Batman: Arkham Origins - Blackgate im Test

PSVita

Warner Bros. Games scheint Batman nicht mehr lieb zu haben, denn abermals schicken sie ihn in ein Gefängnis, um die Arbeit zu verrichten, die die lokalen Wärter nicht bewältigen können.

Batman_Arkham_Origins_Blackgate_6Erzählerisch setzt Batman Arkham Origins Blackgate drei Monate nach den Ereignissen von Batman Arkham Origins an. Nach einer Explosion im besagten Sammellager für Gefangene geht der kostümierte Verbrechensbekämpfer auf Spurensuche und findet eine verkehrte Welt. Sträflinge haben Mitarbeiter und Wachen in Zellen gesperrt und drei Supervillians Joker (Verwaltung), Pinguin (Zellenblock) und Black Mask (Industrie) haben Blackgate unter sich aufgeteilt.

Ganz allein muss Bruce Wayne nicht seinen Mann stehen, bekommt er doch ein bisschen Schützenhilfe von Catwoman, die er zuvor im Tutorial noch eigenhändig nach Blackgate transportiert. Von hier an steht es euch frei, das Gefängnis zu untersuchen. Doch schnell werdet ihr auf viele geschlossene Türen oder unüberwindbare Hindernisse treffen, die es entweder mit der richtigen Schlüsselkarte zu öffnen oder mit dem richtigen Werkzeug zu knacken gilt.

Nur zu gut, dass Wayne Tech beim Unterhalten des Zuchthauses viel Hardware liegen gelassen hat, sodass ihr diese nur finden müsst in den zahlreichen Luftschächten bzw. Gängen. So kommt der Flattermann schnell zu seiner geliebten Batclaw, um Hindernisse umzureißen oder zum Seilwerfer, der klaffende Abgründe im Sekundentakt überwinden lässt. Doch welche Blockaden zu überwältigen sind, müsst ihr erst mit dem Detektivmodus ausfindig machen. Dieser funktioniert prinzipiell genauso wie auf den großen Konsolen, mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass der Touchscreen dabei benutzt wird. Und hier kommt es zum größten Übel, welches die Entwickler von Armature Studio einem Spieler antun können.

Um wirklich auch nichts zu übersehen, seid ihr alle paar Meter immer wieder gezwungen, mit dem Finger das fordere Touchpad nach Hinweisen, neuen Wegen oder manipulierbaren Hintergründen abzusuchen. Hierbei blockiert ihr jedes Mal eure Sicht und könnt z.B. Detektivfälle nicht erfassen. Hier wäre die bessere Lösung gewesen, das hintere Touchpad zu verwenden. Denn das ewige Scannen stört den allgemeinen Spielfluss und artet zum nervigen gescanne aus und das ganz besonders, wenn ihr alle Items euer Eigen nennen wollt. Abseits der Sucherei lauft ihr in der 2,5 D-Ansicht a la Metroid und erkundet die Lokalitäten, um der Storyline zu folgen.

Batman_Arkham_Origins_Blackgate_4Hierbei gibt euch das Spiel die Freiheit, welchen dicken Knastbruder ihr als erstes an die Wäsche gehen wollt. Abhängig von euren Entscheidungen, ändert sich jeweils der Abspann, was ein nettes Feature ist. Auch bleibt euch gelegentlich die Wahl, ob ihr Feinde im Verborgenen ausschaltet, sie ganz meidet oder sie offen verprügeln wollt. Bei letztgenannter Aktivität greift das bekannte Freeflow-Kampfsystem, welches trotz der 2,5 D-Ansicht bestens funktioniert. Mit ein bisschen Übung schafft jeder Verbrechenskämpfer eine 30 Hit-Combo.

Viele werden es vielleicht nicht wissen, aber Batman Arkham Origins Blackgate für die Playstation Vita ist kein Exklusivtitel. Dieser erscheint neben dem Sony-Handheld noch auf Nintendos 3DS, wobei letztgenannter als Lead-Plattform genommen wurde. Das merkt man an einigen Ungereimtheiten wie der inkonsequenten Unterstützung des zweiten Analogsticks oder generellen Vita-Features. Während beim Hacken mit dem Sequenzer der Gyro-Sensor alternativ genutzt werden kann, unterstützt die Karte nicht das Touchpad. Hier muss der Spieler umständlich die Analogsticks nutzen. Grafisch merkt man erst beim zweiten Blick, dass die Texturen verwaschen und der Detailgrad der Umgebung unter den Fähigkeiten des Systems liegen. Wechselt die Kamera in die Ego-Ansicht oder zoomt ins Geschehen rein, sieht man unweigerlich, dass hier keine großen Anstalten gemacht wurden, grafisch dem System gerecht zu werden.




Dominic meint:

Dominic

Die Playstation Vita ist immer noch mit einem Fluch belegt. Während zu wenige Exklusivtitel zwar das volle Potential demonstrieren, nutzen schlampige Umsetzungen nur bedingt die Fähigkeiten des Handhelds. Doch bekommt bitte kein falsches Bild von Batman Arkham Origins Blackgate. Im Grundkern ist es ein sehr gutes Abenteuer im bewährten Metroid-Style, was atmosphärisch mit den grossen Konsolen mithalten kann. Doch am Ende sind es die besagten Fehler die an der Wertung knabbern. Schade schade schade. :(

Positiv

  • Tolle Atmosphäre
  • Offene Spielwelt
  • Viel zu entdecken

Negativ

  • Scannen der Umgebung stört Spielfluss
  • Grafisch nur auf 3DS-Niveau
  • Vita-Features nicht ganz genutzt
Userwertung
7.6 3 Stimmen
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Forum
  • von JasonX:

    Ich bin von dem Port enttäuscht. DIe Framerateeinbrüche in der Stadt, sind so oft und auffällig, das es mir echt den Spaß nimmt , da Spiel so zu genießen, wie die Vorgänger. Die bzw Teil 2 lief auf der Wii U richtig schön flüssig. Echt schade. Das Spiel an sich ist wie die anderen Batman...

  • von Civilisation:

    Batman: Arkham Origins Blackgate - Deluxe Edition: Wii U vs. PS3 Der Trend geht zur Zweitverwertung! Wieso ein Spiel mit etwas Erfolg nur auf einer Plattform belassen, wenn man den Titel doch mit wenig Aufwand auch auf andere Konsolen übertragen kann? Und dabei noch etwas...

  • von lumpi3:

    Hab es mir vorhin für die Wii U gekauft, ja 19.90 sind nicht von schlechten Eltern aber ich finde es lohnt sich. Gut auf HD gezogen kann man echt nicht Meckern, auf der U auch eine sehr gute Karte auf dem Gamepad. Ich finde der Kauf hat sich für mich gelohnt, würde gerne noch den ein oder...

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