Super Mario Land 3: Warioland im Test

GameBoy

Nach dem sich die beiden ersten Teile der Super Mario Land Reihe innerhalb kürzester Zeit zu Verkaufsschlagern auf Big Ns Gameboy entwickelt hatten, entschied man sich bei der dritten Fortsetzung etwas Abwechslung in die Serie zu bringen und verzichtete nun auf Nintendos Maskottchen Numero Uno, Mario, als Hauptprotagonisten. Anstelle des pummeligen Klempners aus Bella Italia heißt es nun sich mit seinem bösen Pendant, Wario, durch die weiten Jump´n‘Run-Welten zu kämpfen.


Super_Mario_Land_3_Warioland_10Eine richtige Story hat das Spiel, ähnlich den Vorgängern, nicht wirklich. Wario landet auf einer mehr oder weniger unbesiedelten Pirateninsel und muss durch insgesamt 40 Levels springen und rennen. Am Ende wartet dann der fast schon obligatorische Boss-Kampf. Die einzelnen Levels sind wieder auf einer übersichtlichen Karte festgelegt, die es einem ermöglicht auch vorherige Level-Stufen erneut spielen zu können. Man beginnt am Strand der verlassenen Pirateninsel und kämpft sich von dort durch Grotten in eine Totenkopf-ähnliche Höhle am Gipfel des Inselberges, wo es dann zum Bossfight kommen wird.


Die Spielmechanik wurde im Großen und Ganzen von den Vorgängern übernommen. Wieder beginnt man die Levels als ‚Zwerg’ und kann sich durch das aufnehmen eines Items in einen ausgewachsenen Wario verwandeln. In den früheren Teilen war dieses Item ein Pilz, nun übernehmen diesen Part eine Reihe von Mützen beziehungsweise Helme. Anders als bei Super Mario Land unterscheidet man hier nicht nur zwischen groß und klein, sondern auch die Wirkung der Kopfbedeckung, die man aufnimmt.

 


Super_Mario_Land_3_Warioland_11So erhält man durch die Aufnahme teils recht brauchbare Eigenschaften. Wario bekommt zum Beispiel einen Stierhelm, welcher es ihm ermöglicht, dass man die Gegner noch leichter wegrempeln kann, oder eine Art Drachenmaske, welche ihn befähigt kurzeitig Feuer zu spucken. Ferner kann man die Fähigkeit erlangen, kurzzeitig zu fliegen, was sich aber mehr in einem horizontalen gleiten über Hindernisse wiederspiegelt. Die Gegner, die wieder zahlreich in den Level vertreten sind, werden erneut durch gezielte Sprung- beziehungsweise Gleitattacken besiegt.


Diese Attacken lassen sich jedoch nur ausführen, wenn Wario groß ist, also die entsprechende Kappe auf dem Haupt trägt. Wird man von Stacheln oder Gegnern getroffen schrumpft man wieder zusammen und muss solange vorsichtig sein, bis man wieder eine neue Kopfbedeckung eingesammelt hat. Wird man als ‚little Wario’ nämlich von Gegner oder Hindernissen getroffen, so muss man das ganze Level wieder von vorne beginnen, oder man hat schon den Zwischenspeicherplatz der Karte erreicht, von dem aus man dann wieder in das Geschehen einsteigt.

 


Super_Mario_Land_3_Warioland_12Neben dem Beseitigen der Gegner findet man teilweise auch recht nette Geschicklichkeitsaufgaben vor. Diese Episoden im Spiel beschränken sich zu meist nur darauf, irgendwelchen Krebsgetieren auszuweichen, indem man über unterschiedliche Holzplanken springt, oder man muss unter Wasser aufpassen, dass man Raubfischen nicht in die Quere kommt, um das ersehnte Ziel möglichst in einem Stück zu erreichen.

Mit ‚Ziel erreichen’ sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Sollte man trotz mehrerer Versuche das Ende einer Levelstufe nicht erreichen, sei es, weil man ständig an einem Gegner scheitert oder weil das Zeitlimit erreicht ist, hat man ja noch eine spezielle Anzahl an virtuellen Leben. Diese wertvollen Neugeburten erhält man durch das ständige Einsammeln von Münzen während des Spiels.

 

Super_Mario_Land_3_Warioland_13Um Geld und Schätze dreht sich das gesamte Spiel. Denn Wario ist kein Mario und dem schnöden Mammon nicht abgeneigt. Ziel ist nicht, die Prinzessin zu retten, sondern möglichst viel Cash zusammenzuraffen, um ein neues, möglichst großes Domizil für den „Helden“ des Spiels zu erlangen.

