Genre: Action-Adventure
Spieleranzahl: 1
Regionalcode: PAL
Auflösung / Hertz: -
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit:
Vermarkter: Sony

Wertung

10

Userwertung

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Kratos ist zurück! Der vermutlich mieseste und skrupelloseste Spartaner, den es gibt, will es jetzt endlich wissen, kehrt im dritten und somit letzten Teil der God of War Trilogie zurück und feiert damit gleichzeitig seinen Einzug ins HD-Zeitalter auf der PlayStation 3 – von der GoW 1 + 2 Collection mal abgesehen. Schauen wir uns den Titel mal genauer an und überprüfen, ob dies ein würdiger Abschluss der Serie ist.
Das Spiel beginnt dort, wo der zweite Teil aufgehört hat, Kratos versucht mit den Titanen gemeinsam Zeus und somit den Olymp zu stürzen. Dies gelingt ihm zu Beginn natürlich nicht, sonst wäre das Spiel ja auch schon wieder vorbei. Kratos landet im Hades und darf sich also wieder bis nach ganz oben in den Olymp durchkämpfen. Auf seinem Weg dorthin geht er buchstäblich über Leichen und legt sich mit so ziemlich allen griechischen Göttern an, die man sich vorstellen kann – oder legt sie kurzerhand um.

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God of War 3 präsentiert sich nicht weniger brutal und gewalttätig als die beiden Vorgänger auf der PlayStation 2, im Gegenteil: Durch die bombastische Grafik, welche auf einem Level mit Uncharted 2 liegt, hier allerdings einen anderen Stil verfolgt, sehen diverse Tötungsszenen und deren Animationen einfach erstaunlich aus. Ganz wichtig hierbei sei jedoch erwähnt, dass der Titel dabei niemals billig oder Splatter mäßig wirkt. Die Griechen waren nun mal ein brutales Volk und die Gewalt gehört hier einfach her. Zu recht ist der Titel erst ab 18 Jahren freigegeben, wobei mich diese Einstufung persönlich doch ein Bisschen verwundert hat bei einem Spiel, in dem Köpfe ab-, Augen raus- und Körper zerrissen werden.

Gaia05.jpgEs fällt ein wenig schwer über Kratos' Rachezug zu schreiben, ohne großartig etwas über den Inhalt der Geschichte zu verraten. Weiterhin erzeugen die gezeigten Szenarien, Gegner und Tempel teilweise einen solch großen Wow-Effekt, offen stehender Mund inklusive, dass es einfach nicht möglich ist, dies in Worten wiederzugeben. God of War 3 ist Audio-Visuell perfekt aufeinander abgestimmt und man will und kann sich einfach nicht daran satt sehen. Alleine Kratos selbst gehört für mich zu den bisher am besten animierten Charakteren, die es in Videospielen zu sehen gibt. Wann immer er die Klingen schwingt, Türen und Kisten öffnet oder einem Gegner das Licht ausknipst sieht man ihm den Einsatz und die Anstrengung an.

Abgesehen von den Erzählungen zwischendurch, welche in einem Comic-artigen Stil gehalten wurden, bestehen die Cutscenes im Spiel alle aus Ingame Grafik, so dass man teilweise gar nicht merkt, dass man Kratos schon wieder selbst steuern kann und das, meine Damen und Herren, ist keine Übertreibung! Text und Audio sind auf der Blu-ray Disc neben deutsch und englisch in insgesamt neun Sprachen verfügbar!

