Biometal im Test

SNES

Um mich als Menschen glücklich zu machen, braucht es eigentlich nur zwei Dinge: eine 16-Bit Konsole und einen kernigen Shooter a la Gradius, bei welchem dem Spieler eine Armada von Gegnern, Raketenprojektilen und anderes Zeugs um die Ohren fliegt. Ich wünschte nur Biometal hätte all diese Eigenschaften...

Biometal_3Die Geschichte um Activisions Sidescroll-Shooter ist so simpel, wie das Genre, dem es entspringt: böse Aliens tun böse Dinge, worunter die Erdbevölkerung mal wieder zu leiden hat. Ein hochgezüchteter Held, der sich durch Zufall in das Cockpit eines Raumgleiters verläuft und zu seinem Glück auch noch die Starttaste mit dem Hinterteil in Bewegung setzt.

Nach wenigen Minuten der Spannung findet er sich in der Umlaufbahn eines Planeten wieder, wo sich auch schon die Armada der Aliens bereit macht, ihn in Pulverschnee zu verwandeln. Vom Stress geplagt schafft es der Antiheld den Steuerknüppel in beide Hände zu nehmen und feuert mit seinen Raketen und Plasmasalven Richtung Feinde. Wie durch ein Wunder trifft er ab und zu sogar.

Bei der Spielmechanik hat sich Activision ein Beispiel an Genregrößen wie R-Type oder Gradius genommen, erreicht aber leider in keinerlei Weise deren Niveau. Ihr durchfliegt mit eurer Weltraumkutsche Levelabschnitte, sammelt Power-ups ein die euer Waffensystem auf eine äußerst magere Art aufrüsten und pustet phantasielose Gegner vom Himmel. Um dies zu fördern hat der Spieler Zugang zu einem Schutzschild, den ihr bei Bedarf aufrufen könnt und nicht nur Geschosse blockt, sondern anfliegende Raumschiffe auch zerstört. Aktiviert man den Schild, sieht man am unteren Bildschirmrand allerdings einen Ladebalken, der sich langsam leert. Daher solltet ihr euch gut überlegen, zu welcher Zeit ihr den Schild aktiviert, da die Wiederaufladedauer nicht zu unterschätzen ist.

Biometal_6Habt ihr nach dem Beseitigen von etwa 400 Gegnern das Levelende erreicht, kommt noch ein mächtig gelangweilter Endgegner auf euch zu. Dieser möchte schnellstmöglichst ableben, indem ihr seinem verwundbaren Punkt malträtiert. Der Leser dieses Artikels wird sicherlich fragen, was an Biometal denn so schlecht ist? Das ist in einfachen Worten zu erklären: phantasieloses Leveldesign, grafischer Durchschnitt und Soundeffekte, die sich selbst auf einem Game Gear besser anhören.

Der einzige Lichtblick ist der peitschende Soundtrack von 2 Unlimited. Zu ’’Tribal Dance’’, ’’The Magic Friend’’ und Konsorten darf der Spieler im Takt Aliens plätten. Als nette Dreingabe kann man sich im Optionsmenü abseits der Action die gut gemachten Tracks nochmal reinziehen und an die gute alte Zeit zurück denken, als wir alle noch wie Idioten zu Kirmestechno abrockten.




Dominic meint:

Dominic

Was die Spielverpackung verspricht, kann Biometal nicht für fünf Minuten halten. Schon nach Abschluss des erstens Levels hat der Spieler den Drang das Game wieder zu verkaufen, weil die Genrekonkurrenz einfach bessere Spielmechanik, Leveldesign und Gegner auf den heimischen Fernseher zaubert. Kein Wunder, dass der Titel niemals offiziell in Europa erschienen und nur als US-Version erhältlich ist. Nur Super Nintendo Besitzer mit Neigung jeden Schrott der Welt zu spielen sollten einen Blick riskieren.

Positiv

  • 2 Unlimited Soundtrack
  • Für kurze Zeit nette Action

Negativ

  • Ab Level 2 heftige Slowdowns
  • Soundeffekte aus dem letzten Jahrhundert
  • Phantasieloses Leveldesign
Userwertung
6.5 3 Stimmen
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Biometal Daten
Genre Shooter
Spieleranzahl 1
Regionalcode NTSC_US
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 1993-11-01
Vermarkter Activision
Wertung 4.7
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