Fatal Fury Special im Test

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Solltet ihr zu denjenigen gehören die sich schon seit Längeren in Microsofts Onlineservice sonnen, dann könnt ihr den Fakt nicht abstreiten, dass das Prügelangebot an Arcadegames sehr dünn gesät ist: Kein Final Fight, kein King of Fighters, Samurai Shodown und wie Sie alle heißen. Unter den klassischen 2D-Prüglern a la "2 Mann schlagen sich die Fresse blau" - Prinzip hält Street Fighter II Hyper Fighting schon seit jeher die einsame Stellung an der Bitmapfront. Jetzt zieht SNK nach und lässt den dritten Teil von Fatal Fury auf uns los.

Endgegner Wolfgang wartet in Schloss Schwanstein mit Mozart Musik auf euch...
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Bevor wir aber ins Detail gehen, lassen wir doch einfach mal die nackten Zahlen für sich sprechen: 400 Microsoft Points, 15 Kämpfer (+einen versteckten Charakter), 12 freischaltbare Erfolge, 6 Schwierigkeitsstufen und 2 Spielmodis. Die bekannte Mortal Kombat Stimme würde jetzt wohl ’’Impressive’’ rufen! Dieses ganze Zahlenspiel ist gut und schön nur eine Frage stellt sich jetzt in den Raum: Ist das Spiel Xbox-tauglich? Hier kann ich schon vorwegsagen das Fatal Fury Special eine gelungene Umsetzung des Originals ist, das mit viel Liebe auf die heutigen Standards angepasst wurde. Die doch pixelige Grafik wurde an die neuen Bildformate gut angepasst, wobei ein paar Grafikfilter dem Titel bestimmt noch gut zu Gesicht gepasst hätten. Der erste Spielmodi ist unter der Rubrik ’’Single Player’’ zu finden mit dem ihr euch einen SNK-Charakter schnappt um den Endgegner Wolfgang Krauser mal eben weich kloppt. Storytechnisch dürft ihr hier keine Soap erwarten! Das Spielprinzip zelebriert genau wie Street Fighter II das Prinzip ’’Zwei Mann gehen rein, ein Mann kommt raus’’. Das wird meist in zwei Runden ausgetragen, wo Kicks, Punchs und Spezial Moves zum Einsatz kommen.


Die Chinastage mit dem typischen Drachenboot...
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Diese werden genretypisch mit Halbkreis oder Viertelkreisbewegungen des Sticks- bzw. Steuerkreuz ausgeführt, wobei hierbei die ersten Tücken sich schon bemerkbar machen. Zwar werden mich jetzt ein paar Xbox-Junkies pfählen aber Fatal Fury Special zeigt eindeutig, dass das Steuerkreuz des Xbox-Controllers für diese Art Spiele einfach nicht geschaffen ist. Mit vielen Fingerkrämpfen und schlechtem Timing bekommt ihr Feuerbälle und anderen Supermoves auf den heimischen Fernseher gebannt, aber im direkten Vergleich mit einem richtigen Arcadeboard oder gar dem Super Nintendo-Controllers ist das kein Vergleich. Hier ist der Analogstick auch keine Lösung! Hier empfehle ich fingerfertigen Tüftlern die verstaubten Boards oder Controllers aus dem Schrank zu holen und mittels Lötkolben das Steckerproblem zu lösen. Abseits des Steuerungproblem reagieren die Bitmap-Charakter ausgezeichnet und Griffe und Aktionen kann man dank einstellbaren Buttons leicht ausführen. Auch das Ausweichen in den Hintergrund das klar für mehr taktische Tiefe steht funktioniert ohne Probleme. Anfänger die aus lauter Langeweile nicht wissen, wohin sie ihre Microsoft Points stecken sollen empfehle ich nicht nur bedingt den Titel, weil selbst mit dem Schwierigkeitsgrad ’’Beginner’’ kommt ihr Aus dem ersten Stage des Singleplayermodus nicht lebend raus.


In Süd-Korea warte Kim schon auf Großmaul Geese Howard...
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Genau wie Capcoms Konkurrenzprodukt wurde dank des Xbox-Live Supports ein Onlinemodus ins Spiel integriert, wo ihr euch mit den Besten der Besten kloppen könnt. Natürlich darf ein Leaderboard nicht fehlen das leider nur Online abrufbar ist. Während der vielen Onlinekämpfe halten sich die Lags in einem kaum wahrnehmbaren Rahmen. Hier spielt Fatal Fury Special eindeutig seine Karten aus, weil auch einige Erfolge erst freigeschaltet sind wenn ihr z.B. 100 Siege über Live vorweisen könnt. Also für Motivation ist gesorgt! Ich fand den Schritt keine Veränderungen am Grafikstyle vorzunehmen ein weiser Schritt von SNK, was leider auf HD-Glotzen zu echtem Pixelbrei führen kann. Kenner des Originals werden dank der 1A-Bitmapoptik sofort zu heulen beginnen, weil hier ist Fatal Fury Special Reinkultur erster Güte. Die Hintergründe sind genau wie damals unglaublich detailreich, bunt gestaltet und liebevoll animiert. Der Soundtrack ist SNK-typisch ein Anschlag auf euer Gehirn. Hier leuchtet die gute Sprachausgabe gekonnt heraus.


Der Kleine ganz Groß: Tung sollte man nicht unterschätzen...
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Dominic meint:

Dominic

Mit Fatal Fury Special kommt ein guter 2D-Prügler das den Glanz der frühen neunziger perfekt widerspiegelt. Die Anpassungen auf die Xbox-Konsole sind bis auf Grafikfilter gut gelungen und der Onlinemodus kann auf lange Zeit motivieren. Doch gefällt mir Street Fighter II Hyper Fighting um Klassen besser was aber wohl daran liegt dass ich mit dem Capcomtitel groß geworden bin. Wer über die Steuerungsprobleme hinweg sehen kann, hat für 400 MS-Punkte ein gutes Spiel! 

Positiv

  • Bitmapgrafik der alten Schule…
  • Onlinemodus
  • 16 Charakter

Negativ

  • …die heute recht pixelig aussieht
  • Ungenaue Ausführung der Spezialmoves dank schlechten Steuerkreuz
  • Hoher Schwierigkeitsgrad
Userwertung
9.1 1 Stimmen
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Fatal Fury Special Daten
Genre -
Spieleranzahl 1 - 2
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 / 60 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 05.09.2007
Vermarkter SNKPlaymore
Wertung 7.1
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