Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

Outlaw Golf im Test

GameCube
Golfen ist ein Yuppie Sport? Weit gefehlt, das beweist TDK nun mit "Outlaw Golf". Nachdem Xbox Besitzer schon eine ganze Weile Bälle über das Green dreschen durften, sind nun auch GameCube Besitzer dran. Doch was ist denn nun so besonders an Outlaw Golf?
Zunächst mit Sicherheit die Golfspieler, die so garnicht in das weit verbreitete Bild vom seriösen Golfer passen wollen. Ein Tiger Woods würde beim Anblick dieser Horde wohl fluchtartig den Platz verlassen, denn neben einem Rapper, einer Stripteasetänzerin, einem Ex-Knacki und allerlei anderem Gesindel, dürft ihr sogar mit einer Domina auf das Grün. Und entgegen dem ersten Eindruck erweist sich das Spiel als waschechte Simulation, die durchaus versucht am Thron von König Tiger Woods zu rütteln.


Outlaw-Golf-1.jpg
"Aber nicht nur Schlägereien gibt es hier zu bestaunen..."


Worum es beim Golfen primär geht, sollte bekannt sein. Nur ist das bei Outlaw Golf einwenig "anders" als üblich umgesetzt worden. Zwar ist das Spielprinzip das selbe, aber allein die Golfspieler, ihre Caddies und der Kommentar habt ich garantiert vorher noch nie erlebt. Ein Beispiel gefällig?

In „Outlaw Golf“ gibt es ein Stimmungsbarometer. Spielt ihr gut, dann ist der Balken im grünen Bereich und eure Figur macht ordentliche Schläge. Haut ihr aber mehr daneben als ins Ziel, so wechselt der Balken immer mehr auf die rote Seite und eure Schläge werden schlechter. Hier bringt eine kleine Schlägerei mit dem Caddy die Laune wieder auf Vordermann. Alleine schon diese Prügelorgien, werden eure Lachmuskeln kräftig vordern.

Aber auch die Sprüche der Kommentatoren oder der Spieler lassen Euch immer wieder Tränen in die Augen schießen. „Haben sie noch Sex, oder Golfen sie schon???“ ist nur einer dieser Sprüche. Oder wenn Ihr den Ball so richtig hämmert und dieser mit einem raketenschweif Richtung Orbit geht, bekommt man Sprüche wie „Dieser Ball hat seinen Schöpfer getroffen“ oder „Hat hier jemand den Schläger mit einer Kanone verwechselt“ zu hören. Aber es sind einfach zu viele, um diese hier alle aufzuzählen.
Selbst zwischen den einzelnen Schlägen kabbeln sich die Golfer und hauen sich frustriert die Schläger vor die Köpfe. Der Schönling „El Suave“ z. B. möchte nach einem guten Loch unbedingt fotografiert werden „ Jaja macht Bilder los los….“. Aber wehe er spielt schlecht, dann sieht man ihn auf den Kameramann losgehen, bis dieser samt Bild in Schräglage das Gras küsst.


Outlaw-Golf-2.jpg
"Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen"


Nachdem ihr das Intro mit all den Verrückten (insgesamt 10 mehr oder weniger gescheiterte Existenzen) gesehen habt, landet ihr im Hauptmenü des Spiels. Hier müsst ihr euch einen der 4 freien Golfer auswählen.

Anschließend könnt Ihr zwischen 3 Spielmodi wählen. Zur Auswahl stehen der „Tour Modus“, welcher eigentlich der Hauptteil des Spiels ist. In diesem könnt Ihr 30 Turniere spielen und - sofern Ihr gut genug seid – neue Charaktere, Schläger oder Bälle freischalten. Dann wäre da noch der „Schaukampf-Modus“. Dieser bietet die Möglichkeit in acht verschiedenen Spielen mit bis zu 4 Leuten gegeneinander antreten. Hier geht es um gewonnene Löcher, Geld oder um die schnellste Runde. Als letztes wäre dann noch die „Outlaw Range“. Dort könnt Ihr die Fertigkeiten und die Nerven eures Spielers trainieren, was Euch dann im Tour Modus wieder zugute kommt. Neben den umfangreichen Optionen des Spiels ist auch eine sehr gute Einführung integriert, die euch die Steuerung und die ersten Schritte verständlich beibringt.

