Crystal Defenders im Test

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Auf dem damaligen Gamecube, dem GBA, dem DS und bald dem Wii erschien bzw. erscheint demnächst Final Fantasy: Chrystal Chronicles als taktisches Action-RPG im Rahmen einer Spin Off-Titelreihe, welche mit bekannten Charakteren und Gegnertypen aus der Rollenspielsaga Final Fantasy ausgestattet ist. Auf dem iPhone erschien irgendwann dann ein namentlich an diese Spin-Off-Reihe angelegter Strategiewinzling, der sich Crystal Defenders nannte. Dieses Handyspiel wurde nun abgespeckt für die Xbox Live Arcade portiert und steht zum Download bereit.

Ihr habt die Wahl zwischen drei Spielmodi: Im ersteren lernt Ihr die Spielmechanik, im zweiten kommt das Spielelement der Spezialkristalle dazu und im dritten Modus wird zusätzlich zu den Spieltiefe verleihenden Kristallen der Schwierigkeitsgrad der Map durch stärkere Gegner erhöht. Für jeden der 3 Modi stehen Euch 2 Maps mit einer leichten und einer erschwerten Straßenführung für Profis zur Auswahl. In jeder der Maps gibt es bestimmte Merkmale oder Sondereffekte, die sich auf das Spiel auswirken: So können in der Wüste z.B. herumliegende Felsbrocken Eure Magier und Bogenschützen stören. Ihr habt von Anfang an neben 40 Geldeinheiten auch 20 verfügbare Kristalle. Für viele Restkristalle und wenig ausgegebenes Geld am Ende einer erfolgreich besiegten Gegnerwelle gibt es zudem einen für die nächsten Runden wichtigen Geldbonus – sparsam sein ist neben gutem Positionieren und Managen der eigenen Einheiten also die Devise für möglichst langes Durchhalten.

Kristalle gehen neben dem Zahlungsmittel für das Heraufbeschwören von Spezialkreaturen dann verloren, wenn einzelne Monster den Ausgang bzw. das Strassenende einer Karte erreichen. Sollten die Kristalle im Laufe einer Wave komplett ausgehen, heisst es 'Game Over'. Je mehr der 30 Waves von verschiedenen Gegnerntypen Ihr besiegt, desto besser Euer Abschneiden in der Highscore-Bestenliste. Eure Charakteraufstellung sollte am Besten immer der bevorstehenden Wave angepasst werden, zur Hilfe werden die HP (Lebenspunkte) des bevorstehenden Gegnertyps mitsamt seiner besonderen Resistenz oder Eigenart angezeigt. Um dem Spiel etwas mehr Spieltiefe zu vermitteln, lässt sich ein Spielmodi auswählen, in dem 3 verschiedene Spezial-kristalle auf der Karte abgelegt werden können, um gewisse Boni für die Kampfkraft oder die Schnelligkeit des eigenen Teams zu erhalten.



Zur Spielmechanik: Im mittleren Viertel Eures Fernsehbildschirms wird das Schlachtfeld aus der Vogelperspektive dargestellt. Sporadisch wird eine Strasse labyrinthartig dargestellt, auf der die nächste Gegnerschar (Wave) per Betätigen der X-Taste ausgelöst wird. Das Spiel lässt sich jederzeit pausieren, um derartige Handlungen ausführen zu können. Vorspulen ist auch möglich, wenn Ihr Euch sicher seid, die richtige Einheit an der richtigen (unveränderbaren) Stelle platziert zu haben, um die Wave gut zu überstehen. Die der Strasse anliegenden Flächen stellen übrigens die für die Platzierung Eurer Einheiten geeigneten Flächen dar. Links vom Kampfbereich sind die eigenen Einheiten sichtbar, gegenüber tauchen die bevorstehenden Wave-Gegnertypen als kleine niedlich animierte Abbilder auf.

