Basketbrawl im Test

Atari 7800

Neben Fußball ist auch Basketball ein Sport der Straße. In der Vergangenheit gab es zahllose Versoftungen, um den Spirit des Asphalts auf die Heimkonsole zu bringen. Eine Variante der etwas ruppigeren Art wird bei Basketbrawl geboten. Wer harte Fights auf den übelsten Hinterhöfen sucht, der ist hier richtig.

Basketbrawl_11 Nur hat man es nicht mit einem Sidescroll Beat'em Up wie etwa Double Dragon oder Pit-Fighter zu tun, sondern um ein Sportspiel. Auch wenn man hierbei die Fairness außen vor lässt, natürlich nur spielerisch gesprochen.

Zunächst wählt man nach dem einstimmenden Titelbildschirm die Optionen für den Spielverlauf aus. Neben dem Schwierigkeitsgrad und dem Zeitlimit kann man hierbei ebenso den Spieltyp auswählen, also One On One oder Two On Two und ob man alleine oder zu zweit spielen möchte. Es ist hier sogar möglich, als Paar in einem Team zu zocken, und so sein Glück zu versuchen.

Sind alle wichtigen Punkte festgelegt, wählt man noch einen von sechs Charakteren aus, die sich in Geschwindigkeit und Leistung unterscheiden. Leider sind diese Eigenschaften erst ersichtlich, nachdem man eine Figur auswählt. Ein drittes Merkmal ist die Gesundheit, die sich im späteren Spielverlauf immer weiter verringert und das aus gutem Grund...

Basketbrawl_3Nicht umsonst heißt das Spiel Basketbrawl, denn hier kämpft man mit Händen und Füßen gegen das gegnerische Team. Das Match selbst wird in der Seitenansicht von etwas schräg oben angezeigt und der Bildschirmausschnitt bewegt sich je nach Bedarf nach links oder nach rechts. Gespielt wird mit dem Joypad, wobei man diesmal beide Feuerknöpfe benötigt. Der erste wird verwendet um zu werfen oder den Ball zu blocken, und der zweite um dem Gegner kräftig eins vor den Latz zu knallen.

Das ist auch ein wichtiges Spielelement, denn falls man dem Gegenspieler oft genug eine klebt, kann es passieren, dass er nicht mehr aufsteht und man sich so einen spielerischen Vorteil erkämpfen kann. In höheren Schwierigkeitsgraden wird das der Gegner natürlich ebenso versuchen. In einem leichten Spiel kann man sich in den ersten Matches allein darauf beschränken die anderen zu vermöbeln, um anschließend die restliche Zeit über einen Korb nach dem anderen zu machen. Dabei können auch herumliegende Extras benutzt werden die kurzzeitig Angriffsstärke oder Geschwindigkeit steigern.

Von den Spielregeln her wurde das Basketballspiel vereinfacht und auf seine grundlegenden Elemente zurückgeführt. Das heißt für den Spieler: Ein Korb auf jeder Seite, ein normaler Wurf in den gegnerischen Korb sind zwei Punkte und Treffer aus etwas weiterer Entfernung wird mit drei Punkten belohnt, auch wenn diese nicht so oft im Ziel versenkt werden können. Die verschiedenen Courts sind dabei recht detailreich gestaltet worden. Animierter Hintergrund mit Zuschauern und viele Details wie Risse auf dem Boden und herumstehende Objekte sprechen für den Titel. Musikalisch hält man sich bei dem Spiel eher zurück. Musik ist nur im Hauptmenü zu hören, ansonsten sind nur Soundeffekte der Schlägerei enthalten.




Michael meint:

Michael

Spielerisch ist Basketbrawl keine Sensation. Jedoch macht es anfänglich viel Spaß, vor allem gemeinsam im Team gegen den Computer. Doch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich nach einiger Zeit eine gewisse Eintönigkeit einstellt. So legt man Basketbrawl immer wieder mal ein, aber für längere Spielesessions ist es weniger geeignet.

Positiv

  • Interessantes Spielprinzip
  • Grafische Details
  • Ko-Op gegen CPU

Negativ

  • Auf die Dauer zu eintönig
  • Während des Spiels keine Musik
  • Stärken erst nach Charakterwahl ersichtlich?
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8.7 8 Stimmen
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Forum
  • von Civilisation:

    Wer schon immer Bock darauf hatte, einem anderen Spieler die Fresse zu polieren und gleichzeitig Basketball zu spielen, der dürfte sich für Basketbrawl interessieren. Getestet hat das Spiel übrigens ein vollkommen Unbekannter. Ich glaube, er hieß Michael. Basketbrawl Neben...

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