Street Surfer im Test

Commodore 64

Woran denkt ihr beim Thema Recycling? Sicher nicht an ein Rennspiel. Nein, es ist kein »Wir-crashen-die-Konkurrenz-so-lange-bis-sie-reif-für-die-Schrottpresse-sind« Racing Game. Als Jugendlicher in den 80ern fuhr man noch auf Skateboards durch die Gegend. Ihr seid verwirrt? Dann lest lieber weiter!

Street-Surfer-03Der Street Surfer ist los und erinnert unweigerlich an Michael J. Fox aus Zurück in die Zukunft II, der 1989 ebenso mit einem orangefarbenen Hoverboard im Jahre 2015 über die Straßen fegte. In Ordnungs, es mag etwas weit hergeholt sein, aber so ähnlich kann man sich den Spielablauf des Titels vorstellen. Cool posiert unser Alter Ego mit neckischem Haarschnitt auf dem Titelbildschirm. Das eigentliche Spiel hingegen präsentiert sich recht unspektakulär. Wie in zahlreichen anderen Rennspielkollegen dreht der Skater dem Gamer den Rücken zu und fährt auf der Schnellstraße einem Bergpanorama entgegen. Wie gesagt schon mehr als oft gesehen, vor allem zu dieser Zeit.

Mit dem Skateboard gilt man also als schwächster Teilnehmer am Straßenverkehr und das lassen die anderen uns auch durchaus spüren. Man wird von den recht blockigen Autos angehupt und beschimpft. Manche ersparen sich die Hupe gleich und fahren uns direkt über den Haufen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Nicht einmal die Tierwelt macht es uns leichter. Wie sonst ist es zu erklären, dass ab und an Hühner die Straße überqueren? Sofort denkt das Spielerhirn an Freeway von Activision, doch dafür ist auf der Strecke viel zu wenig los. Das Federvieh kann man mit einem beherzten Sprung einfach drüber hopsen, ebenso wie den Gullideckeln die einen zu verfolgen scheinen. Mit jeder Kollision fliegt man von seinem Board und verliert Lebenspunkte, jedoch hat man die Möglichkeit diese aufzufüllen und hier kommt der Recyclinggedanke zum Tragen.

Street-Surfer-05Wiederholt liegen am Straßenrand leere Cola Flaschen, die man tunlichst einsammeln sollte. Nicht nur, um die Welt ein bisschen schöner zu machen, sondern zwecks purem Eigennutz. Am Ende eines jeden Abschnitts erreicht man einen Rückgabeautomaten, in dem man seine aufgesammelten Behälter versenkt. Für sämtliche erhält man wertvolle Lebensenergie zurück. Neben den Rüpeln auf der Straße sind durchaus nette Autofahrer unterwegs, die einem eine gefüllte Colaflasche entgegenstrecken. Schafft man es also mit gleicher Geschwindigkeit nahe dem Auto herzufahren und diese aufzusammeln, kann man seine Lebensleiste enorm auffrischen und bekommt noch zusätzliches Leergut für das Levelende. Folglich eine Win-Win Situation. Dabei ist darauf zu achten, dass Autos immer in derselben Reihenfolge der Straße entlang heizen. Deshalb sollte man sich einprägen, auf welcher Straßenseite man wen überholte.

Ein weiteres Feature ist die Spielmusik. Die Geschwindigkeit der einprägsamen Melodie richtet sich nach der eigenen. Wenn ihr mit Höchstgeschwindigkeit über die Bundesstraße jagt, verhält sich die Musik ebenso hektisch. Ein tolles, aber auch verhängnisvolles Merkmal, vor allem für Adrenalinjunkies wie mich. ;) Obwohl sich das Street Surfer in einzelne Abschnitte teilt, an deren Ende sich immer ein Recyclingautomat befindet, ist das Spiel endlos. Wer also eine gewisse Strategie entwickelt, kann bis in alle Ewigkeit zocken. Aufgrund der tadellosen Steuerung und den witzigen Aussagen der Autofahrer und des Boarders nach einem Sturz macht das Game Lust auf mehr.




Michael meint:

Michael

Klein aber oho, könnte man Street Surfer attestieren. Einst ein Budgetgame aus dem Hause Mastertronic, ist es auch heute noch ein durchaus spielenswerter Titel. Es ist diese Einfachheit, die das Spiel auszeichnet und die witzige Idee den Jugendlichen zu zeigen, dass sich Recycling doch lohnt. Gute Steuerung und überdurchschnittliche Technik machen den Titel zu einem Game, dass man nicht verpasst haben sollte.

Positiv

  • einfach zu erlernen
  • kurzweiliges Racing Game
  • Bildungsauftrag ;)

Negativ

  • etwas zu leicht
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8.9 5 Stimmen
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Forum
  • von Azazel:

    Naja, die beiden spiele haben, bis auf das Skateboard, nix miteinander zu tun und gehören zwei verschiedenen Genres an.

  • von 112erstahlbeton:

    Fands damals schon crapy. Lieber Skate or die gespielt.

  • von Azazel:

    Jo, damals ein suchtspiel. Immer wieder gerne gespielt. Die Musik geht auch heute noch ins Ohr....

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