Zu jeder Zeit des Spiels könnt Ihr die - vom Level und vom Kontostand abhängig - verfügbaren Einheiten kaufen und sie auf der Map – jedoch immer neben der Strasse - platzieren. Es gibt 9 verschiedene Klassen, die alle den ein oder anderen Vor- und Nachteil haben: für den Kampf 1vs1 gibt es z.B. den Soldaten, für mehrerer Nahkampfziele gleichzeitig eignet sich der Mönch, den Erfolg im Fernkampf fördern recht langsame Bogenschützen und der Angriffszauber des Schwarzmagiers. Desweiteren gibt es unter anderem noch den Zeitmagier, der die auf der Map auftauchenden Gegnerhorden auf deren vorgegebener Route per Magie verlangsamen kann, was das anschliessende Bearbeiten mit den eigenen Nah- und Fernkampfwaffen erleichtert.



Dragoner sind sogar in der Lage, sowohl am Boden als auch in der Luft befindliche Gegner anzugreifen. Magiker protzen u.a. mit Feuerwaffen, Gaukler und Diebe sorgen entweder für das Aufhalten der Gegner oder für mehr Gil (Eure Kohle in Final Fantasy-Spielen) pro geplättetes Exemplar. Zusätzliches Geld braucht Ihr natürlich zum Kauf Eurer weiteren Einheiten oder um diese durch Bezahlung eines Betrags im Level aufsteigen zu lassen, was höhere Reichweite und Angriffskraft im Kampf zur positiven Folge hat. Sofortige Verstärkung der Einheiten gibt es in Form von mächtigen während einer Wave einsetzbaren Beschwörungen und Spezialwesen, welche allesamt bekannte aus dem Final Fantasy-Universum bekannt sind: es gibt z.B. ein niedlich animiertes Wiedersehen mit der Feuergestalt Ifrit oder dem Blitzwesen Ramuh: und ja, auch die guten alten Chocobos sind dabei…


Im Titelbildschirm mag man sich aufgrund des Final Fantasy-Schriftzuges und der einsetzenden Hintergrundmusik noch unverkennbar im Final Fantasy-Universum wieder finden, danach wird es jedoch aufgrund der technischen Herkunft des Spiels und des Genres recht spartanisch im Gegensatz zur epischen Originalserie. Mehrfaches Probieren der verfügbaren Stufen ist sinnig, wenn man durch optimierte Startaufstellung und etwas Taktik eine perfektes Ergebnis pro Map erreichen möchte. Mehrfaches Probieren ist auch bitter nötig, wenn man die Spieldauer erweitern will, denn der Umfang ist nicht recht üppig. Euch erwarten halt lediglich 6 kleine viereckige, nicht editierbare Maps. Eine begleitende Story gibt es nicht, die Steuerung Eures Cursors erscheint anfänglich etwas schwammig, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Technisch - insbesondere grafisch - ist das Ganze trotz der niedlichen und für das Genre ausreichenden Animationen sichtbar eine Handyportierung – nicht viel mehr und nicht weniger. Einen Multiplayerpart hat man dem „Tower Defense“-Titel übrigens erst gar nicht gegönnt. Der „Einbildschirm-Taktik-Titel“ unterhält jedoch trotz obiger Defizite in gewissem Masse durch seinen simplen Spielablauf, Pluspunkte gibt’s zusätzlich für die recht niedlichen Grafikstil. Minimalistische Taktiktiefgänge und das Suchen nach dem perfekten Ergebnis können insgesamt schon ein paar Stunden unterhalten, vorausgesetzt man mag solche Spiele oder die Marke Final Fantasy ansich.

Positiv

  • niedliche Final Fantasy-Essenzen
  • simples Spielprinzip

Negativ

  • geringer Umfang und Komplexität
  • minimalistische Technik
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Crystal Defenders Daten
Genre Strategie
Spieleranzahl 1
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 / 60 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 11.03.2009
Vermarkter SquareEnix
Wertung 6.7
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