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Shining in the Darkness im Test

Mega Drive
Die Shining-Marke gehört zu den wichtigsten Franchises von SEGA, besonders während der 16 Bit-Ära. Speziell die Titel der Force-Serie dürften vielen bekannt sein. Angefangen hat aber alles im Jahre 1991 mit Shining in the Darkness. Zwar hat der Zahn der Zeit recht deutlich an dem Spiel genagt, einen Blick wert ist es aber trotzdem auf alle Fälle. In diesem Review verraten wir euch, was Shining in the Darkness zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.

Die allermeisten Gamer bringen mit dem Begriff Shining immer das Wörtchen Force in Verbindung – kein Wunder, sind doch gerade diese Titel die Zugpferde der Shining-Serie. Das Besondere an dieser Reihe ist nämlich, dass viele Spiele aus verschiedenen Genres zusammen kommen. Da wären etwa die Strategie-RPGs „Force“, die eher actionorientierten “Soul“-Titel oder eben „in the Darkness“. Kaum vorstellbar, welch wichtige Rolle dieser Erstling spielt, aus dem später eine der größten SEGA-Reihen überhaupt wurde. In den folgenden Absätzen nehmen wir exakt dieses unscheinbare Mega Drive-Modul unter die Lupe.

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Shining in the Darkness erzählt eine interessante, mittelalterlich angehauchte Geschichte. Der Held des Spieles (natürlich kontrolliert von euch) wird von ein paar Soldaten in den königlichen Thronsaal gerufen. Dort erfährt man, dass die Prinzessin von einem unbekannten Fremden entführt wurde -  und es kommt noch schlimmer, da der Vater des Protagonisten von seiner ehrenhaften „Rettungsmission“ nicht zurückgekehrt ist. Man wird anschließend damit beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. So beschließt unser Held, sich im nahe gelegenen Dorf einzurichten, um für die Reise gut vorbereitet zu sein – das Abenteuer beginnt!

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Wirklich einfallsreich oder tiefgründig ist die Geschichte in der Tat nicht. Aber trotzdem macht es Spaß, sich auf das Abenteuer einzulassen und der Story zu folgen. Das verdankt der Titel größtenteils der dichten Atmosphäre, andererseits aber auch nostalgischen Gründen – von der Grafik, über den Sound, bis hin zu Aufmachung weckt der Titel Erinnerungen an die schönen, alten 16 Bit-Tage. Klasse!

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Nach dem Intro und somit dem Start des Spiels ist die Verwunderung groß: Anstatt einer begehbaren Oberwelt findet ihr nämlich eine Karte wieder. Auf dieser sind einige markante Orte verzeichnet, die ihr via Tastendruck ansteuern dürft. In den sogenannten Dungeons (genauer gesagt ein großer Dungeon, bestehend aus vielen zusammenhängenden Stücken) bewegt ihr euch dann in bester Dungeon Scroller-Manier durch die Räume. Ihr durchwandert die dreidimensional wirkenden Verließe aus der Ego-Perspektive, doch aufgrund der begrenzten Hardwarepower wurde alles mit konventioneller Bitmap-Grafik dargestellt – das gilt auch für Objekte, Gegner und Ähnliches. Ein Grafikblender ist der Titel also keinesfalls, dennoch war er für damalige Verhältnisse recht solide. Neben den Dungeons könnt ihr euch auch jederzeit in der Stadt aufhalten, um eine kleine Pause einzulegen, abzuspeichern oder beim Schmied nach neuer Ausrüstung zu schauen – arg viel mehr gibt’s dort allerdings leider nicht zu sehen.

