Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book im Test

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Dass den Jungs bei Gust nicht die Ideen ausgehen sieht man anhand der großen Anzahl von Videospielen. Mit Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book, den 17. Teil der Atelier-Serie, schaffen sie es wieder einmal, aus dem altbekannten Szenario storytechnisch viel rauszuholen.

Atelier_Sophie_The_Alchemist_of_the_Mysterious_Book6Hauptcharakter ist die junge Alchemistin Sophie Neuenmuller, die von ihrer Oma eine Alchemistenküche übernimmt und sich mit kleinen Aufträgen über Wasser hält. Was ihre Künste angeht, ist sie leider noch weit entfernt in die Fußstapfen der Großmutter zu treten, was ihr zu schaffen macht. Doch wie das Schicksal so spielt, findet Sophie in der Küche ein Alchemistenbuch, welches unbeschriebene Seiten beinhaltet. Da sie recht unbedacht an die Sache rangeht, kritzelt sie ein Rezept in dieses Buch und auf einmal beginnt dies zu sprechen und erzählt, dass es Plachta heißt. Aber sie hat ihre Erinnerung verloren. Und die beiden bemerken jedes Mal, wenn Sophie ein neues Rezept auf die leeren Seiten schreibt, das ein Teil der Vergangenheit von Plachta wiederkehrt. Und so nimmt sich Sophie der Mammutaufgabe an dem Alchemistenbuch wieder seine Erinnerungsstücke zurückzuholen. Und als Gegenleistung unterrichtet Plachta die noch recht unbedarfte Alchemistin in der Kunst der Alchemie.

Wie von der Serie erwartet ist die Storyline äußerst bodenständig und strotzt nicht wirklich mit Überraschungsmomenten. Kenner von Spielen wie Final Fantasy und Co. werden vielleicht durch die leicht plätschernde Erzählweise ein bisschen abgeschreckt. Doch dafür liebe ich die Atelier-Serie, da ich nicht jedes Mal den halben Planeten retten möchte. Der Hauptfokus ist sowieso nicht die Geschichte, sondern das ausgeklügelte Alchemistensystem und die Arbeit, die Drumherum ansteht. In kurzen Worten: Ihr nehmt Aufträge an, geht raus in die weite Welt und sammelt Zutaten bzw. Materialien und kehrt nach dem Füllen der Taschen wieder in die Küche zurück, um am Ende Gegenstände im Kessel zu brauen. Gust hat dabei erneut das Alchemistensystem umgekrempelt. Und so spielt sich Atelier Sophie noch einen ticken intuitiver als seine Vorgänger. Musstet ihr in der Vergangenheit jedes Mal Rezeptbücher kaufen, um das Wissen eures Protagonisten zu erweitern, lernt Sophie diese automatisch, wenn sie zum Beispiel in der Landschaft unterwegs ist oder mit bestimmten Leuten redet.

Atelier_Sophie_The_Alchemist_of_the_Mysterious_Book5Beim Erstellen von Items ist es wichtig die richtigen Zutaten zu nehmen, wo Buchstaben die Qualität signalisieren. Leicht ersichtliche Anzeigen geben Auskunft über Spezialeffekte und Bonis die am Ende zum Vorschein kommen können. Stehen die Bestandteile fest, geht es auf ein Spielbrett, wo ihr tetrisartige Steine passend legen müsst, um die Stärke der Bonis zu bestimmen. Das funktioniert erstaunlich gut und das ausgiebige Ausprobieren die Spielsteine so zu arrangieren, dass das ganze Spielbrett ausgefüllt wird, ist gelegentlich eine nette Denkaufgabe. Leider ist das altbekannte Zeitlimit wieder mit von der Partie. Egal was ihr macht oder wohin ihr lauft, schreitet die Zeit voran. Viele Aufträge haben eine Begrenzung, die es einzuhalten gilt. Diese ist zwar recht großzügig bemessen, aber es nervt unterm Strich.

