| Genre: | Ego-Shooter |
| Spieleranzahl: | 1 |
| Regionalcode: | - |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | Ubisoft |
Wertung |
Made in Germany....... Das stand früher für den technischen Vorsprung in der Industrie und für „gute deutsche Wertarbeit“. Leider ist das im Gebiet von Computer & Videospiele Software schon lange kein Thema mehr. Erst seit dem letzten Jahr, als plötzlich ein Spiel namens „YAGER“ auf den Tisch kam, schaute man zum ersten Mal wieder Richtung Deutschland. Zuerst auf der Xbox und nunmehr auch auf dem PC kursierte eine Grafikpracht über die Kontinente, die viele Leute zum Staunen brachte. Zum absoluten Durchbruch schaffte es dieser Titel aber dann auch nicht. Nun kommt das deutsche Entwicklerteam „Crytek“ mit seinem Ego-Shooter Farcry aus den Startlöchern und präsentieren uns ein Game, welches vielleicht sogar den Award „Game of the Year 2004“ erringen könnte. Schauen wir uns die Sache also einmal genauer an.
Was braucht man also für ein gutes Spiel? Fette Grafik in jedem Fall. Dazu noch eine Gegner-KI, die endlich mal wieder fordert. Jetzt bitte noch eine relativ gute Story und fertig ist der Erfolgscocktail. Irgendwie so müssen die Entwickler bei „Crytek“ wohl gedacht haben und schafften als erstes einmal die Grundlage hierfür. Die eigens entwickelte „Cry-Engine“ zeigt nämlich dem Rest der Welt derzeit seine Rückleuchten. Und das sogar in dem Maße, daß angekündigte Titel wie „Doom 3“ & „Half Life 2“ sich plötzlich warm anziehen müssen, wenn sie dieses Jahr den begehrten „Award“ absahnen wollen. Diese fulminante Optik sucht man derzeit bei anderen Spielen vergebens. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch die erste Einschränkung, denn bei dem Wort „Ressourcen“ schreit das Spiel geradezu nach „Nachschlag“.

Willkommen im Höllen Paradies
Zwar soll das Spiel auf einer minimal Konfiguration von 1Ghz CPU, 256MB RAM und einer Geforce 2 / ATI 8500 mit 64MB laufen, aber in dem Fall muß auf sehr viel verzichtet werden. Empfohlen wird bereits ein 2Ghz CPU mit 512MB RAM und einer Geforce 4 / ATI 9500 mit 128MB. So richtig kommt man dann ins Schwitzen, wenn man die Daten der „Leistungsstarken“ Anforderungen liest, als da wären ein 3Ghz CPU mit 1024MB RAM sowie einer Geforce FX 5950 oder ATI 9800 Pro. Und selbst auf solch einer Konfiguration habe ich es geschafft die Framerate bei einigen Stellen auf 11 FPS herunter zu bekommen. Willommen in der bereits heute eingetroffenen Zukunft.
Kommen wir aber nun einmal zum Spiel selber. Dieses befindet sich auf einer DVD-ROM und will sich bei einigen Rechnern absolut nicht aufspielen lassen. Wer jetzt denkt, daß dieses Problem an einem Bug liegt, irrt gewaltig. Die Entwickler verpaßten dem Spiel nämlich einen extremen Kopierschutz, welcher das Aufspielen auf Rechner mit „virtuellen Laufwerken“ wie sie zu meinst bei aktuellen Kopierprogrammen a la Clone-CD bzw. Clone-DVD genutzt werden unmöglich machen. Selbst das deinstallieren dieser Software bringt oft nicht das gewünschte Ergebnis und manchmal bleibt leider keine andere Wahl wie eine komplette Formatierung. Es sei an dieser Stelle aber eindeutig darauf hingewiesen, daß dieser Titel jede Arbeit wert ist um ihn zu spielen.

Diese Hütte gehört zu Eurem Leidwesen nicht Robinson Cruso
Solltet Ihr zu den Leuten gehören, bei denen sich der Titel sofort aufspielen läßt, gelangt Ihr zuerst ins Hauptmenü. Die Leistungseinstellungen werden dabei vom System automatisch vorgenommen, was aber trotzdem noch manuell nachgestellt werden kann bzw. sogar muß. Dazu aber später mehr. Geht Ihr in den Single Player Modus, könnt Ihr den Schwierigkeitsgrad vorwählen. Sehr genial ist hier gelöst, daß man trotz der Vorgabe der Spielstufe die Möglichkeit hat die Gegner-KI auf Automatik zu stellen. Nun passen sich die Gegner immer Euren Fähigkeiten an, was das Spiel um einiges reizvoller macht. Als nächstes kommt dann ein cineastisch von schneller Bilderfolge ablaufender Vorspann, welcher mit fetten Beats untermalt ist und den Käufer nach dem ersten angucken bestimmt zuerst einmal mehr verwirrt, als er erklärt.
Man sieht „Jack Carver“, welcher seine finstere & schmerzhafte Vergangenheit hinter sich gelassen hat um fortan im Südpazifikein Ausflugsboot zu kommandieren. Jack wurde von „Valerie Constantine“ angeheuert um sie auf eine der Insel von Mikronesien zu bringen, auf der sie Fotos von Ruinen machen möchte. Nachdem Val abgesetzt wurde und Jack auf dem Rücktritt ist, wird sein Boot plötzlich von einer Panzerfaust versenkt und er schafft es so gerade noch sich an Land zu retten. Nachdem er in einer Höhle erwacht, findet sich alsbald ein Bildfunkgerät, auf dem jemand bereits auf Euch zu warten scheint.
Dieser jemand stellt sich später als „Harlan Doyle“ vor, doch bevor er dies tut, will er sich mit Euch treffen. Hierzu müßt Ihr über die halbe Insel kommen, was sich als nicht gerade einfach herausstellt. Auf der Insel werden nämlich von „Professor Krieger“, einem renommierten Wissenschaftler in der Gentechnologie Experimente an Primaten durchgeführt. Zum Schutz dieser Tests ist die Insel übersäht mit Söldnern, die das ganze schützen sollen. Anscheinend macht der Professor dieses netten Versuche aber nicht nur an Tieren, sonder ist bereits eine Stufe weiter gegangen. Dies wird durch die Story aber erst später zu Tage kommen.

