Godzilla Generations im Test

Dreamcast

Schon im Vorfeld gab es viel Trubel um ‚Godzilla Generations‘. Eine ganze Stadt mit Menschenmengen, obercoole Grafik, Special-FX bis zum Abwinken und ein noch nie dagewesenes Spielprinzip. Hocherfreut durch diese Ankündigungen rannten am 27.11.1998 Massen von Japanern in die Videspieleläden und räumten die Regale leer. Doch das böse Erwachen sollte kommen.

Godzilla_Generations_3Von dem anfangs Versprochenen hielt SEGA nur das einzigartige Gameplay ein. Die Grafik scheint in den ersten Spielminuten Einiges herzumachen. Sobald jedoch Gegner ins Bild kommen oder ein Haus explodiert, kommt es zu derart langen und starken Slowdowns, wie es die Dreamcast nicht verdient hat. Die Special-FX konnten zum Start des SEGA-Flaggschiffs überzeugen, doch sieht man jetzt Expendable oder Sonic Adventure, so sind die Effekte einfach zu spartanisch ausgefallen. Mehr als zusammenstürzende Häuser und hier und da ein Laserstrahl waren bei der Power der Konsole allemal drin.

Von der ‚lebendigen‘ Stadt merkt man wenig. Im Prinzip passiert nichts. Wenn nicht ab und zu ein Jet, übrigens ein Gegner, durch das Bild rauschen würde, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass man vorm Bildschirm wegpennt. Selbst die Panzer, die meistens in 4 Einheiten starken Trupps vor euch stehen, denken nicht einmal daran, die Position zu ändern, um eine bessere Schussposition zu erlangen.

Das Spielprinzip ist auch kurz erklärt. Eine Story gibt es im Grunde genommen nicht. Renne einfach durch 5 Stages und mache alles platt, was dir in den Weg kommt. Nach geschafftem Level gibt es eine Beurteilung und schon geht es weiter.

Godzilla_Generations_4Es gibt nicht nur Negatives an diesem Spiel. Der Pocket-Mode ist eine witzige Idee. Man züchtet in einem speziellen VMS-Spiel ein kleines Monster heran und schickt es anschließend in guter alter ‚Pokemon‘-Tradition in eine Arena, wo es gegen andere Monster antreten darf. Durchaus amüsant, aber eher etwas für Fans des Genres. Weiterhin bietet SEGA all den Godzilla-Fans ein ‚Schmankerl‘, denn in dem Menüpunkt ‚Movies‘ kann sich der ambitionierte Freak massig Ausschnitte von vergangenen Filmen ansehen. Von 1962 bis 1995 ist alles dabei.

Leider reichen diese Gimmicks nicht, ‚Godzilla Generations‘ zu einem ernstzunehmenden Titel zu machen. Wer nicht krampfhaft alle Launchtitel haben möchte, der kann auf diesen ‚Schinken‘ verzichten.





Sebastian meint:

Sebastian

Eine Wertung wollen wir hier absichtlich keine abgeben. Und zwar aus folgendem Grund: Godzilla ist KULT. Und dieses Spiel ist jenseits von Gut und Böse. Zu kultig, um mies bewertet zu werden. Aber andererseits: naja, wer es spielte, weiß, was ich meine. Irgendwie ist es einfach immer mal wieder im Laufwerk, um eben ein paar Häuser umzuwalzen.

Positiv

  • Witziger Pocket Mode

Negativ

  • Grafik mit starken Slowdowns
  • Spartanische Grafik
Userwertung
6.1 4 Stimmen
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6.1
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Forum
  • von Badhero:

    Verdammt, sehe grade bei utube das ich das Spiel die ganze Zeit zu unrecht zu einen der schlechtesten Games die ich je gespielt habe verurteilt habe. Hatte damals den 2. Teil gespielt und nicht den ersten und der 2. Teil ist richtig mies. Dann muss ich mir den ersten Teil wohl doch mal antun...

  • von Retro:

    mimi85 schrieb: Irgendwann werd ich mir das Teil mal zu Gemüte führen und entscheiden, ob es bleiben darf oder in den Tauschthread wandert. würde mir in dem fall reichen- hauptsache mal gespielt. bin gerade dabei einige...

  • von Bitmap Brother:

    railshooter generell muss ja nichts schlechtes sein Natürlich nicht, ich wollte lediglich damit sagen, dass der "Nachfolger" einem völlig anderem Genre zugehörig ist. Zu den Guten des Genres gehört er jedenfalls nicht, nicht mal zu den Durchschnittlichen. Wobei...

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