Pilotwings Resort im Test

Nintendo 3DS

»Na, wer wird denn gleich in die Luft gehen?« lautete einer der bekanntesten Werbeslogans der bundesdeutschen 70er Jahre. Knapp 40 Jahre später findet sich die Antwort darauf: Nintendo 3DS Besitzer. Zumindest, sofern sie sich zum Launchtermin am 25. März Pilotwings Resort für ihren 3D-Handheld holen ...

Pilotwings_Ressort_neXGam_11Am unverwüstlichen Spielprinzip veränderte sich seit SNES-Tagen nichts: Als Neumitglied einer Flugschule schlagt ihr euch von Mission zu Mission, um am Ende als Meister aller Klassen zu gelten. Die fünf in der 3DS Version enthaltenen Klassen á 6 Missionen (ergo: 5x6= 30 Missionen insgesamt) reichen von kinderleicht bis mörderisch schwer. Letztere sind nur mit viel Übung zu meistern. Was auch der Grund ist, warum dieser Autor noch nicht herausfinden konnte, ob sich nach der Platin Klasse nicht doch noch eine Weitere freischaltet. Und dann ist da außerdem die Sache mit der Punktwertung. Für jeden Teilaspekt einer Mission  (z. B. Landung, Zeit usw.) gibt es eine gesonderte Wertung. Nur wenn alles absolut fehlerfrei verläuft, erhält man die volle Punktzahl und das Prädikat »Perfekt«. Und das macht den Reiz von Pilotwings aus - die Jagd nach dem perfekten Flug, dem perfekten Timing, der perfekten Beherrschung des Fluggeräts.

Derer sind drei Stück enthalten und für Fans der SNES / N64 Versionen keine unbekannten: Flugzeug, Raketengurt und Drachenflieger. Alle bieten ein gänzlich verschiedenes Flugverhalten. Zumal unterschiedliche Variationen vorhanden sind, so z. B. neben einem Wasserflugzeug auch ein Düsenjet. Oder statt des Raketengurts saust ihr schon mal im Erdmännchen-Anzug der Erde entgegen. Abwechslungsreich in jedem Fall. Wer zunächst ein Gefühl für das Verhalten bekommen will, der kann im Freiflugmodus zwanglos die enthaltene Insel unsicher machen und innerhalb des 2-minütigen Zeitlimits diverse Extras aufsammeln. Davon sind immer eine gewisse Anzahl X auf der ganzen Insel & Umgebung verstreut. Die ?-Symbole erzählen beispielsweise etwas über das Eiland. Sammelt ihr genug ein, schaltet ihr nach und nach weitere Sachen á la verschiedene Tageszeiten, höheres Zeitlimit, neue Dioramen (3D Modelle) usw. frei. Simpel, aber motivierend.

Pilotwings_Ressort_neXGam_5Mit dem Drachenflieger lassen sich außerdem Fotos knipsen, die anschließend im Fotoalbum des 3DS gespeichert und an Freunde geschickt werden können. Sinnvolles Feature? Die Entscheidung überlasse ich dem werten Leser, der Autor könnte getrost drauf verzichten. Jetzt aber zu den Fragen, die unter den Nägeln brennen: Wie spielt es sich denn mit dem neuen 3DS? Sehr gut, jedoch nicht überragend! Das neue Schiebepad über dem Steuerkreuz hat definitiv seine Berechtigung. Das merkt man spätestens beim Drachenfliegen, wo gleichmäßige und ruhige Bewegungen erforderlich sind. Klappt gut. Ansonsten ist das Gerät in meinen erwachsenen Händen fast einen Tick zu klein, über die Größe des DSlite kommt es nicht hinaus. Aber keine Bange, nur Geduld, so wie wir Nintendo kennen, kommt nächstes Jahr schon der 3DS XL...

Die zweite Frage, welche das Hirn der neXGam Redakteure herumtrieb, war, wie denn der angepriesene 3D-Effekt ausfällt? Er ist da, sofern man ihn aktiviert. Persönlich fand ich ihn am besten bei etwa mittlerer Einstellung, doch das mag jeder anders sehen. Das Bild gewinnt dadurch definitiv an räumlicher Tiefe und es fühlt sich so an, als könne man in den 3DS Screen greifen und den kleinen Drachenflieger mit den Fingern fest halten. Nur - am Spielspaß ändert das nichts. Zumindest nicht für den Autor dieser Zeilen. Das mögen andere anders sehen, aber bisher empfinde ich diesen Effekt als kein Kaufargument. Wegen des höheren Energieverbrauchs im 3D-Modus bleibt er mir außerdem 90% der Zeit deaktiviert. Spaß macht‘s trotzdem.




Götz meint:

Götz

Pilotwings ist halt Pilotwings! Mehr muss man im Grunde genommen nicht schreiben. Ich liebte es vor 15 Jahren, ich liebe es noch heute. So wird‘s auch allen anderen Fans gehen. Gegenüber früher hat das Spiel für den 3DS an Umfang und Abwechslungsreichtum gewonnen, am beliebten Spielprinzip wurde jedoch nichts verändert. Erfreulich finde ich das neue Schiebepad des 3DS, welches hier seine Stärken ausspielen kann. Für mich der persönliche Top-Hit des 3DS Launch-Lineups!

Positiv

  • Tolles Spielkonzept
  • Abwechslungsreich
  • Für alle Altersklassen

Negativ

  • 3D-Effekt eher mager
Userwertung
8.85 2 Stimmen
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Forum
  • von Undead:

    Die Preise steigen, weil eine Nachfrage an "Gewinn" herrscht. Es gibt ettliche Games aufm 3DS die nicht selten sind und trotzdem nicht nachvollziehbar nach oben schossen. Pilotwings Resort ist halt mehr ein Sportgame, weswegen es meistens gar nicht erst erwähnt wird, wenn es darum geht...

  • von Darkshine:

    Das Spiel ist erfreulich günstig zu bekommen, in letzter Zeit ist man es ja eher gewohnt dass die Preise steigen (außer bei Selects Titeln).

  • von PatrickF27:

    Ja, ich merke schon, da steckt einiges drin, wenn man intensiver reinspielt. Ich werde allerdings nicht erst versuchen die Diamant-Klasse freizuspielen, vorher würden mir die ohnehin spärlichen Haare ausfallen - ich tu mich schon schwer mit Platin, da fehlt mir noch ein Stern in der Gold-Klasse....

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Pilotwings Resort Daten
Genre Flugsimulation
Spieleranzahl 1
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2011-03-25
Vermarkter Nintendo
Wertung 8.5
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