Boom Boom Rocket im Test

Xbox Live ArcadeXboxXbox 360
Dance Dance Revolution, Guitar Hero, Pop’n Music… egal welches Musikspiel man sich in Erinnerung ruft, das Spielprinzip ist stets das gleiche: zum richtigen Zeitpunkt müssen bestimmte Buttons gedrückt werden. Auch Boom Boom Rocket, welches von den Project Gotham Racing-Vätern Bizarre Creations entwickelt wurde und seit Mitte April in der Xbox Live Arcade erhältlich ist, nutzt dieses Muster und versetzt euch gleichzeitig in die Rolle eines Pyrotechnikers.
Während die meisten Musik-/Rhytmus-Spiele heutzutage spezielle Controller wie Tanzmatte oder Plastikgitarre voraussetzen, bleibt Boom Boom Rocket dem normalen Xbox 360-Controller treu. Zehn Lieder findet ihr im Spiel und drei verschiedene Schwierigkeitsgrade stehen zur Verfügung. Das Spielprinzip ist simpel: auf dem Bildschirm erscheinen Icons, die aufsteigende Feuerwerksraketen darstellen sollen. Sobald diese Icons eine Linie in der oberen Bildschirmhälfte erreicht haben, müsst ihr den entsprechenden Button drücken. Wie die Icons aussehen könnt ihr in den Optionen bearbeiten: hilfreich ist es, sich Pfeile auf den Icons anzeigen zu lassen, da somit neben der Farbe auch die entsprechende Position des korrekten Buttons auf dem Xbox 360-Pad angezeigt wird. Je besser euer Timing, umso mehr Punkte werden eurem Konto gutgeschrieben. Schafft ihr es schöne Combo zu erzielen, füllt sich die Multiplikator-Leiste am linken oberen Bildschirmrand. Sobald diese gefüllt ist, könnt ihr den Multiplikator über die Trigger des 360-Pads aktivieren und während kurzer Zeit richtig viele Punkte einsammeln.



Am Ende eines Levels wird eure Leistung bewertet. Entscheidend dafür ist, ob und wie gut ihr alle Raketen getroffen habt, wie lang euer bester Combo war usw. In der Xbox Live Rangliste könnt ihr eure gesamte Punktzahl anzeigen lassen oder aber ihr schaut euch die Ranglisten für einen einzelnen Song an. Hinzu kommt der Ausdauer-Modus, in dem ein Lied im Loop gespielt wird und die Geschwindigkeit progressiv ansteigt. Die aktuelle BPM-Zahl wird auf dem Bildschirm angezeigt und ihr müsst solange wie eben möglich ‚überleben’. Beide Modi können offline mit einem Mitspieler bestritten werden, was dem Spiel aber keinerlei Schub gibt, da es nach wie vor nur um Punkte sammeln geht.

Grafisch liefert Boom Boom Rocket eine effektreiche Show ab, die durch das Aktivieren des Multiplikators noch beeindruckender wird. Die Kamera fährt dabei immer weiter um die Küstenstadt im Hintergrund und versucht die Action immer möglichst gut einzufangen. Die Präsentation ist absolut gelungen, wird euch aber nicht aus den Socken hauen. Feuerwerk-Fans können übrigens noch den Vizualizer Modus anwählen, in dem das Spiel automatisch Feuerwerke zu ausgewählter Musik von eurer Xbox 360-Festplatte generiert. Das Wichtigste an einem Musikspiel ist natürlich die Musik und hier kommt Boom Boom Rocket mit einem ganz eigenen Stil daher. Die zehn Songs sind allesamt bekannte Melodien aus der klassischen Musik, die für das Spiel jedoch überarbeitet wurden und einen elektronischen Touch verpasst bekamen. Die Tracks passen prima ins Spiel und werden euch nicht enttäuschen.


Boom Boom Rocket lässt sich am besten als Mischung zwischen Dance Dance Revolution und Fantavision abstempeln. Das Spiel ist generell nicht schlecht, doch ein anständiger Wiederspielwert ist nur für diejenigen unter euch gegeben, die so richtig auf die Jagd nach neuen Highscores abgehen. Während jene mit dem Preis von 800 MS Points gut bedient sind, dürften die anderen mit der Demo schon genug vom Spiel haben.

Positiv

  • Tolle Präsentation

Negativ

  • Ideenloser Multiplayer, nur offline
  • Wiederspielwert nur für Highscore-Junkies
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Boom Boom Rocket Daten
Genre Geschicklichkeit
Spieleranzahl 1-2
Regionalcode PAL
Auflösung / Hertz 50 / 60 Hz
Onlinefunktion Ja
Verfügbarkeit 11.04.2007
Vermarkter MicrosoftGameStudio
Wertung 7.2
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