefferwahrscheinlichkeit abgedeckt wird. Du kannst dir außerdem noch kostenlos Support von einem benachbarten Kameraden holen, was nützliche Konsequenzen hat. Und dann gibt es noch die charakterspezifischen Abilites. Hawx kann seine Schüsse, falls er Scharfschütze ist, präziser und tödlicher machen. Jae Mordant kann Streuschüsse absetzen, die ebenso nicht sehr lebensfreundlich sind. Und dann kannst du dich auch noch für Items entscheiden, die du mit dir führst. Entweder Heilitems oder Granaten oder etwas anderes. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Der Schwierigkeitsgrad zieht dabei gut an. Schon zu Beginn kannst du Missionen haben, die, wenn du dich dämlich anstellst, nicht sonderlich einfach sind. Und es oft genug vorkommt, dass deine Figuren kurz vorm Abnippeln sind, wenn du sie nicht rechtzeitig rettest. Aber diese enorme Herausforderung stört nicht. Sie sorgt im Gegenteil dafür, dass Game Spaß macht.

Spaß, der sich ebenfalls außerhalb der Missionen bemerkbar macht. Zentraler Hub ist der Den, wo du dich mit deinen Begleitern unterhalten, ihre Meinungen hören und dann auch noch alles andere machen kannst, was nötig ist. So kannst du verletzte Figuren auf die Krankenstation verfrachten, die zu Beginn allerdings nicht viel Platz hat. Ebenso kannst du Charaktere skillen und Abilities auswählen, die sie erhalten, wenn sie mit anderen Figuren interagieren. Auch Waffenkäufe und Upgrades der den an sich sind möglich.

Star Wars Zero Company neXGam 95Dabei agierst du innerhalb von bestimmten Zeiträumen, die Rotation genannt werden. Das heißt, du kannst an einem Tisch bestimmte Einsätze durchführen, die allerdings Informationen kosten. Es ist dir nicht möglich, alle Jobs zu erledigen, weshalb du gut auswählen musst, was du tust. Je nachdem, in welchem Sektor du aktiv bist, steigt dein Einfluss in diesem Gebiet und bei einigen Fraktionen. Außerdem erhältst du ab und an nützliche Items. Abschluss einer jeden Rotation ist dann eine Mission, wo sich eine von dir vorab festgelegte Crew aufmacht und anschließend das Taktik-Element zum Tragen kommt. Wobei du nicht immer sofort auf die Karte kommst, sondern manchmal in einer Thirdperson-Ansicht durch die Gegend läufst und dabei Informationen sammelst oder mit NPCs redest. Das macht ebenfalls Spaß.

Und doch erreicht das Game nicht das volle Spielspaßpotential. Denn hier muss man massive Abstriche machen. Die Steuerung ist manchmal sehr fummelig und unpräzise. Wenn ich beispielsweise eine Deckung aufsuchen will, brauche ich mehrere Anläufe, bis meine Figur die Position gefunden hat, mit der es am besten geschützt ist. Dann treten leider auch immer wieder leichte Ruckler auf, die auf Dauer nerven.

Doch am stärksten stören die Grafikprobleme. Auf der PS5 sind mir gleich mehrere aufgefallen. Da werden Schatten extrem stufig dargestellt oder Texturen erst verzögert geladen. Gleichwohl wird das Game fleißig gepatcht, so das es am Ende nicht komplett durchfällt. Aber diese Probleme sorgen doch für deutliche Spielspaßabzüge.

 

Götz meint:

Götz

Star Wars: Zero Company hätte das Potenzial zu einem echten Klassiker gehabt. Es macht vieles richtig. Es hat eine packende Story und Charaktere, die man liebgewinnt. Die Gefechte sind herausfordernd, ohne übertrieben unfair zu wirken. Und der den ist ein grandioser HUB. 

Weshalb die Fehler umso mehr schmerzen. Die unpräzise und fummelige Steuerung, die Rucker und die ganzen Grafikprobleme sorgen dafür, dass das Game viele Abzüge in der Endnote erhält. Und das ist schade.

Positiv

  • Spannende Story
  • Star Wars meets Xcom
  • Charaktere wachsen einem ans Herz

Negativ

  • Ruckler
  • Grafische Fehler
  • Fummelige Steuerung
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Forum
  • von Phill XVII:

    Klasse wenn man sowas wieder liest.https://www.eurogamer.de/star-wars-zero…or-zwangsurlaub...

  • von David202:

    Da habe ich voll Bock drauf....

  • von Phill XVII:

    Ersteindruck ist schon mal generell sehr gut. Sehr Spaßiges Game und die Star Wars Atmosphäre ist gut rübergebracht.Mein allergrößter Kritikpunkt sind eklige Textur PopUps die immer wieder auftreten (PS5). Sowas darf eigentlich nicht sein und ich hoffe die kriegen dass noch gepatcht....

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Star Wars: Zero Company Daten
Genre Strategie
Spieleranzahl 1
Regionalcode -
Auflösung / Hertz 4k
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2026-08-27 23:46:23
Vermarkter ElectronicArts
Wertung 7.5
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