Gaia06.jpgDie Kamera ist, wie auch bei den ersten beiden Teilen, fest platziert und lässt sich durch den Spieler nicht nachjustieren. Auch wenn ich persönlich ein Freund von frei justierbaren Kameras bin, muss ich an dieser Stelle für God of War 3 eine Lanze brechen. Die Entwickler beweisen hier, dass es auch so funktioniert. An keiner Stelle im Spiel hat man je das Verlangen danach selbst nachjustieren zu müssen, weil einfach immer alles genau und passend für die jeweilige Szene ausgerichtet ist. Ein Verlaufen ist somit praktisch nicht möglich. In besonders actionreichen Szenen und Einstellungen erlebt man diverse Kameraschwenks und Übergänge, wie man sie aus gut gemachten Filmen gewohnt ist. Hier können sich eine Menge Entwickler eine Scheibe abschneiden!
PressAnnc02.jpg Kratos erhält auf seinem Weg zu Zeus reichlich Unterstützung durch verschiedene Waffen und Fähigkeiten, welche allesamt durch das Einsammeln roter Orbs aufgelevelt werden können. Diese werden von erlegten Gegnern hinterlassen, finden sich in herumstehenden Kisten und Krügen wieder und können entsprechend auf die Waffen sowie Fähigkeiten angewandt werden. Blaue Orbs hingegen füllen die Magieanzeige wieder auf, auch hier hat der Spartaner einiges an Angriffen zu bieten. Grüne Orbs lassen die Gesundheit wieder steigen.  Alle drei Leisten sind erweiterbar, sofern man spezielle Gegenstände im Spiel findet, welche ebenfalls in Kisten versteckt sind. Im Rage Modus kann der glatzköpfige Grieche mit einem Riesenschwert mal eben Kleinholz aus seinem Umfeld machen. Diese Anzeige füllt sich im Laufe der Kämpfe wieder auf.

PressAnnc06.jpgDie Waffen sind bequem über das Steuerkreuz direkt anwählbar und somit sofort einsatzbereit. Durch eine spezielle Tastenkombination geht's sogar noch schneller und dadurch auch mitten im Kampf. Thema Tasten: Jede einzelne auf dem PlayStation 3 Pad wird in God of War 3 genutzt, teilweise sogar in Verbindung mit einer weiteren, was sich dann wohl Doppelbelegung schimpft. Mitten im Kampf ergeben sich hierbei keinerlei Probleme, man hat immer das Gefühl Kratos und seine Moves völlig unter Kontrolle zu haben. Lustig wird's dann nur an Abgründen oder hohen Mauern, welche man nur mit Hilfe eines gefederten Viehs überwinden kann, weil die eigenen Ikarus-Flügel nicht für ausreichen. Wer wie ich Pad-Legastheniker ist und gerne mal die Steuerung vergisst, steht dann leicht überfordert da und probiert herum. Zum Glück kann man sich im Spiel automatisch vor genau solchen Hindernissen die verlangten Tasten mit einer kurzen Erklärung anzeigen lassen. Früher war es halt doch ein wenig unkomplizierter: Knopf 1 zum schlagen und Knopf 2 zum springen :-)

Neben den buchstäblich komischen Vögeln darf man sich hin und wieder auch mal eine dicke Bestie ausborgen, auf ihr reiten und dem Rest der Gegner ordentlich eins auf den Deckel geben. Zur Belohnung wird die Bestie mit einem passenden Finisher in den God of War typischen Quick Time Events (QTEs) erledigt. Auf diese wahnsinnig inszenierten und umgesetzten QTEs kann man nun übrigens fast komplett sein Augenmerk richten. Zwar muss man noch immer zur passenden Zeit Dreieck, Kreis und Co. drücken, jedoch erscheinen die Symbole immer an der passenden Stelle auf dem Bildschirm: Dreieck oben, X unten, Kreis rechts und Quadrat links. Sofern man das weiß, und das sollte eigentlich jeder hinbekommen, kann man sich die schönen Moves und Finisher mehr oder weniger in Ruhe anschauen und genießen.

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Für ein wenig Abwechslung sorgen immer wieder mal Rätsel, die man jedoch eher als Aufgaben bezeichnen kann. Schwer sind diese nämlich nicht, tragen aber angenehm zum Spielgeschehen bei und wirken auch nicht aufgesetzt. Um ein Weiterkommen zu gewährleisten müssen die Aufgaben gelöst werden, an den meisten sitzt man nur wenige Minuten, wenn überhaupt.

