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Under Defeat (jp.) im Test

Dreamcast
SEGA's Dreamcast ist einfach nicht tot zu kriegen. Am 23.03.06 erschien (laut SEGA) das letzte Dreamcast Spiel, doch heute wissen wir es besser, da Karous das (bisher) letzte Dreamcast Spiel war und das ein ganzes Jahr später. Bei Under Defeat wird euch mehr als eindrucksvoll gezeigt was die Kringelkonsole noch zu leisten vermag. Shoot'em-Up Fans wissen, dass in diesem Genre eine Story so wichtig ist wie Ego-Shooter-Einlagen in einem RPG. Zwar hat Under Defeat auch eine Geschichte doch die ist nebensächlich, da es in erster Linie um das abballern von Gegnern und geschickte ausweichen der feindlichen Schüsse geht.
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Kommen wir zu dem was Under Defeat von anderen Shoot'em-Ups unterscheidet: Im Gegensatz zu einem Ikaruga bietet Under Defeat kein so ausgefeiltes Scoresystem, oder eine Fülle von Kugeln in denen man zu ertrinken droht wie in DoDonPachi, auch kann man seine Waffe nicht aufpowern und zum alles vernichtenden Mega-Strahl mutieren lassen. G.Rev's Machwerk ist ein traditioneller Old-School Vertikalshooter der genug Eigenständigkeit bietet. Eurer MG bleibt zwar das gesamte Spiel über auf Standart-Niveau, jedoch habt ihr die Möglichkeit eueren Schuss in eine Richtung zu stellen und zu fixieren. So habt ihr die Gelegenheit dazu den gegnerischen Schüssen auszuweichen und gleichzeitig auf die bösen Buben zu feuern. Genau diese taktische Note ist es die mir so an Under Defeat gefällt.

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Ihr müsst euch aber nicht nur mit eurem Standart Schuss durch die 5 sehr abwechslungsreichen Stages ballern, natürlich habt ihr auch die obligatorischen Smart Bombs, ohne die würde so manch heikle Situation unüberwindbar sein. Nebenher gibt es für euch so eine Art Satellit der sich "Option" nennt. Aktiviert wird er sobald ihr für kurze Zeit aufhört zu schießen und die kleine grüne Leiste (unten links) sich bis zum Schluss aufgefüllt hat. Das kann unterschiedlich lange dauern, je nachdem welche "Option" ihr gerade habt. Um genau zu sein gibt es drei verschiedene Optionen die alle in verschiedenen Farben sind und mit unterschiedlicher Durchschlagskraft. Gelb ist ein MG (wie euer eigenes), grün sind mehrere kleine Raketen und blau ist eine große mächtige Rakete. Alle drei brauchen unterschiedlich lange um sich aufzuladen um abgefeuert zu werden. Gelb geht sehr schnell, ist aber auch nicht so durchschlagskräftig. Die grünen Raketen sind da schon stärker, benötigen auch etwas mehr Zeit. Die blaue Mega-Rakete braucht wie erwartet am längsten, richtet aber auch den meisten Schaden an (bei Endgegner Duellen sehr hilfreich). Zur Info: Wer auf Highscore spielen will sollte beachten, dass alles was die Option abschießt mal 2 gezählt wird.

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Kommen wir nun zum Umfang und Technik. Under Defeat hat insgesamt 5 atemberaubend inszenierte Stages die alle unterschiedlicher nicht sein könnten. Von Wiesen, einem mit Schnee bedeckten Gebiet bis hin zu einer vom Krieg gezeichneten Stadt wird wirklich sehr viel Abwechslung geboten. Wer das Spiel einmal durchgespielt hat, hat dann die Möglichkeit eine getauschte Optik zu erleben.

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Wo wir grade bei Optik sind: Wer das Spiel einmal in Aktion gesehen hat kommt aus dem staunen nicht mehr raus. Allein die Explosionen und die darauf folgenden Rauchwolken sind bestes Eye Candy. Manchmal hab ich mich gefragt ob dieses Spiel wirklich auf der doch schon etwas in die Jahre gekommen NAOMI-Hardware läuft, die auch heute noch (im Jahr 2008) von vielen Entwicklern genutzt wird und das zu recht wie dieses Kunstwerk beweist.

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Musikalisch und Soundtechnisch bietet Under Defeat ebenfalls das non plus Ultra. Ich bekomm heute noch eine Gänsehaut wenn ich den Anfang von Stage 5 höre. Ganz nebenbei bietet dieses Spiel (genau wie Square-Enix Kult-Shooter Einhänder) eine deutsche Sprachausgabe. Zwar kein echtes korrektes hochdeutsch, aber es erfüllt seinen Zweck mehr als bestens. In der Limited Edition ist übrigens der geniale Soundtrack auf CD enthalten.

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Auch Under Defeat bietet einen Multiplayer Modus, der jedoch etwas holprig gestaltet ist, anders als bei anderen Shootern gibt es hier nicht die Möglichkeit durch den Partner hindurch zu fliegen. Leider wird man, jedes mal wenn man sich zu nah kommt, von dem anderen mehr oder weniger abgedrängt. In schwierigen und hektischen Situationen kommt es so zu unabsichtlichen Credit-Verlusten.

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