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Fatal Fury Special im Test

Neo Geo
Mit Fatal Fury Special (von mir auch gerne Fatal Fury 2.5 genannt) wurde 1993 der inoffizielle dritte Teil der berühmten Fatal Fury Serie für das NeoGeo veröffentlicht. Mit dabei waren für das damals Rekorde brechende 150 MEG Modul, 15 spielbare Charakter (In Fatal Fury 2 waren es gerade mal 8). Erstmals konnte man mit Geese Howard und Wolfgang Krauser höchstpersönlich in den Ring steigen. Ebenso sind Duck King und Tung Fu Rue aus dem ersten Fatal Fury wieder mit dabei. Als Special Endgegner wartet niemand geringerer als Ryo Sakazaki aus Art of Fighting/Ryuko no Ken auf euch. Man durfte aber nur gegen ihn antreten, wenn jeder Gegner incl. Bosse 2:0 besiegt wurde.
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Wer soll der King of Fighters werden??


Ansonsten warten die Bogard Brüder Terry und Andy, Joe Higashi, der Stierkämpfer Laurence Blood, die liebliche Mai und all die anderen darauf von euch ausgewählt zu werden. Jeder von ihnen hat sein eigenes individuelles Ende.

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Terry verfehlt seinen Bruder nur sehr knapp...


Vom Gameplay her hat sich seit Fatal Fury 2 nicht all zu viel verändert. Mit (A) und (B) dürfen leichte Punch's bzw. Kick's ausgeführt werden, wohingegen (C) und (D) für die starken Punch's bzw. Kick's reserviert sind. Mit (A) + (B) gleichzeitig führt man einen sogenannten "line switch" aus, wo auf einer 2 Ebene, die weiter nach hinten versetzt ist, weitergekämpft wird. Mit gleichzeitigen Drücken von (C) + (D) führt man einen Extra starken Schlag aus, der den Gegner auf die zweite Ebene schleudert.

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Die klassikische Mouth Rushmore Stage...

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Wolfgang Krauser ist glatt 2 Köpfe größer als alle anderen...


Die für heutige Verhältnisse gemache Spielgeschwindigkeit, schreckt viele Garou Mark of the Wolves und Street Fighter III erfahrene Spieler ab. Steckt man allerdings etwas Zeit in das Modul und findet somit das richtige Timing, die Präzision und den richtigen Rhythmus für die Moves und Konter, kann man aus Fatal Fury Special ein sehr tiefgründiges Gameplay herauskitzeln.

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Geese performt sein Double-Reppuken...


Bei der gezeigten Grafik fällt es schwer sich heute für das 1993 veröffentlichte Modul zu begeistern. Schlecht animierte und wenig detaillierte Sprites sorgen nicht gerade für Aufregung. Für damals war die Grafik aber wegweisend.
Gerade die Möglichkeit des "line-switchings" zeigten die einzigartige Zoom Power des NeoGeo. In dieser Perfektion schafften das nicht mal die Jahre später erschienen PlayStation und Saturn.

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Die Trennwände lassen sich komplett zerstören...


Kommen wir zu den Backgrounds. Hier trumpf Fatal Fury Special richtig auf. Jeder der 15 Charakter incl. Special Endgegner hat seinen eigenen individuellen Background, so kämpft Terry vor dem Mouth Rushmore Ambiente auf dem fahrenden Zug und sein Bruder Andy in einer wankenden Gondel in Venedig (mit dem römischen Kolosseum und dem schiefen Turm von Pisa im Hintergrund -> soviel zu den Geografiekenntnissen der SNK-Mannen), aber auch die Abardeen Stage von Chin Shin Zan in Hong Kong kann mit dem riesigen Drachenschiff, welches größer als der ganze Bildschirm ist und langsam herüberzieht, überzeugen. Abwechslung wird hier groß geschrieben, so stehen in der Jubei Stage in Japan Trennwände zwischen den 2 Kampfebenen die bei "switchen" zerstört werden oder als Versteck genutzt werden können.

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Tung ist größer als man denkt...


Die Hintergründe glänzen zudem mit wechselnden Tageszeiten, so kämpft man in Seoul (Korea) einmal zur Mittagszeit, zur Abenddämmerung oder während eines Regenschauers. Meine Liebingsstage ist aber die China (Hobei) Stage von Tung Fu Rue, das einsame im Nebel gelegene Bergkloster-Ambiente mit der im Wind schwingenden Holzbrücke sieht einfach fantastisch aus und gehört mit zu meinen All-Time-Klassiks.

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In der Finalen Special Stage wartet Ryo Sakazaki...


Soundtechnisch gibt man sich nicht bescheiden, Sprachausgabe zu jedem Special Move ist Standart und so hört sich ein "Double Reppu-Ken" von Geese mehr als bedrohlich an. Viele Musikstücke sind schon aus Fatal Fury 2 bekannt und geben sich grundsolide, einzig die musikalischen Themen von Geese und Wolfgang Krauser, der vor einem riesigen Schloss in "Mittelgebirge" vor einem Orchestra das Mozart spielt, kämpfen darf, sind hervorzuheben.
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