Seit ihr im Feld unterwegs, werdet ihr zudem feststellen, dass ein Tag- und Nachtzyklus Einzug gehalten hat, der sich auch auf die Kämpfe auswirkt. Nachts sind Feinde viel aggressiver und durch die Bank stärker. Also aufgepasst! Doch durch den zügigen Wechsel der Tageszeiten ist es mir schon mehrmals passiert, dass ein dickes Monster vor meiner Nase erschien und ich mit meinem Team sozusagen blind in eine Attacke lief. Generell lassen sich die Gegner aus der Ferne leicht umgehen, so dass ihr die meisten Kämpfe bewusst wählen könnt. Sollte die Truppe mal ins Gras beißen, werdet ihr mit weniger Zutaten belohnt. Das Kampfsystem wurde zudem erweitert, so dass jetzt jeder Spielcharakter im Gefecht eine offensive- bzw. defensive Stellung einnehmen kann. Diese Einstellungen haben Einfluss auf Teamattacken oder wer in der Gruppe den Hauptteil der Prügel einsteckt. So lassen sich zum Beispiel schwächere Mitglieder, wie Sophie, besser vor Attacken schützen.

Atelier_Sophie_The_Alchemist_of_the_Mysterious_Book1Mit Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book hat die Serie neben der Playstation Vita und Playstation 3 nun die Playstation 4 erreicht. Und die Hoffnung das sich die Entwickler die Mühe gemacht haben, das Spiel mit deutschen Texten zu versehen, wird leider schon im Startmenü zu nicht gemacht. Das ist erneut bedauerlich und so wird der neuste Teil erneut nur eine Randgruppe in Deutschland treffen. Grafisch ist Atelier Sophie ein Kompromiss von drei Systemen. Da dasselbe Videospiel sowohl auf dem Handheld wie auch auf den beiden Heimkonsolen erscheint und untereinander kompatibel ist, hat man sich das schwächste Gerät als Referenz genommen. Die Playstation 4-Version hingegen punktet mit höherer Auflösung und zugleich merkt man dieser an, wie kahl die Welt von Atelier Sophie doch aussieht. Die Kleinstadt Kirchen Bell mutet sehr unbewohnt an und die wenigen Passanten, die ihr trefft, stehen wie Wachsfiguren in der Gegend rum. Zudem wirkt die Cell Shading-Grafik recht detailarm. Dafür kann der Soundtrack umso mehr punkten und alle Musikstücke sind von sehr hoher Qualität.

Dominic meint:

Dominic

Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book ist ein gutes Spiel, welches das Alchimistensystem weiter verbessert und durch eine liebevolle Welt und Charaktere punktet. Doch kann es nicht das Niveau des Vorgängers halten. Um ein ‚‚sehr gut‘‘ zu erhaschen, hätte Gust das Zeitlimit streichen sollen, dem Spiel deutsche Texte verpassen müssen und sich mehr Mühe mit der Umsetzung auf die einzelnen Konsolen geben sollen. Trotzdem immer noch eine Kaufempfehlung!

Positiv

  • Verbessertes Alchimistensystem
  • Tag- und Nachtwechsel
  • Cross Save-Funktion

Negativ

  • Zeitlimit
  • Keine deutschen Texte
  • Grafisch auf der PS4 nicht ganz frisch
Userwertung
8.16667 3 Stimmen
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Forum
  • von Phill XVII:

    Man muss aber auch ehrlicherweise sagen dass die garnicht soo umfangreich sind.Mit einem einfachen Casual Durchlauf bin ich immer so um die 30 Stunden beschäftigt.Da kommt man schon mal in knapp 2 Wochen durch eine Trilogie durch....

  • von aldi404:

    Wahnsinn wie schnell du durch die ganzen Atelier Spiele kommst während ich gefühlt 1 Jahr pro Titel brauche 😅...

  • von Phill XVII:

    Nun bin ich mit meinem derzeitigen Atelier Wahn bei Sophie angekommen.Das Alchemie System fand ich anfangs recht nervig aber sobald man die besseren Kessel freischaltet und vorallem die Tetris Pieces endlich drehen kann, macht es mir schon recht Spaß.Vom Ablauf her fühlt sich das Spiel aber...

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Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book Daten
Genre Rollenspiel
Spieleranzahl 1
Regionalcode regionfree
Auflösung / Hertz 1080p/720p
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2016-06-10
Vermarkter Sony
Wertung 8.1
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