Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba – The Hinokami Chronicle im Test

PlayStation 4Xbox One

Das japanische Mangamagazin Weekly Shonen Jump hat schon viele erfolgreiche Franchises hervorgebracht. Dragon Ball, One Piece oder Naruto wurden und werden in diesem Magazin veröffentlicht und in vielen anderen Medien adaptiert. Darunter auch Videospiele. In diese illustre Runde gesellt sich jetzt ebenfalls Demon Slayer- Kimetsu No Yaiba – The Hinokami Chronicle hinzu.

Demon Slayer Kimetsu no Yaiba The Hinokami Chronicles neXGam 14Die Grundlage für das Spiel bildet die erste Season des gleichnamigen Animes, der seinerseits wiederum auf dem erfolgreichen Manga von Koyoharu Gotouge basiert. Die Hintergrundgeschichte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in der sogenannten Taisho-Ära, benannt nach dem namensgleichen japanischen Kaiser, der von 1912 bis 1926 regierte. Protagonist ist der Junge Tanjiro Kamado, dessen Familie von einem Dämon nahezu komplett ausgelöscht wurde. Nur er und seine Schwester Nezuko überlebten, wobei sie selber zu einem Dämon wurde, auch wenn sie nicht andere Menschen angreift und versucht zu fressen. Er wird zu einem Demon Slayer ausgebildet, der im Auftrag einer Organisation durch Japan reist, um diese Monster zu bekämpfen.

Entwickelt wurde der Titel von CyberConnect 2, die im Laufe ihrer Existenz unter anderem Games basierend auf dem Naruto und Dragon Ball-Franchise programmierten. Dementsprechend dürfte sich jemand, der diese Titel kennt, schnell heimisch fühlen. Denn erneut hat man es hier mit einem Arena-Fighting-Spiel zu tun. Das bedeutet, dass deine Spielfigur sich in einem deutlich abgegrenzten Areal befindet und sich dort gegen einen oder mehrere Feinde erwehren muss.

Der Story-Modus orientiert sich wie gesagt an der ersten Season des Animes sowie dem Film Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba the Movie: Mugen Train. Man erlebt also mit, wie der Junge Tanjiro zum Demon Slayer wird und wie er und seine Schwester dann durch Japan reisen. Dabei wird die Geschichte wie auf einer Art Zeitstrahl repräsentiert, der ab und an links und rechts ausbricht, um das Geschehen zu erweitern. Hierbei findet man auf diesem Strahl, der in einzelne Kapitel unterteilt ist, nicht nur die jeweiligen Storyabschnitte, sondern ebenso besondere Cutscenes, die du durch das Erlangen von speziellen Aufgaben oder dem Aufsammeln bestimmter Objekte freischalten kannst.

Allerdings hat dies zur Konsequenz, dass die Geschichte stellenweise nicht stringent durch erzählt wird, sondern man weitere Infos erst nach dem Durchspielen eines Abschnittes erfährt. The Hinokami Chronicles setzt sogar voraus, dass man das macht, da es einem auch anzeigt, ob man innerhalb eines Storyteils alles erlangt hat.

Außerhalb der Kämpfe begibst du dich durch die jeweiligen Stages und erfüllst beispielsweise Missionen, wie, dass du mit einer bestimmten Anzahl an Leuten sprichst. Zu Beginn mag dieses Stagedesign noch interessant wirken. Doch auf Grund der Tatsache, dass die Stages alle relativ geradlinig designt sind und alle Aufgaben sowie interagierbaren Objekte auf der Karte direkt angezeigt werden, wird man sich schnell beginnen zu langweilen, eben weil dieses Gameplay auf Dauer eintönig wirkt. Und das, obwohl die Story an sich durchaus spannend und abwechslungsreich erzählt wird.