Dies ist keine Sequenz sonder wiklich InGame Grafik
Fakt ist, daß Ihr Euch nun auf den Weg machen müßt und mehr Informationen von Harlan zu erhalten. Dieser gibt Euch über das Bildfunkgerät immer hilfreiche Tipps und Anweisungen, aber immer nur gerade soviel, daß Ihr die Aufgabe schaffen könnt. Da bei Farcry immer das komplette Areal geladen wird, dauert das erstmalige einlesen eines Levels sehr lange. Dafür bekommt Ihr aber auch Dinge geliefert, die es bisher so nicht gab. Neben 16 Waffen vom Messer, über die P90, einer MP5, dem M4, AG36 & OICW Sturmgewehr, über Schrotflinten, Scharfschützengewehren, Raketenwerfern bis hin zu verschiedenen Granaten wird hier alles aufgefahren. Selbst festmontierte Mörser und Gatlings lassen sich bedienen.
Hinzu kommen nette Utilities wie Lampen, Sprengsätze, Nacht.- Wärmebild Sichtgeräte bis zum High-Tech Fernglas. Dieses ist mit Euer wichtigstes Teil, denn neben einer 24-fachen Vergrößerung beinhaltet dieses gleichzeitig ein Richtmikrofon, sowie eine Markierungseinheit. Wie genial das Teil ist, zeigt sich z.b. auf einer hochgelegenen Stelle der Insel. Seht Ihr mit dem bloßen Auge weit in der Ferne eine kleine Inselgruppe, so bringt das Fernglas diese unwahrscheinlich weit heran. Selbst auf einer Entfernung von mehren hundert Meter sieht man nun die Söldner umhergehen und kann sogar deren Gespräche belauschen. Dies wird nur möglich, da wie oben bereits geschrieben, immer der komplette Level eingeladen wird. Alles läuft permanent in Echtzeit ab. Zusätzlich zu der extremen Sichtweise wir nun auch noch jeder gesehene Gegner auf Eurem Radar hinzugefügt. Egal wo dieser Mann hingeht, Ihr wißt es nun.

Guck mal, eine Inselgruppe...
Genau das macht den taktischen Touch des Spiels aus. Obwohl die Story linear ist, kommt einem durch die überdimensional gegeben Freiheit dies nicht mehr so vor. Man bekommt auf dem Radar nur gezeigt, wo man als nächstes hin muß. Wie Ihr das macht, bleibt komplett Euch überlassen. Da sich das Spektakel auf einer Südseeinsel abspielt, führen hier „alle Wege nach Rom“. Ihr könnt Euch quer durch den Dschungel kämpfen, oder aber sämtliche Fahrzeuge benutzen, die sich so finden. An Bord dieser könnt Ihr auch jederzeit die aufmontierten Waffensysteme nutzen. Das steuern bedarf einer kleinen Proberunde, sollte aber recht schnell erlernt sein. Neben verschiedenen Fahrzeugen kann Jack auch Boote, Gabelstapler oder später sogar „Drachen“ benutzen. Leider könnt Ihr die phänomenale Aussicht bei diesen Einlagen in der Regel nicht all zu lange genießen.
So wie es Euch obliegt, ob Ihr dem Ziel gerade entgegen geht, oder Euch über Umwege versteckt nähert, so bleibt Euch die Möglichkeit, die Gegner aus dem Weg zu räumen oder einfach nur auszutricksen. Egal ob durch Stealth Einlagen, dem überrollen per Fahrzeug oder dem Anwenden einer Guerilla Taktik mit Stellungswechsel, hier ist alles möglich. Lediglich ramboartige Schießeinlagen bringen Euch nach kurzer Zeit schon nicht mehr weiter. Denn neben der wohl derzeit genialsten Grafik in einem Videospiel sind die Gegner dieses mal nicht von schlechten Eltern. Man erkennt schon sehr schnell den Unterschied zwischen einem Techniker und einem kampferprobten Söldner. Lassen sich erstere noch relativ schnell ausschalten, fordern die Söldner einem schon wesentlich mehr ab. Nicht nur, daß sie so schlau sind um immer erst einmal Alarm schlagen um Verstärkung heran zu holen, welche teilweise dann sogar per Hubschrauber in Eure Umgebung gebracht wird, nein sie agieren auch noch taktisch zusammen.

