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Bubsy im Test

SNES
Wir befinden uns in den frühen Neunzigern. Der Konsolenkrieg zwischen Nintendo und SEGA ist in vollem Gange. Es ist vorallem ein Genre, was zu dieser Zeit immer wieder um die Gunst des Käufers buhlt: das Jump’n’Run. Accolade hatte wahrscheinlich die Idee, dass wenn man schon nicht spielerisch die Klasse eines Sonic oder Super Mario toppen kann, dann toppen wir wenigstens den Spielnamen. Und somit dürfte “Bubsy the Bobcat in Claws Encounters of the furred Kind” den wohl längsten Titel seines Genres tragen und bis heute sogar unangefochten halten.
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Steuerungstechnisch wird hier nicht einmal der gemeine Kindergartenbesucher überfordert. Mehr als Rennen und Springen und im Sprung einen Gleitflug ausführen hat die Katze nicht im Gepäck. Klingt ja sehr einfach, aber wie so oft wird man schnell eines besseren belehrt. Bubsy The Bobcat ist ein absolutes Schwergewicht in Sachen Schwierigkeitsgrad. Das Wort Unfair beschreibt die Situation eigentlich ganz gut. Die 16 Welten, die nicht gerade vor Abwechslung strotzen, sind voll mit fiesen Hindernissen und Gegnern. Und da der Titelheld eine Geschwindigkeit wie Ben Johnson zu besten Dopingzeiten vorlegt, rennt ihr ein ums andere Mal in den Bildschirmtod. Denn bei einem Fehler ist sofort Schicht mit dem virtuellen Leben. Wenn ihr jetzt denkt, bei Sonic ist es doch genauso, glaubt mir, Sonic ist das fairste Spiel der Welt im Vergleich zu seinem bepelzten Kollegen. Wenigstens haben die Entwickler eine Passwortfunktion spendiert, die aber obige Tatsachen nicht vom Tisch wischt.

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Ich bin mir zudem wirklich sicher, dass Bubsy ursprünglich für den Amiga geplant war, denn es sieht verdammt nach einem Amiga-Spiel aus. Nunja, auch wenn das eigentlich nichts schleches bedeutet, aber die Grafik von Bubsy ist ganz großer Müll. Dumme Animationen, langweilige Umgebungen und permanente Grafikfehler sorgen für blankes Entsetzen bei Retrofans. Soundtechnisch siehts da nicht viel besser aus. Während die Titelmelodie noch ganz nett ist und sogar über die Jahre im Ohr hängen blieb, ist der Rest, wie schon die Grafik mit dem Wort Katastrophe ganz gut beschrieben. Miese Effekte, belanglose Piepsmelodien und ein permanentes Kratzen sind der Schrecken für jeden Audioprozessor und Fernsehlautsprecher.
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Timo meint:

Timo Mario, Sonic, Mr. Nutz, Mickey Mouse, Donald Duck, Ristar, Dynamite Heady, Sparkster … es gibt so viele Jump’n’Run Helden der 16-Bit Ära an die ich mich so gerne zurück erinnere. Bei Bubsy The Bobcat erinnere ich mich nur an meine ersten Wutattacken beim Zocken. Zum einen weil ich mir diesen Softwareschrott unter den Weihnachtsbaum hab legen lassen, zum anderen weil dieses Spiel unschaffbar unfair ist. Was lernen wir daraus? Wollknäuel werden auch durch Aliens nicht cool, Luchse sind die meist stinkenden Katzen des Planeten und Ausrufezeichen auf T-Shirts sind niemals in Mode gekommen. Lasst blos die Finger von diesem Spiel!

Positiv

  • 16 Spielwelten

Negativ

  • Hoher Schwierigkeitsgrad
  • Zuviel geklaut von der Konkurrenz

Sebastian meint:

Sebastian
Zustimmung Kollege! Bubsy ist wirklich ein besonders schauerliches Schauerwerk aus vergangenen 16-Bit Tagen. Immerhin beweist es uns heute, daß es auch in den vermeintlich goldenen Zeiten der Videospiele absolut innovations- und lieblose Spieletitel gab. Ein Daumen nach unten!  
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