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Gerade war noch die Rede von Gegnern, denn natürlich wird in Shining in the Darkness auch fleißig gekämpft. Das passiert durch traditionelle Zufallskämpfe, die euch zu jeder Zeit im Dungeon erwarten können. Das Spiel schaltet dann in den Kampfmodus, wo rundenweise gespielt wird. Ihr könnt aus verschiedenen Optionen eure Taktik auswählen, um dann letztendlich als Sieger vom Schlachtfeld zu gehen. Anfangs sind die Scharmützel noch recht simpel, sie gewinnen aber nach und nach immer mehr an Anspruch dazu. Ebenso schließen sich im Laufe des Abenteuers zwei neue Gefolgsleute eurem Team an, die mit neuen Zaubern und Fähigkeiten daherkommen und dem Kampfsystem so nach und nach mehr Tiefe verleihen. Zur besseren Vorstellung:  Insgesamt lässt sich das Kampfsystem ein bisschen mit dem aus dem ersten Phantasy Star vergleichen.

Die Steuerung ist simpel und innerhalb kürzester Zeit verinnerlicht. In den Dungeons und der Stadt könnt ihr euch ganz einfach mit den Richtungstasten bewegen, etwas auffälliger ist da schon die intuitive Symbolsteuerung. Egal ob beim Kämpfen oder beim Checken von Statuswerten – alles läuft über ein supersimples Symbolfeld ab. Einsteiger finden sich schnell zurecht, während Profis alle wichtigen Funktionen gleich parat haben und das noch übersichtlich dazu.

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Grafisch reißt Shining in the Darkness für heutige Verhältnisse natürlich keine Bäume mehr aus. Für damals waren die Pseudo-3D-Effekte in den Dungeons aber nicht von schlechten Eltern. Eines kann man aber trotz der durchwachsenen Technik durchaus sagen: Die Liebe zum Detail ist allgegenwärtig und hat in den zwei Jahrzehnten seit der Veröffentlichung nichts eingebüßt.

Der Sound kann nicht überzeugen. Die Geräusche sind größtenteils langweilig und der Soundtrack wird zu schnell eintönig – Shining Fans werden sich daran aber nicht stören.

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Negativ fällt die nichtvorhandene Karte auf, die man sich in vielen Situationen sehnlichst herbeigesehnt hätte. Es gibt zwar einen Zauber im Spiel, welcher dem Spieler ermöglicht, sich eine kleine Karte kurz anzuschauen, allerdings reicht das bei diesem recht großen Dungeon nicht aus. Ein weiterer Kritikpunkt sind die sehr häufigen Feindkontakte, die eure Nerven mit der Zeit ziemlich strapazieren können. Zwar gibt es auch dafür ein Zauber, aber wenn ansonsten nach jedem zweiten Schritt in den Kampfmodus gewechselt wird, verliert man schnell die Geduld. Wer über diese Kritikpunkte hinwegsehen kann, bekommt ein gutes, altbackenes Japano-RPG, das besonders durch das durchdachte Gameplay und die tolle Atmosphäre punkten kann.

Dominik meint:

Dominik Für Fans der Shining-Serie ist dieses Spiel absolut ideal. Denn diese Leute werden sich aufgrund der vertrauten Atmosphäre nicht an den erwähnten Schwachstellen stören und einfach ihren Spaß haben. Tatsächlich ist das größte Problem, dass Shining in the Darkness für heutige Maßstäbe in vielerlei Hinsicht extrem altmodisch daher kommt – sicherlich ein übler Abschreckfaktor. Man muss sich aber darauf einlassen, denn nach den ersten paar Spielstunden lässt einen der Titel nichtmehr los. Somit sollten Grafikfetischisten ihre Finger besser davonlassen, Freunde von Phantasy Star, Final Fantasy oder traditionellen Rollenspielen allgemein dürfen sehr gerne zugreifen – am besten in Form der SEGA Mega Drive Ultimate Collection!

Positiv

  • Weckt Erinnerungen
  • Durchdachtes Gameplay
  • Simple Bedienung

Negativ

  • Grafik & Sound veraltet
  • Nervige Zufallskämpfe
  • Schlechte Übersicht im Dungeon
Userwertung
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