Man kann die Münzen zwischen den einzelnen Level-Stufen in nett gestalteten Mini-Games einsetzen, um noch mehr Zusatzleben oder Cash dazu zu gewinnen. Dabei handelt es sich um reine Glückspiele in der Manier eines Einarmigen-Banditen. Man muss selber abwägen, ob man das vorher erreichte einfach so riskieren will. Wenn man Glück hat, wird der Gewinn verdoppelt und das bis zu dreimal. Wenn man Pech hat, kriegt man ein Gewicht auf den Kopf und das Vermögen wird halbiert, ebenfalls bis zu dreimal.

 

Super_Mario_Land_3_Warioland_14Was soll man zum Sound und der Grafik eines Gameboy-Spiels von 1993 sagen? Grafisch ist es mehr als genügend, die Levels sind nett gestaltet und die Hintergründe unterstützen den Flair der verschiedenen Level-Ebenen. Was gut gelungen ist, sind die netten Charakterdesigns von Wario und seinen Kontrahenten.

Der Sound ist meiner Meinung nach sehr gut ins Spielgeschehen eingebunden und transportiert auch durch die mickrigen Gameboy-Lautsprecher einen gewissen Charme, der den Witz und die Atmosphäre, soweit man bei diesem Genre davon sprechen kann, sehr gut unterstützt. Je weiter man in die dunklen Welten der scheinbar doch nicht so verlassenen Pirateninsel vorstößt, umso schauriger werden die Melodien. Absolut passend und ideal inszeniert.

 

Die Steuerung ist eigentlich recht simpel aufgebaut. Mit dem Steuerkreuz bewegt man Wario, während man in je nach Belegung mit A oder B springen bzw. angreifen lässt. Aufgrund der gut gelungenen Kontrolle, stellen auch die heikelsten Sprungpassagen nicht wirklich eine Herausforderung dar und sind ohne weiteres zu bewältigen. Das Spiel selbst läuft absolut rasant und hat kaum Ladezeiten, dank Modultechnik. Drei freie Spielstände sind vorhanden, auf denen man seine Fortschritte abspeichern kann.

Felix meint:

Felix

Bei Super Mario Land 3: Warioland handelt sich um ein mehr als gelungenes Jump'n Run Spektakel auf dem wohl weit verbreitetesten Handheld überhaupt. Absolut empfehlenswert, aufgrund der nahezu perfekten Spielbarkeit. Die kurzen Level laden daher immer wieder zu einer Jump'n Run Session der aller feinsten Sorte ein. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Götz meint:

Götz

Warioland war für mich das Jump’n’Run für Nintendos Gameboy! Eine umwerfende Grafik, sehr detailliert und mit liebevollen Animationen. Eine ebenso gelungene Musik und eine Wiederspielbarkeit, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Ich muss gestehen, ich hatte damals erst dann das Modul beiseitegelegt, bis ich den maximalen Gewinn erreicht und jedes Geheimnis entdeckt habe.  Warioland war für mich das Jump’n’Run für Nintendos Gameboy! Eine umwerfende Grafik, sehr detailliert und mit liebevollen Animationen. Eine ebenso gelungene Musik und eine Wiederspielbarkeit, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Ich muss gestehen, ich hatte damals erst dann das Modul beiseitegelegt, bis ich den maximalen Gewinn erreicht und jedes Geheimnis entdeckt habe.

Dominic meint:

Dominic

Ich kann mich Felix nur anschließen. Die Grafik bietet allerfeinste Kost, die Musik hat Ohrwurmcharakter und die Level strotzen nur so von versteckten Elementen. Auch die Möglichkeit in jedem Level einen Schatz zu entdecken und somit eines der sechs verschiedenen Spielenden freizuschalten, motiviert immer wieder, das Modul in seinen Game Boy wandern zu lassen. Wer einen Game Boy sein eigen nennt, und nur einen Funken Interesse an Jump´n´Runs hegt, kommt an diesem Spiel nicht vorbei! 

Positiv

  • Super Grafik
  • Hohe Wiederspielbarkeit
Userwertung
9.025 8 Stimmen
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Super Mario Land 3: Warioland Daten
Genre Jump’n Run
Spieleranzahl 1
Regionalcode regionfree
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 1993
Vermarkter Nintendo
Wertung 8.5
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