Shining Force im Test

Mega Drive

Eine spontane Befragung glücklicher Mega Drive Besitzer nach ihren fünf Lieblingstiteln enthüllt in der Regel den Namen Shining Force. Das Strategie-RPG schlug 1993 auf dem europäischen Markt ein und schuf sich sofort eine große Fangemeinde. Zu recht, denn die Geschichte rund um eine Verschwörung im Fantasyreich fesselte von der ersten Minute an.

Shining-Force_05Eines Tages wird ein junger Mann namens Max an die Westküste von Rune, in der Stadt Guardiana, angeschwemmt. Nachdem sich die örtlichen Heiler seiner Verletzungen angenommen haben, muss Max feststellen, dass er sich - bis auf seinen Namen - an nichts mehr erinnert. Durch hartes Training verbessert Max seine Fähigkeiten, immer auf der Suche nach Antworten. Zeitgleich nimmt im östlich gelegenen Runefaust eine Verschwörung ihren Lauf. Dort hält sich der niederträchtige Darksol auf. Nachdem er durch seine Hinterlist das Vertrauen des Königs gewonnen hatte, dauerte es nicht lange, bis er die von ihm geplante Invasion von Guardiana befahl.

So beginnt ihr euer Abenteuer in Guardiana, der Stadt in der euer Charakter Max damals angeschwemmt wurde. Wie im Genre üblich, verbringt ihr viel Zeit mit dem Erkunden der Städte und dem Plausch mit den Bewohnern, um an frische Informationen zu kommen. Und Ausrüstung will gekauft werden. Und nicht zu wenig, schließlich seid ihr bei Shining Force nicht als Ein-Mann-Kommando unterwegs, sondern befehligt eine ganze Truppe. Bis zu zwölf Charaktere könnt ihr in den Kampf führen, der Rest muss im HQ auf seinen nächsten Einsatz warten.

Shining-Force_03Die linear aufgebaute Story wechselt stets zwischen Ruhepausen in Städtchen und Schlachten ab. Letztere werden rundenbasiert ausgefochten, wobei die Unterteilung der Mitglieder in Klassen zum Tragen kommt. Jeder Teil der Truppe erfüllt andere Aufgaben: Krieger für den Nahkampf, Magier für Magieangriffe, Bogenschützen schießen aus der zweiten Reihe und Heiler verarzten verwundete Kämpfer. Die Herausforderung besteht zu einem großen Teil darin, eine hervorragend abgestimmte Truppe ins Feld zu führen und die Schwächen des Gegners auszunutzen.

Durch gelungene Angriffe erhalten Charaktere zudem Erfahrungspunkte, die dazu führen, dass alle Charaktere im Laufe des Spiels in höhere Ränge aufsteigen und stärker werden. Ab Level 20 können die meisten Gefolgsleute zudem ‚befördert‘ werden, wodurch sie an wichtigen Werten hinzugewinnen. So wird beispielsweise aus einem Schützen ein Scharfschütze. Mit Items wie ‚Speed Ring‘ oder Ähnlichem lassen sich zudem ganz gezielt die Werte einzelner Charaktere aufbessern. Durch die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, macht Shining Force auch bei einem zweiten Durchgang immer wieder Spaß.

Shining-Force_10Grafisch setzt die epische Geschichte rund um den Kampf Gut gegen Böse auf den simplen Klötzchen-Look so vieler 16-Bit Perlen. Mir persönlich sind einige der Grafiken einen Tick zu dunkel geraten, aber das ist eine persönliche Liebhaberei. (Ja, ich mags buuunt).

Sehr schön sind auch die Hintergründe bei den Kampfanimationen, bei denen die Gefechte zwischen Feinden animiert werden - oder zumindest der Versuch unternommen wird. Da Shining Force seinen Reiz aus dem Gameplay zieht, ist dies auch nicht weiter schlimm. Fremdsprachenmuffel stören sich vielleicht daran, dass der Titel nur komplett auf Englisch veröffentlicht wurde.
 





 

Sebastian meint:

Sebastian

Ich erinnere mich noch, wie ich in der SEGA-Zeitschrift ‚Gamers‘ damals jedes Fitzelchen Info zu Shining Force verschlang, während ich auf meinen Geburtstag wartete. Es lohnte sich, denn Shining Force ist ein ganz großer Klassiker, der auch heute nichts von seinem Reiz eingebüßt hat.

 

Update Februar 2012: Wer das Spiel nicht zwingend auf der Originalkonsole spielen will, kann das Spektakel auch für iPhone und Nintendo Wii (Virtual Console) erstehen, sowie als Bestandteil der SEGA Mega Drive Collection für PlayStation 3 und Xbox 360.

Positiv

  • Spannende Story
  • Ausgeklügeltes Klassen-System
  • Motivierendes Gameplay

Negativ

  • Nur auf Englisch
  • Grafisch ziemlich simpel
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9.3 17 Stimmen
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Forum
  • von Omnibot2000:

    Ich spiele es gerade auf dem iPhone und habe gestern für eine Stelle einen Walkthrough konsultiert (Schande über mich), da stand, man kann ab Level 10 promoten, 20 ist aber empfehlenswerter.

  • von Cormac:

    Ja, beim zweiten Teil. Ich schau heute abend mal nach wenn ich zu Hause bin, vielleicht kann ja auch vorher jemand für Aufklärung sorgen ...

  • von Thorin:

    Ne, Level 20 stimmt schon. Ein Meisterwerk ...

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