Das schauen wir uns doch mal genauer an...
Dies passiert von permanenten Stellungswechseln, bei denen sie auch noch in Eure Richtung schießen bis zum gezielten einkreisen Eurer letzten bekannten Position. Und die Kameraden gehen hier nicht nur visuell vor. Solltet Ihr gesehen werden, geht eh sehr schnell die Post ab. Aber man achtet auch auf Eure Schüsse und so gehen die Jungs permanent in die Richtung, aus welcher der Schuß kam. Sind sie Euch einmal nahe, verraten Euch die Geräusche, welche Ihr im Buschwerk macht. Hier ist also sofort ducken, wenn nicht sogar besser kriechen angesagt, um so wenig Laut wie möglich zu machen. Geratet Ihr unter Beschuss wird das auf dem Bildschirm mit roten Balken kenntlich gemacht, so daß Ihr in dem Getümmel die Ausgangsrichtung ausmachen könnt.

...Oh, gar keiner zu Hause...
Gerade dieser Aspekt kann aber auch nützlich sein, da man die Fähigkeit besitzt Steine zu werfen oder auf andere Art Lärm zu machen, z.B. durch eine gezielte Detonation einer Granate oder vorhandener Maschinen. Auf diese Art lassen sich viele Gegner in einen Hinterhalt locken. Wenige male sind aber auch bei diesen Truppen einige Idioten dabei, die fast durch Euch durch laufen, um an den Ort zu gelangen, wo sie etwas gehört haben. Gerade in den Innenlevel kann dies passieren. Wie Ihr seht, ist es also überlebenswichtig, daß man jedes Gebiet vorher so gut wie möglich mit dem Fernglas absucht, um die erkannten Gegner auf dem Radar zu manifestieren. Haltet Ihr Euch nicht daran, wird schneller aus dem Hinterhalt auf Euch geschossen, als Euch lieb sein wird. Und dies bedeutet meist recht schnell den Tod, da man nicht nur Gewehre gegen Euch einsetzt, sondern sehr oft auf Granatwerfer zurückgreift.
Um den Überblick zu behalten, wird Euch hierzu unten rechts Eure Lebensenergie, den Stand einer eventuell vorhandenen Schutzweste sowie Eurer Kondition angezeigt. Letztere füllt sich beim stehenbleiben recht schnell wieder auf. Geht Ihr dabei umher, geschieht dies schon langsamer. Unter Wasser, beim Rennen oder wenn Ihr die Luft anhaltet um ruhiger auf Distanz zielen zu können, nimmt diese Anzeige ab. Auf Eurem Weg finden sich immer Medipacks, welche die Energie wieder herstellen. Auch gefundene Westen könnt Ihr aufnehmen, Habt Ihr vorher aber auf Träger geschossen, hat diese vielleicht nicht mehr den voller Wert. Genauso Verhält es sich mit den Fahrzeugen. Je mehr sie beschossen wurden, desto weniger funktionieren sie noch. Dies wird dann unten symbolisch eingeblendet. Bevor der Wagen den Geist ganz aufgibt, solltet Ihr ihn verlassen haben, da er sich in der Regel mit einer netten Explosion verabschiedet.

Theoretisch ein fantstischer Angelplatz..... theoretisch
Während all dieser Aktionen, werdet Ihr mit einer Unmenge an Geräuschen und Lauten aus dem gefährlichem Urwald umrieselt. Dies kommt schon bei einem System mit Onboard Soundkarte und Stereo Lautsprechern ganz gut, so richtig vereinnahmen tut es Euch dann aber, wenn Ihr es auf einer 24Bit EAX Soundkarte mit gekoppeltem 5.1 Soundsystem genießen könnt. Auch die Waffen.- und Motorengeräusche stimmen hier einmal voll und ganz. Das Spiel wurde auch ziemlich gut in die deutsche Sprache übersetzt, wobei einige sich öfter wiederholende Sprüche auf Dauer ein klein wenig am Gesamteindruck dieser Kategorie kratzen.

Die Bordgeschütze leisten ganze Arbeit
Euer Abenteuer setzt sich nun immer weiter fort. Ihr müßt mehr oder weniger freiwillig versuchen Valerie aus den Händen der bösen Jungs zu befreien, welche bei den auf der Insel üblichen Praktiken, anscheinend in Lebensgefahr schwebt. Welche Rolle Euer frühzeitiger Freund Harlan dabei genau spielt, klärt sich ebenfalls später. Leider habt Ihr zu Anfang keine andere Möglichkeit, ihm und seinen Weisungen einfach folge zu leisten, damit es weiter geht. Ums speichern braucht Ihr Euch eigentlich auch nicht zu kümmern. Die Entwickler nahmen Euch diese Arbeit ab, indem sie an logischen Punkten innerhalb des Spiels feste Speicherstellen eingebaut hat. Mittlerweile gibt es im Netz aber Modifikationen, welche eine Schnellspeicher.- und Ladefunktion nachträglich implantiert. Eigentlich sollte man es auch auf dem vorgesehenen Weg schaffen weiter zu kommen, da diese sehr gut und logisch verteilt sind.
Als wenn das Spiel an sich nicht schon gut genug wäre, hat man natürlich auch an die Freunde von Multiplayerspielen gedacht. Nicht nur, daß man von Anfang an ein Editor-Tool zur Verfügung stellte um hier stetigen Nachschub von Maps aus den Reihen der Fans zu gewährleisten, sondern auch das Spiel selbst macht in dieser Kategorie einen sehr guten Eindruck. Alleine die durchdachte Ausführung von realen Dingen wie einer Scharfschützen-Reflektion oder der neuartigen Support Einheit versprechen hier noch nach dem durchspielen wochenlang Freude. Vor wenigen Tagen wurde sogar die Xbox Umsetzung des Spiels offiziell angekündigt.
Es wird also nicht daran liegen, was uns grafisch hier aufgetischt wird, wenn der ersehnte Award 2004 dann doch in andere Hände fällt. Solch detaillierte Landschaften hat es bis dato nicht gegeben. Auch die kilometerweite Sicht läßt einen diesen zu Anfang traumhafte Südseeinsel eher wie das Paradies, als wie die Hölle vorkommen. Gerade aber dieser Punkt ist auch der tückischste, denn trotz der automatischen Erkennung der Hardware, war bei meinem ersten Testrechner bei Level 2 erst einmal Ende, denn die Framerate ging hier in den Innenlevels an einigen Stellen auf 7-9FPS runter, was als nicht mehr spielbar zu bezeichnen ist. Erst durch manuellen experimentieren mit den erweiterten Grafikeinstellungen, habe ich guten Mittelweg gefunden. Ihr solltet bei gleichen Problemen als erstes die Einstellung für „Licht“ und „Schatten“ einen Wert nach unten setzen. Hierdurch bleibt Euch z.B. das sensationell aussehende Wasser erhalten.

