Pikmin im Test

GameCube

»Mein Name ist Captain Olimar. Auf meiner Weltraum-Reise wurde ich völlig unerwartet von einem Meteoriten getroffen und musste auf einem fremdartigen Planeten landen. Mein Schiff ist in Teile zerborsten - meine einzige Hoffnung ruht jetzt auf der Hilfe der Lebewesen, die ich Pikmin nenne....«

Pikmin_11Das ist die Story, die hinter Pikmin steckt, an dem übrigens auch Altmeister Shigeru Miyamoto beteiligt war. Ihr schlüpft natürlich in die Rolle des gestrandeten Weltraumpiloten Olimar, dessen Schiff interessanterweise den Namen ‚Dolphin‘ (wo hörten wir das nur schon mal?) trägt. Nach der Kollision mit besagtem Meteoriten stürzt dieses also auf dem nächsten Planeten ab. Zwar überlebte Olimar den Absturz, doch zu seinem Unglück wurden 30 Teile des Raumschiffs in alle Himmelsrichtungen verstreut - ohne diese ist an eine Heimkehr nicht zu denken. Deshalb, Beine in die Hände nehmen und auf, die Teile suchen. Unglücklicherweise stehen dem Spieler aber dazu nur 30 Tage zur Verfügung, so dass es keine Zeit zu vertrödeln gibt.

Selbstverständlich bietet das Game auch eine Speicherfunktion, bei der ihr nach jedem Spieltag auf einen der drei Speicherplätze abspeichern dürft. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt noch 19 Blöcke auf eurer Memory Card übrig. Beim ersten Spielstart fangt ihr immer im ersten Abschnitt des Planeten an und arbeitet euch später weiter vor. Bis ihr am Ende in den Fünften vordringt, um das letzte der noch benötigten Raumschiffteile zu finden. Vorher liegt jedoch ein weiter Weg vor euch. Glücklicherweise seid ihr nicht auf euch alleine gestellt, sondern habt hilfreiche Gefähren zur Hand - die Pikmins! Diese kleinen Racker, die es in 3 Arten (zu erkennen an der Farbe) gibt, lassen sich hervorragend als Arbeiter einsetzten. Und so gilt es zu Beginn ersteinmal die eigenen Reihen zu vergrößern, um sich später an z. B. größere Gegner ranzutrauen oder die geborgenen Teile zum Raumschiff zurückzubringen. Übrigens fällt die geniale Musik auf, die das gesamte Game bleibt und den Spieler begleitet. Kein Wunder, dass sich in Japan mehr Soundtrack-CDs von Pikmin als der Titel an sich verkauften, was aber kein Rückschluss auf die Qualität der Software sein sollte. Denn die stimmt auf jeden Fall!

Pikmin_16Später im Spiel, sobald man auf weitere Arten der Pikmin gestoßen ist, kommt auch mehr taktische Finesse ins Gameplay. Beispielsweise sind die Roten Pikmin in allen Belangen recht durchschnittlich, die Gelben verfügen über kleine Bomben und für die Blauen stellt das kühle Nass kein Hindernis da. Auf der anderen Seite sind diese aber auch besonders anfällig gegenüber Feuer. Und so hat jede Art ihre Vor- und Nachteile, die es geschickt einzusetzen heißt. Machte man ein Teil ausfindig, gilt es die Truppe zusammenzutrommeln und die Bergung zu starten. Generell lautet die Regel - je mehr mit anpacken, desto schneller und zeitsparender geht die Sache voran. Die Aufgaben, die ihr lösen müsst, um die begehrten Raumschiffteile zu erhalten, werden natürlich von Mal zu Mal immer schwerer. Und manchmal hat man ganz schön zu knabbern, bis man die Lösung herausfindet und anschließend umsetzen kann.

Es ist nicht abzustreiten, das Pikmin ein wahres Suchtpotential entwickelt, sobald man die ersten Pikmins um sich scharte und einige Teile des Raumschiffs rettete. Auch über die Grafik möchte ich ein Wort verlieren, denn die sieht teilweise wirklich bombig aus! Besonders was die Darstellung der Umgebung angeht, oder die Kämpfe mit großen Gegnern, bei denen die Engine übrigens nie in die Knie geht. Negativpunkte sind schwer zu finden aber doch präsent - ärgerlich ist nämlich die schlechte KI der Pikmins, die zumeist den kürzesten Weg zu euch wählen, auch wenn das ihren sicheren Tod bedeutet. Geschicktes marschieren in einer Reihe ist nicht, was durchaus oft zum Ableben einer der kleinen Kerle führen kann. Trotzdem bleibt das Spiel ein erfreulich innovativer Titel für die noch junge Konsole. Hoffen wir das in Zukunft von Nintendo weitere Hochkaräter dieser Sorte und unverbrauchtem Spielprinzip kommen.




Sebastian meint:

Sebastian

Innovativ, technisch hervorragend, hoher Spielspaßfaktor - muss ich noch deutlicher werden!? Kaufen! 

Positiv

  • Innovatives Spieldesign
  • Pikmins züchten
  • Ohrwurm-Musik

Negativ

  • Kleine K.I-Aussetzer
Userwertung
4.8 6 Stimmen
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Forum
  • von Civilisation:

    Pikmin ist eine Reihe, die man gerne unterschätzt. Und Sebastian hat den ersten Teil für den GameCube getestet. Pikmin Mein Name ist Captain Olimar. Auf meiner Weltraum-Reise wurde ich völlig unerwartet von einem Meteoriten getroffen und musste auf einem fremdartigen Planeten...

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