Was vermutlich jedem zu Beginn von God of War 3 auffallen wird ist die Größe. Alles ist einfach groß. Ob es ein Titan ist, gegen den Kratos wie ein kleiner Zinnsoldat wirkt oder die Tempel und Höhlen mit ihren Gängen und Schluchten. Hier befinden wir uns wieder an einem Punkt, an dem Erklärungen einfach nichts bringen. Selbst spielen lautet hier die Devise! Und wirklich verraten möchte ich halt auch nichts..

Wer das Spiel beendet, darf sich auf Bonusmaterial in HD und u.a. über eine Kampfarena freuen, in der noch mal ordentlich gemetzelt werden darf. Somit versucht man natürlich den Spieler auch nach dem Durchspielen bei Laune zu halten, einen Onlinemodus gibt es – verständlicher Weise – nämlich nicht.

Alexis meint:

Alexis

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Mit God of War 3 wird das Rad bzw. die Serie sicherlich nicht neu erfunden, was bei einer Trilogie aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Auch wenn sich God of War 1 und 2 Spieler von Anfang an heimisch fühlen, merken auch die größten Fans des wütenden Griechen, dass hier gewaltig drauf gepackt wurde.  Grafik und Sound sind allererste Sahne, die Animationen und Finisher aus den Quick Time Events eine Augenweide und viele zwischen-Endgegner so unglaublich groß, dass man es nur schwer in Worte fassen kann.

Ein krönender Abschluss also, den wir hier bei der God of War Trilogie bestaunen und spielen dürfen, wenngleich Kratos mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf dem Bildschirm zu sehen gewesen sein wird. Aus der Figur lassen sich bestimmt prima Ableger basteln (Prequel..?).

Für mich ist der Titel momentan einfach das Beste, was man derzeit auf dem Softwaremarkt kaufen kann und ich behaupte, dass das Spiel auch in Zukunft häufig genannt wird, wenn man von wegweisenden, atemberaubenden Titeln spricht. Neben Uncharted und Heavy Rain ist dies ebenfalls genau so ein Spiel, wo jeder ohne PlayStation 3 einfach nur neidisch dreinschauen kann.

Ich bin mir mehr als bewusst über die Vergabe der maximalen Wertung von 10. Auch bin ich mir im Klaren darüber, dass dies möglicherweise ein paar hitzige Diskussionen mit sich ziehen kann, jedoch findet so eine Bewertung immer im Hier und Jetzt statt - und da steht God of War 3 einfach mal so weit oben wie es sich der Olymp nur erträumen kann. Jeder, der das Spiel selbst gespielt hat, bzw. spielen wird und sich nur annähernd zu Videospielen verbunden fühlt, wird mir am Ende zustimmen, dass der Titel zum derzeitigen Standpunkt das Beste ist, was man für Geld bei Videospielen kaufen kann.

Positiv

  • Grafik & Sound unbeschreiblich gut
  • Die Eigenschaft 'groß' bekommt hier eine ganz neue Bedeutung
  • Atemberaubende Kämpfe und Inszenierung selbiger

Negativ

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Die neuesten Beiträge: insgesamt 686 Beiträge | zum Forum...

  • 24.09.2011 15:25:25 von Mr.Deadshot:

    Zitat von »ring-geist« Das zum letzten posting... http://www.youtube.com/watch?v=pOwCvW_4x_k&feature=related Das war der Teaser zu Ghost of Sparta?...

  • 24.09.2011 15:16:39 von ring-geist:

    Das zum letzten posting... http://www.youtube.com/watch?v=pOwCvW_4x_k&feature=related...

  • 10.09.2011 21:13:27 von Mr.Deadshot:

    Ich hoffe nur inständigst, dass die die Kratos-Reihe nun gut sein lassen und mit was neuem anfangen. Neue Mythologie, neuer Held, neues Setting. Weil die fünf Teile sind wirklich ein großartiges Ganzes und es gibt auch keine offenen Fragen mehr.

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