Auch die Gamephysik kann voll überzeugen...
Soundmäßig bleibt kein Wunsch unerfüllt. Eine gute Syncro, fantastische Geräusche welche gerade über eine EAX Enhance Soundkarte und einem DD5.1 System vollends zur Geltung kommt, lassen Euch in der Hölle des Dschungel untergehen und mehr als einmal die Pausetaste betätigen, um wieder etwas ruhiger zu werden. Aber auch auf einfachen Soundkarten und Boxensystemen macht dieser Titel noch einen sehr guten Eindruck. Ein Subwoofer sollte aber vielleicht Euer eigen sein, denn dann kommen die Explosionen erst richtig gut zur Geltung.
Wo der Titel in den anderen Punkten schon so gut ist, fällt er auch bei der Steuerung nicht aus dem Rahmen. Die sehr gut durchdachte Vorgabe kann sicherlich für die meisten von Euch einfach übernommen werden. Wer dennoch seine eigenen Vorgaben machen möchte, kann dies auf voller Breite erledigen. Die Reaktionen der Figur und der Waffen ist sehr gut. Nur das Fahren mit den Fahrzeugen über die Tastatur bedarf ein wenig Übung, was aber den Gesamteindruck aber nicht schmälert.

Mit Farcry zeigt das in Coburg ansässige Entwicklerteam „Crytek“ dem Rest der Welt ganz klar wo die derzeitige Spitze in diesem Bereich zu suchen ist. Solch wunderbare Grafik mit sämtlichen zurzeit verfügbaren Grafikeffekten gab es bisher nicht. Umherschwimmende Fische sind ebenso Umgebungsbelebend, wie die Physik des Spiels. Gegenstände reagieren auf Beschuß und Explosionen in der Nähe, Fässer rollen nach einem Tritt oder Beschuß den Abhang hinunter oder explodieren je nach Inhalt, Kisten oder leere Fässer schwimmen nach solchen Einwirkungen auf dem Wasser. Je nach Konfiguration werden einige Effekte natürlich ausgeblendet.
So gibt es auf meinem AMD2200+ mit 512MB RAM und Geforce FX 5600 z.B. keine Fischlein mehr im Wasser. Auch Effekte an den Höhlenwänden oder durch Lichteinfall sind hier reduziert. Auf dem zweiten Testsystem einem 2,80@3,16GHz Ghz übertaktetem P4 mit eingeschaltetem HT, 1024MB RAM und ATI Radeon 9800 Pro und Creative Soundblaster Audigy2 Soundkarte mit THX-Zertifikat & 6.1 Unterstützung, welche aber „nur“ an ein DD5.1.System angeschlossen war, zeigte sich dann natürlich wesentlich mehr des Potentials. Aber auch hier schafften wir es nach dem Einschalten von FSAA die Framerate an ein paar Stellen in die Knie zu zwingen. Diese waren dann allerdings nicht in spielentscheidenden Szenen.

Diese Grafikpracht gibt es auf einer Geforce FX 5600
Leider reicht die automatische Erkennung des Spiels nicht immer aus, um doch einen absolut reibungslosen Ablauf des Spiels zu gewährleisten. Aus diesem Grund gibt es in meiner Gesamtwertung hier auch einen Punkt Abzug. Also nicht wundern, daß die 4 Zahlen nicht die Summe ergeben. Erst wenn in diesen Fällen manuell nachjustiert wird, gibt es ein Spielvergnügen, wie es schon lange nicht mehr auf dem Markt gab. Als Hilfestellung stell ich auf unserem Server ein kleines Tool namens "Fraps" zur Verfügung. Startet Ihr dieses vor dem Spiel, zeigt es Euch in einer von 4 Ecken permanent die aktuelle Framerate des Spiels an. Damit läßt sich dann leicht die beste Einstellung für Euer System herausfinden. Ihr solltet dann aber bis Level 2 warten, da hier im dritten Raum zum ersten Mal die Rate extrem einbrechen kann.
Testrechner 1
AMD 2200+ FSB 266
512MB DDR-Ram 333 PC-2700
Chipsatz Via KT400
Geforxe FX 5600 mit 128MB
5.1 Sound OnBoard gekoppelt an 2.1 Creative System
Win XP
Testrechner 2
Intel P4 HT 2,8@ 3,16GHz FSB 800@900MHz
2x 512MB Infineon DDR-Ram PC-3200@3600 im DualChannel
Chipsatz Intel I875P
ATI-Radeon 9800 Pro
Creative Sound Blaster Audigy2
Win XP
Mindestanforderungen
P3 oder AMD Athlon 1000 Mhz
256MB Ram
Geforce 2 mit 64MB oder ATI 8500
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
4x DVD-ROM
4GB Festplattenspeicher
64Kbps zum Spielen, 512 Kbps um 8 Leute zu hosten
Win 98 SE / 2000 / ME / XP
Empfohlene Konfiguration
P4 oder AMD Athlon mit 2000 Mhz
512MB Ram
Geforce 4 128MB oder ATI 9500
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
8x DVD-ROM
Leistungsstarke Konfiguration
P4 oder AMD Athlon 3000 Mhz
1024MB Ram
Geforce FX 5950 / ATI Radeon 9800 Pro
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
16x DVD-ROM

