Stefans Sicht der Dinge:
Der Ablauf der gamescom 2014 verlief für mich in diesem Jahr leicht anders als sonst. Bereits am Dienstagmorgen startete die Messewoche mit einem Kinobesuch im Cinedom, wo Disney der Fachpresse neben „Guardians of the Galaxy“ auch noch das neue Disney Infinity 2.0 präsentierte. Im Anschluss ging es zweimal ins Kölner Gürzenich zum Microsoft Event, wobei ich diese Eindrücke schon in meinem separaten „gamescom 2014 Tag 0“ Bericht zusammengefasst habe.
Der Mittwoch diente einer üblichen Abfolge von Terminen, Donnerstag war für mich aufgrund der Ferien und zwei Kindern Auszeit angesagt. Freitag und Samstag erlebte ich die gamescom dann einmal von einer anderen Seite in Form der „Skylanders Creative Academy 2014“. Von daher konnte ich bei weitem nicht so viele Eindrücke der präsentierten Spiele sammeln, wie gewohnt. Obgleich Square Enix mit „Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call“ einen der begehrten Preise absahnte, blieben mir vor allem zwei Titel länger vor Augen. Zum einen wäre das in Episoden erscheinende „Life is Strange“, welches eine ansprechende Aufmachung und Story offenbarte. Zudem erkannte ich, dass hier einige Hände des ehemaligen Quantic Dream (Heavy Rain) ihre Finger mit ihm Spiel hatten. Müsste ich das Ganze kurz umschreiben, wäre „Indie Look trifft AAA Blockbuster“ die passende Aussage. Als Kinofreund gefallen mir Games mit solch einem Stil ungemein. Nummer Zwei war das neue „Lara Croft und der Tempel des Osiris“. Die Vierspieler-Koop-Session überzeugte von der ersten Minute und gab eine konsequente Verbesserung des Vorgängers preis. Interessant waren sowohl die neuen Charaktere als auch die Info, dass sich die Rätsel und das Gameplay der jeweiligen Spieleranzahl anpassen. Leider gab es zu Rise of Tomb Raider keinerlei Aussagen, auch nicht um die brandheiße Diskussion, was die Microsoft Exklusiv Aussage des Vortages zu bedeuten habe.
Nintendo schafft es jährlich mich mit der Qualität ihrer Spiele zu begeistern. Ob „Yoshi Wooly World“, „Bayonetta“, „Super Smash Bros.“ oder die erfrischenden Titel „Splatoon“ & „Hyrule Warriors“.Was der japanische Konzern veröffentlicht, ist wirklich sehens- und spielenswert, egal ob auf dem 3DS oder der Wii U, welche nicht nur bei meinen Kindern gern eingeschaltet wird. Sicherlich ist es Schade, dass gerade auf der großen Plattform nicht so viele Titel erscheinen, auf der anderen Seite erwerbe ich lieber Qualität statt Quantität.
Wargaming demonstrierte uns anspruchsvolle Kriegsführung auf hoher See. Musste ich schon bei „World of Tanks“ und „World of Warplanes“ meinen Respekt aussprechen, darf dies im dritten großen Bereich des Publishers, "World of Warships" nicht fehlen. Wie akribisch man auf der Suche nach Informationen, Details, Bauplänen, Erzählungen und eigenen Eindrücken für ihre Produkte ist, ist wirklich bravourös. In Zusammenarbeit mit Museen, ehemaligen Mannschaftsmitgliedern und etlichen weiteren Quellen, bringt man die damaligen Schlachtschiffe mit einer enormen Authentizität auf den Bildschirm, was Fans solcher Genres den Spielspaß über Monate garantieren wird. Gepaart mit regelmäßigen Aktualisierungen und Erweiterungen, sowie den Erfahrungsboni Verbindungen zu ihren anderen Titeln, kann man gut von einem „All inclusive“ System für Wargaming Spieler reden.
Den tiefsten Eindruck der Woche hinterließ aber sicherlich ein über dreißig Jahre altes Wesen! Die Rede ist natürlich von „Alien: Isolation“, welches in Kürze einen Aufguss bekommen wird, der meinen bisherigen Favoriten dieser Serie, die „Alien Trilogie“ nach langer Zeit vom Thron stürzen wird. Nach dem Anspielen lief mir vor dem Messestand noch eins dieser Wesen direkt vor die Füße, was mich im ersten Moment tief erschrecken ließ. Es ist unglaublich, wie gut man die Atmosphäre dieser Kinomeilensteine eingefangen hat und auf die Spieler loslässt. Die Chancen stehen enorm hoch, dass dies mein Titel des Jahres wird.