Conan im Test

GameCubeXbox

Treue neXGam Community Mitglieder erinnern sich sicherlich noch an das Interview mit Conan Entwickler Cauldron. Marian Holler war persönlich in unserem Board zugegen, um Fragen live zu beantworten. Wir fassten das Gespräch in Form eines Interview Artikels mit Cauldron später zusammen. Nun ist Conan endlich erschienen und wir prüften den Titel auf Herz und Nieren.

Conan_2Im Nachlass eines Onkels entdeckte ich vor Jahren zwei Taschenbücher aus den 70ern mit dem Namen „Conan von Cimmeria“. Mein Interesse war eher gering, ich blätterte ein wenig darin umher, blieb dann aber doch hängen und fand die Bücher von Robert E. Howard wider Erwarten unterhaltsam. Gleiches will auch das Spiel erreichen. Deutlich von den Büchern und Filmen inspiriert, will Conan aber seinen eigenen Weg gehen.

Die Story erzählt von vielen geschlagenen Schlachten und entbehrungsreichen Tagen, nach denen Conan wieder in sein Heimatdorf zurückkehrt. Kurz davor überreitet ihn beinahe ein Kavallerie-Trupp - nicht weit vom heimatlichen Dorf entfernt. Als gerissener Barbar riecht Conan Lunte und eilt sofort heim. Doch er kommt zu spät. Alle Bewohner sind bereits massakriert worden und nur ein alter Mann kann dem heldenhaften Krieger Auskunft über das Geschehene geben, bevor auch er sich auf die Reise Richtung Schöpfer begibt. Keine Frage, ein waschechter Schlächter wie Conan hält sich nicht mit Sentimentalitäten auf, sondern greift stattdessen gleich zum Schwert!

Und nicht nur zu diesem, denn während des umfangreichen Abenteuers werden unterwegs ebenso diverse andere Waffen aufgegabelt z. B. ein Morgenstern oder eine Kampfaxt. Vielfalt beim Metzeln ist also gegeben, was auch notwendig ist, um das ansonsten recht lineare und monotone Gameplay aufzupeppen. Gegner findet ihr nämlich auf der Suche nach den Mördern eurer Sippe in Hülle und Fülle und neben feindlichen Soldaten und wilden Tieren warten immer wieder Ungeheuer auf einen Bezwinger.

Conan_6Für erledigte Feinde gibt es rollenspieltypisch Erfahrungspunkte, die im per Start zuschaltbaren Menü jederzeit in neue Combos und Fähigkeiten investiert werden. Selbst ein kampferprobter Barbar lernt nie aus! Ebenso warten kleinere Rätseleinlagen, die ihr während eurer Abenteuer löst. Diese sind allesamt recht altbacken und bar jeder Innovation, ich nenne an dieser Stelle einfach nur mal das altbekannte Schalter/Tür Rätsel (gähn...)

Gespeichert wird unterwegs problemlos mit Hilfe von heiligen Steinen, die ein wenig an die Farbbänder von Resident Evil erinnern. Für jeden Speichervorgang verbraucht ihr einen Stein, ihr tut also gut daran, die Teile nicht unnötig zu verschleudern.

Nettes Game Over Feature am Rande - wer ehrenhaft im Kampf einem Widersacher unterliegt, darf sich vor seinem Gott nochmal beweisen und bei mutigem Einsatz punktgenau auf die Erde zurück. Zeigt ihr euch jedoch unehrenhaft oder sterbt z. B. durch einen tiefen Sturz, so bekommt ihr nur den gewöhnlichen Spiel vorbei Screen zu sehen. Eine nette Idee der Programmierer diese Geschichte gut im Handlungsstrang zu verpacken.

Conan_4Auch auf der technischen Seite zeigt sich Conan von seiner besten Seite. Trotz der Herkunft (Multiplattform) des Titels besitzt der Barbar aus Cimmeria eine schöne Grafikengine, die über so einige ansehnliche Effekte verfügt. Namentlich seien an dieser Stelle nur mal die flackernden Fackeln oder äußere Wettereinflüsse genannt, welche die etwas »ungeschickte« Kameraführung verziehen machen. Und vor allem beim Sound kann Conan gut punkten. Keine Kosten und Mühen scheuend verpflichtete TDK mit Thomas Danneberg den deutschen Synchronsprecher von Arnold Schwarzenegger, der dem barbarischen Treiben mit seiner Stimme Leben einhaucht.

Übrigens dürfen nicht nur Einzelkämpfer ran - wer möchte darf auch mit einem Freund in die Welt Cimmerias eintauchen, allerdings leider nicht in Form eines kooperativen Story-Modus. Dies hätte dem Game die Krone aufgesetzt. So dürfen Spieler sich nur in einer Arena beharken und 1 versus 1 die Schädel einschlagen. Verspricht nicht wirklich Langzeitmotivation und wirkt etwas halbherzig.




Sebastian meint:

Sebastian

Zuerst war ich ein wenig skeptisch, ob mich Conan für GameCube länger als 1-2 Stunden fesseln kann. Trotz einige monotoner Abschnitte im Gameplay schaffte es Conan. Man darf nur keine feingeistige Unterhaltung erwarten. Wer sich mit Spielen dieser Art anfreunden kann, wird jedoch seine Freude haben.

Positiv

  • Super Game Over Idee
  • Deutsche Stimme von Mr. Schwarzenegger
  • Leichte RPG-Elemente

Negativ

  • Monotone Abschnitte
  • Alibi-Multiplayer

Götz meint:

Goetz
Conan der Barbar - Barbarisch nahm er mir Zeit. So viel, dass ich die Uhr übersah. Ich wollte das Review schon vor 5 Stunden fertig habe, doch nein ...  Da fesselt das Spiel und lässt mich die Zeit vergessen. *g* Dazu wird die Geschichte schön weitergesponnen, mit FMV Sequenzen wird man weiter durch das Geschehen geführt. Sowas aber auch.. der Titel machte mir viel Spass gemacht und erinnerte an alte Dreamcast Zeiten, als ich schon mal mit einem Schwert durch die Lande zog: Sword of the Berserk. Wer damals an diesem Game Spass fand, wird ihn hier ebenfalls wiederfinden. Auch wenn das eine mit dem andern nix zu tun hat, musste ich das noch ansprechen.

Conan Fans und Freunde des gepflegten Hack ´n Slay können hier bedenkenlos zugreifen. Ein optisch wie ebenso akustisch schönes Spiel erwartet Euch!

Zum Schluss verweisen wir für alle interessierten noch auf unser Interview mit dem Entwicklerteam, welches wir vor einigen Wochen LIVE in unserem Forum führten und zu einem kleinen Special zusammensetzten.
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Forum
  • von Civilisation:

    Kann der Thread bitte ins Multiforum verschoben werden? Das Spiel ist auch für die Xbox und PS2 erschienen, und der Review umfasst neben dem GameCube auch die Xbox-Fassung.

  • von Civilisation:

    Sebastian und Christian haben sich ins hyperborische Zeitalter begeben. Blutbeschmiert kamen sie zurück und berichteten von ihren Eindrücken. Conan Treue neXGam Community Mitglieder erinnern sich sicherlich noch an das Interview mit Conan Entwickler Cauldron. Marian Holler war...

  • von Black Sun:

    wenig, es ist halt Conan. Basiert aber nicht auf den Filmen sondern ist eigenständig. Imo ist das aber auch besser so. Man kann zwar keinen terminator steuern, aber dafür hat man mehr Abwechslung. Inwieweit es für Fans der Bücher etwas ist kann ich nur schwer sagen, da ich sie nie wirklich...

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