Willkommen im Höllen Paradies
Zwar soll das Spiel auf einer minimal Konfiguration von 1Ghz CPU, 256MB RAM und einer Geforce 2 / ATI 8500 mit 64MB laufen, aber in dem Fall muß auf sehr viel verzichtet werden. Empfohlen wird bereits ein 2Ghz CPU mit 512MB RAM und einer Geforce 4 / ATI 9500 mit 128MB. So richtig kommt man dann ins Schwitzen, wenn man die Daten der „Leistungsstarken“ Anforderungen liest, als da wären ein 3Ghz CPU mit 1024MB RAM sowie einer Geforce FX 5950 oder ATI 9800 Pro. Und selbst auf solch einer Konfiguration habe ich es geschafft die Framerate bei einigen Stellen auf 11 FPS herunter zu bekommen. Willommen in der bereits heute eingetroffenen Zukunft.
Kommen wir aber nun einmal zum Spiel selber. Dieses befindet sich auf einer DVD-ROM und will sich bei einigen Rechnern absolut nicht aufspielen lassen. Wer jetzt denkt, daß dieses Problem an einem Bug liegt, irrt gewaltig. Die Entwickler verpaßten dem Spiel nämlich einen extremen Kopierschutz, welcher das Aufspielen auf Rechner mit „virtuellen Laufwerken“ wie sie zu meinst bei aktuellen Kopierprogrammen a la Clone-CD bzw. Clone-DVD genutzt werden unmöglich machen. Selbst das deinstallieren dieser Software bringt oft nicht das gewünschte Ergebnis und manchmal bleibt leider keine andere Wahl wie eine komplette Formatierung. Es sei an dieser Stelle aber eindeutig darauf hingewiesen, daß dieser Titel jede Arbeit wert ist um ihn zu spielen.

Diese Hütte gehört zu Eurem Leidwesen nicht Robinson Cruso
Solltet Ihr zu den Leuten gehören, bei denen sich der Titel sofort aufspielen läßt, gelangt Ihr zuerst ins Hauptmenü. Die Leistungseinstellungen werden dabei vom System automatisch vorgenommen, was aber trotzdem noch manuell nachgestellt werden kann bzw. sogar muß. Dazu aber später mehr. Geht Ihr in den Single Player Modus, könnt Ihr den Schwierigkeitsgrad vorwählen. Sehr genial ist hier gelöst, daß man trotz der Vorgabe der Spielstufe die Möglichkeit hat die Gegner-KI auf Automatik zu stellen. Nun passen sich die Gegner immer Euren Fähigkeiten an, was das Spiel um einiges reizvoller macht. Als nächstes kommt dann ein cineastisch von schneller Bilderfolge ablaufender Vorspann, welcher mit fetten Beats untermalt ist und den Käufer nach dem ersten angucken bestimmt zuerst einmal mehr verwirrt, als er erklärt.
Man sieht „Jack Carver“, welcher seine finstere & schmerzhafte Vergangenheit hinter sich gelassen hat um fortan im Südpazifikein Ausflugsboot zu kommandieren. Jack wurde von „Valerie Constantine“ angeheuert um sie auf eine der Insel von Mikronesien zu bringen, auf der sie Fotos von Ruinen machen möchte. Nachdem Val abgesetzt wurde und Jack auf dem Rücktritt ist, wird sein Boot plötzlich von einer Panzerfaust versenkt und er schafft es so gerade noch sich an Land zu retten. Nachdem er in einer Höhle erwacht, findet sich alsbald ein Bildfunkgerät, auf dem jemand bereits auf Euch zu warten scheint.
Dieser jemand stellt sich später als „Harlan Doyle“ vor, doch bevor er dies tut, will er sich mit Euch treffen. Hierzu müßt Ihr über die halbe Insel kommen, was sich als nicht gerade einfach herausstellt. Auf der Insel werden nämlich von „Professor Krieger“, einem renommierten Wissenschaftler in der Gentechnologie Experimente an Primaten durchgeführt. Zum Schutz dieser Tests ist die Insel übersäht mit Söldnern, die das ganze schützen sollen. Anscheinend macht der Professor dieses netten Versuche aber nicht nur an Tieren, sonder ist bereits eine Stufe weiter gegangen. Dies wird durch die Story aber erst später zu Tage kommen.

