TiQal im Test

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Slapdash Games schickt uns mit Tiqal, einem Tetris-inspiriertem Spiel mit Lumines-Anleihen, in die nicht allzu lang vergangene Maya-Zeit und wagen sich damit in die inzwischen doch ganz gut gefüllte Arcade-Abteilung auf Xbox Live. Können sie, mit dem inzwischen doch recht ausgelutschten Spielprinzip, gegen die dort vertretene starke Konkurrenz erfolgreich bestehen und dem geneigten Spieler die benötigten Punkte abluchsen?
Das Spielprinzip ist recht schnell erklärt und simpel, ist die einzige Aufgabe doch, mindestens einen Quader aus 2x2 Blöcken der gleichen Farbe zusammen zu bringen und sie damit vom Spielfeld verschwinden zu lassen. Natürlich geht das ganze nicht ohne einen gewissen Anreiz vor sich, der wie üblich in diesem Gerne, aus einem Zeitlimit besteht. Selbiges wirkt sich dadurch aus, das sich die vorhandenen Steine auf dem Spielfeld in gewissen Zeitintervallen von unten nach oben verschieben und uns so bedrohlich näher kommen, erreichen sie dabei den oberen Spielfeldrand, verliert wir ein Leben, sind selbige dann alle aufgebraucht, heißt es Game-Over.

Um das zu verhindern und unsere Aufgabe effizient zu erfüllen, steht uns am oberen Rand des Bildschirms ein Schieber zur Verfügung, mit dem wir nicht nur die einzelnen vorgegebenen Figuren über das Spielfeld bewegen und nach unten befördern können, sondern sie auch um die eigene Achse drehen können, um sie an die Begebenheiten am Boden anzupassen. Insgesamt wäre das aber immer noch etwas mager, also haben die Macher sich noch ein Kombo-System einfallen gelassen, so das sich die gleichfarbigen Blöcke nicht direkt nach dem erschaffen auflösen, sondern noch kurze Zeit schimmern, in dieser Zeit haben wir dann noch die Möglichkeit, weitere gleichfarbige Figuren an zubauen und so die Kombo und damit die Punkte-Ausbeute zu vergrößern. Praktischer weisse hat das ganze auch noch ein zurücksetzen des Countdown zur Folge, so das wir immer weiter anbauen können, zu mindestens so lange die vorgegebenen Farben und Figuren stimmen.

Hat man so einige kleinere oder größere Combos erschaffen, bekommt man als Belohnung Power-Ups, die einem das Leben um einiges erleichtern können. Ein Beispiel wäre dabei eines, das alle gleichfarbigen Steine auf dem Spielfeld auflöst, oder eines das die Zeit verlangsamt und uns so eine nicht zu verachtende Atempause verschafft. Die Durchschlagskraft der Boni wird dabei durch die größer der Combos davor bestimmt, umso größer also selbige waren, umso stärker werden unsere Belohnungen. Aber das ist nicht der einzige Anreiz, den die Macher eingebaut haben, schafft man es nämlich, eine vorgegebene Anzahl von Steinen auf einmal aufzulösen, bekommt man ein Herz, sammelt man davon 20 Stück ein, gibt es ein Bonusleben.

So schreitet man durch die insgesamt 120 Level, verbunden durch die, in der Maya-Zeit angesiedelte Story, die durch kurzen Texte zwischen den einzelnen Stufen dargestellt wird. Natürlich darf man dabei nichts Publizer-Preis-Verdächtiges erwarten, aber zu mindestens haben sich die Macher überhaupt die Mühe gemacht, etwas derartiges zu präsentieren. Die Level unterscheiden sich dabei hauptsächlich durch die Hintergrundgrafik, der Geschwindigkeit und der Anzahl der schon vorhandenen Steine. Die gesamte Präsentation des Spieles ist dabei recht ansehnlich gelungen, nicht nur die Hintergrundgrafiken und die Effekte wissen zu gefallen, sondern auch die Soundeffekte und die Musik fügen sich Nahtlos ein und ergeben so ein stimmungsvolles Gesamtbild.

Das Spiel leidet aber leider an einem großen Problem, nämlich der fehlenden Herausforderung und der Monotonie die sich damit doch recht schnell einstellt. Bietet das ganze doch recht wenig Raum zur eigenen Verbesserung und selbiges bedeutet in dem Genre doch recht schnell den Todesstoß für die notwendige Motivation. Klar gibt es immer mehr Figuren die man verarbeiten muss, klar gibt es immer mehr Farben und auch mehr Zeitdruck, aber die Möglichkeiten zur Bewältigung der Probleme bleiben leider immer die gleichen. Drehen, fallen lassen und hoffen das die richtigen Farben und Figuren zur richtigen Zeit kommen, so dass das Glück mehr im Vordergrund steht als das eigentliche können, kombiniert mit dem Power-Ups-Overkill steht der gepflegten Gähn-Atacke nach kurzer Zeit nichts mehr im Wege. Hier wäre ein wenig mehr Raum zur eigenen Verbesserung und mehr Gameplay-Möglichkeiten Pflicht gewesen.

Weiterer Schwachpunkt ist der vorhandene Multiplayer-Modus, selbiger beschränkt sich leider nur auf ein Coop-System, bei dem man zusammen über live oder lokal in den einzelnen Leveln antritt. Das ganze wäre ja bei so ziemlich jedem anderen Genre wirklich lobenswert gewesen, aber in einem Tetris-ähnlichen Spiel macht das ganze für mich nur wenig Sinn. Hier wäre ein gegeneinander mit fiesen Extras Pflicht gewesen.

Carsten meint:

Carsten

Das Spiel macht in den ersten Leveln noch recht viel Spaß und das Combo-System kann die erste Zeit auch noch motivieren. Doch schimmert die Flachheit des gebotenen Gameplays doch recht schnell durch und man sucht nach kurzer Zeit vergebens nach Gründen, das Spiel überhaupt noch einmal zu starten. So das man eigentlich nur absoluten Anfängern des Genres zu einem Probespiel raten kann, um ein behutsames Eintauchen in die Materie ermöglicht zu bekommen, allen anderen werden ansonsten vergeblich nach einer Herausforderung suchen.

Positiv

  • 120 Level
  • Gelungene Präsentation
  • Viele Extras

Negativ

  • Zu eintönig
  • Wenig Raum für Weiterentwicklung
  • Nur Coop-Multiplayer
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TiQal Daten
Genre Puzzle
Spieleranzahl 1 - 2
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 / 60 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 26.03.2008
Vermarkter MicrosoftGameStudio
Wertung 6.9
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