Damit der Frustfaktor auch schön gering bleibt ist das Pad mit jeder Menge nützlichen Funktionen gespickt. Man kann verschiedene Kamerapositionen anwählen, die euch den genauen Aufschlagpunkt des Balls anzeigen. Mit einem Druck auf das Digi-Kreuz Links erscheint auf dem Gras ein Rastergitter, welches euch gerade beim putten sehr dienlich ist. Mit dem kleinen gelben Analogstick geht es dann nun, wie schon bei Ace Golf, ans eingemacht. Einmal zurückziehen (woraufhin sich der Powerbalken auflädt) und dann an gewünscht stelle nach vorne drücken. Leider selbe Problematik wie bei Ace Golf - ihr vereisst schläge viel zuschnell und müsst daher immer 100% konzentriert sein. Hier verlangt euch Outlaw Golf wirklich etwas ab.


Outlaw-Golf-3.jpg
"Im Replay könnt ihr euren letzten Schlag noch mal genau begutachten..."


Im Mehrspielermodus und Training gibt es hier dann glücklicherweise die „Mulligan“ Funktion, welche auf dem Y-Button geparkt wurde. Das heißt, ihr dürft den Schlag wiederholen und der vorherige wird nicht gezählt. Nehmt ihr einen „Mulligan“ so hat dies aber 2 Auswirkungen. Zum einen spöttische Sprüche wie „ Spieler 2 hat tatsächlich den Grad der Verzweiflung erreicht, einen Mulligan zu nehmen“, „Na wenn sie dann noch in den Spiegel schauen können“ oder „Wenn Gott gewollt hätte, daß sie einen Mulligan nehmen, dann hätte er ihn anders genannt“ und zum anderen sinkt eure Stimmung auf dem Barometer merklich ab. Wenn Ihr Glück habt und noch ein „Prügelsymbol“ besitzt, so könnt Ihr eurer Laune beim nächsten Schlag im wahrsten Sinne des Wortes freien Lauf lassen. Diese Prügelsymbole verdient Ihr euch, indem ihr mindestens 3 Löcher hintereinander „Paar“ spielt oder einen „Birdie“ erreicht.

Die 3 Golfkurse mit Ihren jeweils 18 Löchern, werden am „Tee“ vom Kommentator immer schön mit aberwitzigen Sprüchen erklärt. Das ist leider einer der wenigen negativen Punkte des Spiels - nicht der Kommentar, aber dafür die mageren 56 Löcher des Spiels. Da hätte man ruhig noch zwei Plätze mit draufpacken dürfen. Ansonsten erfreut ihr euch Denn die insgesamt 56 Löcher sind ein wenig mager.


Outlaw-Golf-4.jpg
"So sieht ein normaler Abschlag im Spiel aus..."


Dafür hat man sich bei der Grafik des Games wieder einwenig ins Zeut gelegt. Von umher fliegenden Vögeln, fahrenden Autos und Eisenbahnen und auch getroffen werden können wird alles geboten. Blätter fallen herunter wenn Ihr einen Baum getroffen habt und prompt gibt es einen Spruch aus den Boxen wie „Hoffentlich wohnen da keine Eichhörnchen“. Die Zuschauer werden bei bedarf transparent, damit ihr immer ein freies Sichtfeld auf den Ball habt. Kleiner Tipp zum Schluß: Ihr solltet mal versuchen beim Schlagen auf die Zuschauer zu zielen :D
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Mehr zum Thema