Dies ist keine Sequenz sonder wiklich InGame Grafik
Fakt ist, daß Ihr Euch nun auf den Weg machen müßt und mehr Informationen von Harlan zu erhalten. Dieser gibt Euch über das Bildfunkgerät immer hilfreiche Tipps und Anweisungen, aber immer nur gerade soviel, daß Ihr die Aufgabe schaffen könnt. Da bei Farcry immer das komplette Areal geladen wird, dauert das erstmalige einlesen eines Levels sehr lange. Dafür bekommt Ihr aber auch Dinge geliefert, die es bisher so nicht gab. Neben 16 Waffen vom Messer, über die P90, einer MP5, dem M4, AG36 & OICW Sturmgewehr, über Schrotflinten, Scharfschützengewehren, Raketenwerfern bis hin zu verschiedenen Granaten wird hier alles aufgefahren. Selbst festmontierte Mörser und Gatlings lassen sich bedienen.
Hinzu kommen nette Utilities wie Lampen, Sprengsätze, Nacht.- Wärmebild Sichtgeräte bis zum High-Tech Fernglas. Dieses ist mit Euer wichtigstes Teil, denn neben einer 24-fachen Vergrößerung beinhaltet dieses gleichzeitig ein Richtmikrofon, sowie eine Markierungseinheit. Wie genial das Teil ist, zeigt sich z.b. auf einer hochgelegenen Stelle der Insel. Seht Ihr mit dem bloßen Auge weit in der Ferne eine kleine Inselgruppe, so bringt das Fernglas diese unwahrscheinlich weit heran. Selbst auf einer Entfernung von mehren hundert Meter sieht man nun die Söldner umhergehen und kann sogar deren Gespräche belauschen. Dies wird nur möglich, da wie oben bereits geschrieben, immer der komplette Level eingeladen wird. Alles läuft permanent in Echtzeit ab. Zusätzlich zu der extremen Sichtweise wir nun auch noch jeder gesehene Gegner auf Eurem Radar hinzugefügt. Egal wo dieser Mann hingeht, Ihr wißt es nun.

Guck mal, eine Inselgruppe...
Genau das macht den taktischen Touch des Spiels aus. Obwohl die Story linear ist, kommt einem durch die überdimensional gegeben Freiheit dies nicht mehr so vor. Man bekommt auf dem Radar nur gezeigt, wo man als nächstes hin muß. Wie Ihr das macht, bleibt komplett Euch überlassen. Da sich das Spektakel auf einer Südseeinsel abspielt, führen hier „alle Wege nach Rom“. Ihr könnt Euch quer durch den Dschungel kämpfen, oder aber sämtliche Fahrzeuge benutzen, die sich so finden. An Bord dieser könnt Ihr auch jederzeit die aufmontierten Waffensysteme nutzen. Das steuern bedarf einer kleinen Proberunde, sollte aber recht schnell erlernt sein. Neben verschiedenen Fahrzeugen kann Jack auch Boote, Gabelstapler oder später sogar „Drachen“ benutzen. Leider könnt Ihr die phänomenale Aussicht bei diesen Einlagen in der Regel nicht all zu lange genießen.
So wie es Euch obliegt, ob Ihr dem Ziel gerade entgegen geht, oder Euch über Umwege versteckt nähert, so bleibt Euch die Möglichkeit, die Gegner aus dem Weg zu räumen oder einfach nur auszutricksen. Egal ob durch Stealth Einlagen, dem überrollen per Fahrzeug oder dem Anwenden einer Guerilla Taktik mit Stellungswechsel, hier ist alles möglich. Lediglich ramboartige Schießeinlagen bringen Euch nach kurzer Zeit schon nicht mehr weiter. Denn neben der wohl derzeit genialsten Grafik in einem Videospiel sind die Gegner dieses mal nicht von schlechten Eltern. Man erkennt schon sehr schnell den Unterschied zwischen einem Techniker und einem kampferprobten Söldner. Lassen sich erstere noch relativ schnell ausschalten, fordern die Söldner einem schon wesentlich mehr ab. Nicht nur, daß sie so schlau sind um immer erst einmal Alarm schlagen um Verstärkung heran zu holen, welche teilweise dann sogar per Hubschrauber in Eure Umgebung gebracht wird, nein sie agieren auch noch taktisch zusammen.

Das schauen wir uns doch mal genauer an...
Dies passiert von permanenten Stellungswechseln, bei denen sie auch noch in Eure Richtung schießen bis zum gezielten einkreisen Eurer letzten bekannten Position. Und die Kameraden gehen hier nicht nur visuell vor. Solltet Ihr gesehen werden, geht eh sehr schnell die Post ab. Aber man achtet auch auf Eure Schüsse und so gehen die Jungs permanent in die Richtung, aus welcher der Schuß kam. Sind sie Euch einmal nahe, verraten Euch die Geräusche, welche Ihr im Buschwerk macht. Hier ist also sofort ducken, wenn nicht sogar besser kriechen angesagt, um so wenig Laut wie möglich zu machen. Geratet Ihr unter Beschuss wird das auf dem Bildschirm mit roten Balken kenntlich gemacht, so daß Ihr in dem Getümmel die Ausgangsrichtung ausmachen könnt.