Demon Slayer Kimetsu no Yaiba The Hinokami Chronicles neXGam 53Letzten Endes ist das Herzstück von Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba – The Hinokami Chronicle das Kämpfen. Das dementsprechend spektakulär inszeniert worden ist. Die Gefechte wirken flott und eindrucksvoll, voller Special Effects. Jeder der spielbaren Charaktere, von denen es insgesamt 18 Stück gibt, kämpft anders. Tanjiro verwendet einen buchstäblichen Wasserstil und setzt gerne Headbutts als Meinungsverstärker ein. Seine Schwester Nezuko hingegen kann ihre Hände in Klauen verwandeln, weshalb sie auch im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen kämpft.

Dabei ist ein wesentliches Element die Fähigkeit, dass man mitten im Kampf mit einem Kampfgefährten interagieren kann. Je nach Befehlseingabe kann dieser im letzten Moment eine Attacke abwehren, einen Angriff unterstützen oder sich mit dem Spielcharakter ablösen. Wobei die Lebensenergie sich dabei nicht regeneriert, was man berücksichtigen muss.

Wie gesagt sind die Kämpfe spektakulär inszeniert. Gleichzeitig dauern sie nicht lange, da man bei einfachen Gegnern nach einer gewissen Anzahl an verlorener Lebensenergie einen prompt kriegt, mit dem man ihn mit einem Schlag töten kann. Die Bossgegner hingegen erfordern dann in einem Quick-Time-Event gleich mehrere Inputs, die, je erfolgreicher du bist, umso mehr Flammen kriegen. Was anschließend am Ende in die Endbewertung der Auseinandersetzung einfließt. Schade ist nur, dass man Gegner, die am Boden liegen, nicht ebenfalls angreifen kann, sondern abwarten muss, bis diese aufstehen. Und besonders heftigen gegnerischen Angriffen kann man problemlos ausweichen, da deren Reichweite angezeigt wird.

Je nachdem, wie viele Missionen und Objekte man absolviert und einsammelt, schaltet man neue Charaktere und Kostüme frei, die man dann unter anderem im Versus-Modus nutzen kann. Dabei speisen sich diese aus der gesamten Geschichte des Mangas und des Animes und sind gut designt.

 

Götz meint:

Götz

Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba – The Hinokami Chronicle ist ein gutes Arena-Fighting-Game. Die Story macht Spaß, auch wenn der Aufbau des Storymodus nicht sonderlich gelungen ist. Die Standardmissionen sind auf Dauer eintönig, was insofern kein großes Problem ist, als dass die Kämpfe das Herzstück des Games sind. Und die sind spektakulär inszeniert, wenn auch mit dem einzigen Manko, dass man am Boden liegende Feinde nicht angreifen kann. Das Design und die Darstellung gefällt, wobei die Sprachausgabe wie üblich in Endlisch oder Japanisch erfolgt.

Positiv

  • Gelungenes Arena-Beat'em Up
  • Spektakulär inszenierte Kämpfe

Negativ

  • Man kann am Boden liegende Gegner nicht angreifen
  • Eintöniger Storymodus
Userwertung
9.2 2 Stimmen
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Forum
  • von Mistercinema:

    EGA veröffentlicht heute das zweite kostenlose Update für Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami Chronicles, das Spiel zum gefeierten Anime. Mit Yahaba und Susamaru sind zwei weitere Dämonen im Versus-Modus verfügbar. Yahaba, einer der beiden neuen Dämonen, schließt mit Susamaru einen...

  • von Mistercinema:

    SEGA veröffentlicht heute ein erstes kostenloses Post-Launch-Update für Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami Chronicles, dem offiziellen Videospiel zum Erfolgsanime Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba, das u.a. zwei neue Charaktere enthält. Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami...

  • von Phill XVII:

    Den Anime finde ich recht gut aber das Spiel werde ich nur irgendwann mal im Sale mitnehmen. Das so gut wie jeder Charakter mit nem Katana rumrennt find ich von der Diversität irgendwie lame....

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Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba – The Hinokami Chronicle Daten
Genre 3dBeatEmUp
Spieleranzahl 1-2
Regionalcode -
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 2021-10-15 22:22:17
Vermarkter Atlus
Wertung 7
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