Small Arms im Test

Xbox Live ArcadeXboxXbox 360
Viele Retroklassiker haben es bislang in die Xbox Live Arcade geschafft und auch einige hochwertige Neuentwicklungen sind mit dabei. Echte Multiplayerhits sind bislang allerdings Mangelware. Mit Small Arms wollte man das im November 2006 ändern. Wir lassen euch wissen, ob es gelungen ist...
Small Arms ist am besten als ‚Super Smash Bros.’ ohne Nintendo-Charaktere zu beschreiben, bei dem es sehr wichtig ist, möglichst oft eine der herumliegenden schweren Waffen einzusammeln, um dem Gegner damit ordentlich einzuheizen. Durch die starke Wertlegung auf die Waffen unterscheidet sich Small Arms dann doch vor allem in spielerischer Hinsicht vom Nintendo-Original. Die maximal vier Spieler, die in einer Partie via Xbox Live gegeneinander antreten, wählen einen von 12 Charakteren aus, den sie im anschließenden Kampf steuern werden. Die Auswahl dabei reicht von einer witzig gezeichneten Katze über Dinosaurier bis hin zu kampfwütigen Hühnern und Robotern. Auf verschiedene Persönlichkeiten wird eher weniger Wert gelegt und so unterscheiden sich die Charaktere hauptsächlich durch ihre Waffen, mit denen sie in eine Partie starten.

Jede Waffe hat zwei Feuermodi. Das Zielen wird über den rechten Analogstick des Xbox 360-Pads gesteuert, ähnlich wie bei Geometry Wars. So hat die Chaingun von Marky Kat z.B. noch eine Shotgun mit am Lauf als Alternative. Obwohl die Waffen in Small Arms eigentlich recht normal ausfallen, sind sie trotzdem der wichtigste Bestandteil des Spiels.

Doch leider verbringt ihr weniger Zeit mit dem Ballern als ihr euch vielleicht vorgestellt bzw. gewünscht habt. Jede Waffe funktioniert auf Basis eines Energiemeters, welches beim Abfeuern der Waffe progressiv entladen wird. Und das geht bei Small Arms wesentlich schneller als bei manch anderen Genrevertretern, so dass man viel Zeit damit verbringt, in den Leveln nach neuer Munition zu suchen. Dadurch werden die Prioritäten des Spiels meiner Meinung nach völlig falsch gelegt, worunter u.a. der Spielfluss leidet. Denn ordentlich mit Waffen ausgerüstet zu sein ist eure einzige Überlebenschance,,, die Nahkampfattacken sind ein schlechter Scherz.

Im Singleplayer werdet ihr in eine Reihe von Kämpfen geschmissen, an deren Ende jeweils ein Bossgegner steht. Hinzu kommt eine Art Survival-Modus, bei dem ihr so lange wie möglich überleben müsst. Weitere Modi sind für Singleplayer zwar vorhanden, doch es wird schnell klar, dass dieser Titel deutlich für die Multiplayer-Modi ausgelegt wurde. Sehr schön ist hierbei, dass ihr Online und Offline-Multiplayer miteinander verbinden könnt. Sprich zwei Spieler sitzen neben euch auf der heimischen Couch und den nötigen vierten Spieler holt ihr euch via Xbox Live ins Kampfgebiet.

Technisch gefällt bei Small Arms vor allem das Level Design und der Detailgrad der Charaktere. Doch leider fallen die Figuren auf dem Bildschirm recht klein aus, so dass es nicht schwer fällt, die Übersicht zu verlieren. Im Online Multiplayer spielt die Kamera manchmal sogar komplett verrückt und setzt sich auf einen einzelnen Charakter fest, wodurch alle anderen entsprechend leiden und das geht doch ziemlich auf die Nerven. Auch beim Sound gibt es einige Kritikpunkte. So wurde z.B. komplett auf jegliche Sprachausgabe verzichtet. Zudem wirkt der Soundtrack sehr abgegriffen, irgendwie hat man sowas schon tausend Mal gehört und es fehlt Small Arms an Kreativität.


Small Arms ist ein recht schwacher Xbox Live Arcade-Titel, dem es deutlich an Originalität fehlt. Bei der Entwicklung war man offensichtlich zu fixiert darauf, einen gelungenen Smash Bros.-Klon zu erschaffen, was unterm Strich nicht zufriedenstellend gelungen ist. Einige Online Optionen sind durchaus lobenswert, doch das Gameplay kann in keinster Weise mithalten und so muss man Small Arms wirklich nicht gespielt haben.

Negativ

  • Unruhige Kamera
  • Unzureichende Spieltiefe
Userwertung
0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
senden
Follow us
Small Arms Daten
Genre -
Spieleranzahl 1-4
Regionalcode -
Auflösung / Hertz 50 / 60 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 22.11.2006
Vermarkter MicrosoftGameStudio
Wertung 5.9
Anzeigen
neXGam YouTube Channel
Anzeigen