...Oh, gar keiner zu Hause...
Gerade dieser Aspekt kann aber auch nützlich sein, da man die Fähigkeit besitzt Steine zu werfen oder auf andere Art Lärm zu machen, z.B. durch eine gezielte Detonation einer Granate oder vorhandener Maschinen. Auf diese Art lassen sich viele Gegner in einen Hinterhalt locken. Wenige male sind aber auch bei diesen Truppen einige Idioten dabei, die fast durch Euch durch laufen, um an den Ort zu gelangen, wo sie etwas gehört haben. Gerade in den Innenlevel kann dies passieren. Wie Ihr seht, ist es also überlebenswichtig, daß man jedes Gebiet vorher so gut wie möglich mit dem Fernglas absucht, um die erkannten Gegner auf dem Radar zu manifestieren. Haltet Ihr Euch nicht daran, wird schneller aus dem Hinterhalt auf Euch geschossen, als Euch lieb sein wird. Und dies bedeutet meist recht schnell den Tod, da man nicht nur Gewehre gegen Euch einsetzt, sondern sehr oft auf Granatwerfer zurückgreift.
Um den Überblick zu behalten, wird Euch hierzu unten rechts Eure Lebensenergie, den Stand einer eventuell vorhandenen Schutzweste sowie Eurer Kondition angezeigt. Letztere füllt sich beim stehenbleiben recht schnell wieder auf. Geht Ihr dabei umher, geschieht dies schon langsamer. Unter Wasser, beim Rennen oder wenn Ihr die Luft anhaltet um ruhiger auf Distanz zielen zu können, nimmt diese Anzeige ab. Auf Eurem Weg finden sich immer Medipacks, welche die Energie wieder herstellen. Auch gefundene Westen könnt Ihr aufnehmen, Habt Ihr vorher aber auf Träger geschossen, hat diese vielleicht nicht mehr den voller Wert. Genauso Verhält es sich mit den Fahrzeugen. Je mehr sie beschossen wurden, desto weniger funktionieren sie noch. Dies wird dann unten symbolisch eingeblendet. Bevor der Wagen den Geist ganz aufgibt, solltet Ihr ihn verlassen haben, da er sich in der Regel mit einer netten Explosion verabschiedet.

Theoretisch ein fantstischer Angelplatz..... theoretisch
Während all dieser Aktionen, werdet Ihr mit einer Unmenge an Geräuschen und Lauten aus dem gefährlichem Urwald umrieselt. Dies kommt schon bei einem System mit Onboard Soundkarte und Stereo Lautsprechern ganz gut, so richtig vereinnahmen tut es Euch dann aber, wenn Ihr es auf einer 24Bit EAX Soundkarte mit gekoppeltem 5.1 Soundsystem genießen könnt. Auch die Waffen.- und Motorengeräusche stimmen hier einmal voll und ganz. Das Spiel wurde auch ziemlich gut in die deutsche Sprache übersetzt, wobei einige sich öfter wiederholende Sprüche auf Dauer ein klein wenig am Gesamteindruck dieser Kategorie kratzen.

Die Bordgeschütze leisten ganze Arbeit
Euer Abenteuer setzt sich nun immer weiter fort. Ihr müßt mehr oder weniger freiwillig versuchen Valerie aus den Händen der bösen Jungs zu befreien, welche bei den auf der Insel üblichen Praktiken, anscheinend in Lebensgefahr schwebt. Welche Rolle Euer frühzeitiger Freund Harlan dabei genau spielt, klärt sich ebenfalls später. Leider habt Ihr zu Anfang keine andere Möglichkeit, ihm und seinen Weisungen einfach folge zu leisten, damit es weiter geht. Ums speichern braucht Ihr Euch eigentlich auch nicht zu kümmern. Die Entwickler nahmen Euch diese Arbeit ab, indem sie an logischen Punkten innerhalb des Spiels feste Speicherstellen eingebaut hat. Mittlerweile gibt es im Netz aber Modifikationen, welche eine Schnellspeicher.- und Ladefunktion nachträglich implantiert. Eigentlich sollte man es auch auf dem vorgesehenen Weg schaffen weiter zu kommen, da diese sehr gut und logisch verteilt sind.
Als wenn das Spiel an sich nicht schon gut genug wäre, hat man natürlich auch an die Freunde von Multiplayerspielen gedacht. Nicht nur, daß man von Anfang an ein Editor-Tool zur Verfügung stellte um hier stetigen Nachschub von Maps aus den Reihen der Fans zu gewährleisten, sondern auch das Spiel selbst macht in dieser Kategorie einen sehr guten Eindruck. Alleine die durchdachte Ausführung von realen Dingen wie einer Scharfschützen-Reflektion oder der neuartigen Support Einheit versprechen hier noch nach dem durchspielen wochenlang Freude. Vor wenigen Tagen wurde sogar die Xbox Umsetzung des Spiels offiziell angekündigt.
Es wird also nicht daran liegen, was uns grafisch hier aufgetischt wird, wenn der ersehnte Award 2004 dann doch in andere Hände fällt. Solch detaillierte Landschaften hat es bis dato nicht gegeben. Auch die kilometerweite Sicht läßt einen diesen zu Anfang traumhafte Südseeinsel eher wie das Paradies, als wie die Hölle vorkommen. Gerade aber dieser Punkt ist auch der tückischste, denn trotz der automatischen Erkennung der Hardware, war bei meinem ersten Testrechner bei Level 2 erst einmal Ende, denn die Framerate ging hier in den Innenlevels an einigen Stellen auf 7-9FPS runter, was als nicht mehr spielbar zu bezeichnen ist. Erst durch manuellen experimentieren mit den erweiterten Grafikeinstellungen, habe ich guten Mittelweg gefunden. Ihr solltet bei gleichen Problemen als erstes die Einstellung für „Licht“ und „Schatten“ einen Wert nach unten setzen. Hierdurch bleibt Euch z.B. das sensationell aussehende Wasser erhalten.

Auch die Gamephysik kann voll überzeugen...
Soundmäßig bleibt kein Wunsch unerfüllt. Eine gute Syncro, fantastische Geräusche welche gerade über eine EAX Enhance Soundkarte und einem DD5.1 System vollends zur Geltung kommt, lassen Euch in der Hölle des Dschungel untergehen und mehr als einmal die Pausetaste betätigen, um wieder etwas ruhiger zu werden. Aber auch auf einfachen Soundkarten und Boxensystemen macht dieser Titel noch einen sehr guten Eindruck. Ein Subwoofer sollte aber vielleicht Euer eigen sein, denn dann kommen die Explosionen erst richtig gut zur Geltung.
Wo der Titel in den anderen Punkten schon so gut ist, fällt er auch bei der Steuerung nicht aus dem Rahmen. Die sehr gut durchdachte Vorgabe kann sicherlich für die meisten von Euch einfach übernommen werden. Wer dennoch seine eigenen Vorgaben machen möchte, kann dies auf voller Breite erledigen. Die Reaktionen der Figur und der Waffen ist sehr gut. Nur das Fahren mit den Fahrzeugen über die Tastatur bedarf ein wenig Übung, was aber den Gesamteindruck aber nicht schmälert.

Mit Farcry zeigt das in Coburg ansässige Entwicklerteam „Crytek“ dem Rest der Welt ganz klar wo die derzeitige Spitze in diesem Bereich zu suchen ist. Solch wunderbare Grafik mit sämtlichen zurzeit verfügbaren Grafikeffekten gab es bisher nicht. Umherschwimmende Fische sind ebenso Umgebungsbelebend, wie die Physik des Spiels. Gegenstände reagieren auf Beschuß und Explosionen in der Nähe, Fässer rollen nach einem Tritt oder Beschuß den Abhang hinunter oder explodieren je nach Inhalt, Kisten oder leere Fässer schwimmen nach solchen Einwirkungen auf dem Wasser. Je nach Konfiguration werden einige Effekte natürlich ausgeblendet.
So gibt es auf meinem AMD2200+ mit 512MB RAM und Geforce FX 5600 z.B. keine Fischlein mehr im Wasser. Auch Effekte an den Höhlenwänden oder durch Lichteinfall sind hier reduziert. Auf dem zweiten Testsystem einem 2,80@3,16GHz Ghz übertaktetem P4 mit eingeschaltetem HT, 1024MB RAM und ATI Radeon 9800 Pro und Creative Soundblaster Audigy2 Soundkarte mit THX-Zertifikat & 6.1 Unterstützung, welche aber „nur“ an ein DD5.1.System angeschlossen war, zeigte sich dann natürlich wesentlich mehr des Potentials. Aber auch hier schafften wir es nach dem Einschalten von FSAA die Framerate an ein paar Stellen in die Knie zu zwingen. Diese waren dann allerdings nicht in spielentscheidenden Szenen.

Diese Grafikpracht gibt es auf einer Geforce FX 5600
Leider reicht die automatische Erkennung des Spiels nicht immer aus, um doch einen absolut reibungslosen Ablauf des Spiels zu gewährleisten. Aus diesem Grund gibt es in meiner Gesamtwertung hier auch einen Punkt Abzug. Also nicht wundern, daß die 4 Zahlen nicht die Summe ergeben. Erst wenn in diesen Fällen manuell nachjustiert wird, gibt es ein Spielvergnügen, wie es schon lange nicht mehr auf dem Markt gab. Als Hilfestellung stell ich auf unserem Server ein kleines Tool namens "Fraps" zur Verfügung. Startet Ihr dieses vor dem Spiel, zeigt es Euch in einer von 4 Ecken permanent die aktuelle Framerate des Spiels an. Damit läßt sich dann leicht die beste Einstellung für Euer System herausfinden. Ihr solltet dann aber bis Level 2 warten, da hier im dritten Raum zum ersten Mal die Rate extrem einbrechen kann.
Testrechner 1
AMD 2200+ FSB 266
512MB DDR-Ram 333 PC-2700
Chipsatz Via KT400
Geforxe FX 5600 mit 128MB
5.1 Sound OnBoard gekoppelt an 2.1 Creative System
Win XP
Testrechner 2
Intel P4 HT 2,8@ 3,16GHz FSB 800@900MHz
2x 512MB Infineon DDR-Ram PC-3200@3600 im DualChannel
Chipsatz Intel I875P
ATI-Radeon 9800 Pro
Creative Sound Blaster Audigy2
Win XP
Mindestanforderungen
P3 oder AMD Athlon 1000 Mhz
256MB Ram
Geforce 2 mit 64MB oder ATI 8500
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
4x DVD-ROM
4GB Festplattenspeicher
64Kbps zum Spielen, 512 Kbps um 8 Leute zu hosten
Win 98 SE / 2000 / ME / XP
Empfohlene Konfiguration
P4 oder AMD Athlon mit 2000 Mhz
512MB Ram
Geforce 4 128MB oder ATI 9500
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
8x DVD-ROM
Leistungsstarke Konfiguration
P4 oder AMD Athlon 3000 Mhz
1024MB Ram
Geforce FX 5950 / ATI Radeon 9800 Pro
PCI Soundkarte DirektX 9 kompatibel
16x DVD-ROM
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17.05.2003 12:56:22 von Marcel:
SIeht echt unglaublich aus ich bete das es noch für Xbox kommt allein der 1ste Screenshot ist Hammer! Das könnte mal echt ein alo Konkurrent werden...
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17.05.2003 12:46:01 von MD_Geist:
ja hammer game,hab mal ein vid auf ner Gamestar Cd gesehen Soll ne Hammer KI haben...
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17.05.2003 11:32:29 von Marcel:
Sieht verdammt geil aus! Hoffentlich wirds auf die Konsolen umgesetzt Ist ein Ego Shooter von Ubi Soft und spielt auf einer Insel wie man sieht...
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